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Dissemination

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DREAM DEATH haben damals, vor gut 30 Jahren, mal ihre Debütscheibe rausgebracht und sich dann kurze Zeit später verabschiedet. Teile der Band fanden sich in PENACE wieder, ehe auch die die Segel strichen. Fast forward bis 2011und DREAM DEATH melden sich zurück. Ein Album folgt 2013 und jetzt mit "Dissemination" schon - unfassbar schnell für die Band - das nächste. Warum sich DREAM DEATH als Sludgeband sehen, will angesichts des Songmaterials nicht in den Kopf, dazu ist alles viel zu sehr im Doom mit Death Metal-Einschlag angesiedelt. An sich ja nichts Schlimmses, wenn das Material nur nicht so sperrig und schwer zugänglich wäre. Kein Song des im traditionellen Doom/ Death-Gewands daherkommenden Teils des Albums ragt hervor, alles klingt uninspiriert und irgendwie unfertig. Wenn DREAM DEATH mal aus ihrem Korsett ausbrechen und sich, wie im halbwegs spannenden "Nothing Ever Will" an Stoner-Einflüsse wagen, wird die Chose etwas besser. Da es aber nur kleine abschnitte des Albums sind, die so klingen, überwiegt auf "Dissemination" die gepflegte Durchschnittlichkeit. Das Album bleibt so hinter den Erwartungen zurück, wobei auch das 2013er Werk keine Offenbarung war. Vielleicht hätten DREAM DEATH unter neuem Namen anfangen sollen, dann würden sie sich nicht immer an ihrem vor einer gefühlten Ewigkeit erschienenem Debüt - welches um Längen besser ist - gemessen werden.

Dissemination


Cover - Dissemination Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 10
Länge: 39:13 ()
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Winter

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by Gast (nicht überprüft)

Die sechs Texaner von OCEANS OF SLUMBER waren mir bis vor ein paar Tagen völlig unbekannt. Das neue Album "Winter" erscheint bei Century Media Records, also...Kopfhörer auf...los geh`s! Nach den ersten zwei Minuten des achtminütigen Openers und Titeltrack "Winter", ist mir klar, das OCEANS OF SLUMBER keine normale 08/15-Band ist. Die Musiker kommen aus verschiedensten Ecken der Musikwelt, wie zum Beispiel Jazz und Grind - dieser kunterbunte Mix völlig verschiedener Musikrichtungen, gepaart mit der phänomenalen Stimme der Sängerin Cammie Gilbert, ergeben ein kaum zu beschreibenes Gesamtbild.

Die musikalische Vielfallt reicht von einer Panflöte bis zum Brutal Death. Eine Song für Song Review würde a) die Kapazität des Internetz sprengen ;-) und b) euch die ganze Spannung wegnehmen. Ich habe das Album bis jetzt viele Male gehört und höre immer wieder neue Melodien heraus. Das eine derart seltsame und verspielte Mixtur so homogen klingen kann, hätte ich nie für möglich gehalten.

Sängerin Cammie Gilbert überzeugt mit ihrer warmen und kräftigen Stimme auf ganzer Linie. Ihre Stimme geht in den genial komponierten Songs voll und ganz auf. Neben der Frontfrau zeigen auch die restlichen Bandmittglieder ihre Stimmen und  bereichern  mit Screams und Growls die wirre Klangwelt, die sie mit ihren Instrumenten erschaffen.

Mein Fazit: OCEANS OF SLUMBER ist definitiv nicht für zwischendurch. Wer aber Lust hat, sich mit einer Platte länger zu beschäftigen, immer wieder neues zu entdecken und irgendwas zwischen Jazz und Black Metal gut findet, der wird sich lange an dieser Platte erfreuen.

Ich brauche jetzt erstmal etwas, um meine Thrash geschädigten Trommelfelle wieder in normale Schwingungen zu versetzen...

Winter


Cover - Winter Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 13
Länge: 59:58 ()
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Black Crusades

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by Gast (nicht überprüft)

"Willkommen beim metalinside Drive-Thru, Ihre Bestellung bitte."

"Ich hätte gerne ein Ami Death Metal Menü mit einer großen Portion Thrash und einer Prise Schwedentod."

"Darf es Sonst noch etwas sein?"

"Nein, Danke"

"Das macht dann TOMBSTALKER - "Black Crusades". Fahren sie bitte zum  ersten Schalter vor."

 

Die drei US-Südstaatler TOMBSTALKER haben nach einigen Splits mit "Black Crusades" ihr erstes Album fertig. Vom Intro mal abgesehen, klöppelt sich der Longplayer 40 Minuten durch acht Songs durch, wobei es nie langweilig wird. Die Songs sind mit netten Melodien durchzogen und bieten durch Tempo- sowie Stimmwechsel immer etwas Abwechslung.

Mir schwirrte die ganze Zeit "Miasma" von THE BLACK DALIAH MURDER  als Vergleich im Kopf rum. Eventuelll wegen des Wechsels zwischen gutturalem und krächzendem Gesang. Der fällt bei TOMBSTALKER zwar nicht so extrem aus, ist aber definitiv vorhanden. Musikalisch gesehen lassen es TOMBSTALKER etwas langsamer und " oldschooliger " angehen und haben mehr Thrash- als Core-Anteile in ihren Songs. Wenn man TOMBSTALKER  als moderne  Death Metal-Kapelle mit Thrash-Einschlag beschreibt, tritt man niemanden auf die Füße. Unter den Songs ragt zwar keiner heraus, aber alle sind solide und machen satt, wenn der Hunger auf ehrlichen Death Metal gerade groß ist. 

Das Menü war gut und ich kann es euch nur ans Herz legen, es auch mal zu kosten.

Black Crusades


Cover - Black Crusades Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 8
Länge: 40:7 ()
Label:
Vertrieb:
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Gravity

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CALIBAN sind wieder da! Gute zwei Jahre nach 'Ghost Empire' meldet sich das Quintett mit 'Gravity' zurück. Was dabei ziemlich schnell auffällt: gefangene werden nicht gemacht – die einzelnen Lieder gehen direkt und kompromisslos nach vorn. Gitarrist Dennis ist nur noch als Hintergrundsänger zu hören, fast der Komplette Gesang wurde von Frontmann Andreas Dörner übernommen. Wo sonst klarer Gesang eingesetzt wurde, setzt man nun viel mehr auf medlodische Shouts. Ausnahme bilden da natürlich die Auftritte der Gastmusiker: CALIBAN haben sich für 'Gravity' die SängerInnen von HEART OF COWARDS ('Crystal Skies'), DREAM ON DREAMER ('Inferno') und ARCH ENEMY ('The Ocean’s Heart') ans Bord geholt – eine ansehnliche Liste.

Doch die Stärke des Silberlings liegt nicht in der Gästeliste sondern in der Vermischung aus Härte und Melodie, ohne dass den Liedern dabei die Energie und Intensität genommen wird. In Hinblick auf das Songwriting  haben CALIBAN anno 2016 also vielen Bands des Genres etwas voraus: Das Gespür für die richtige Dynamik. Überhaupt geht der Sound insgesamt in eine sehr gute Richtung: laut, düster und doch immer wieder mit Melodien versehen, sodass die Titel zusätzliche Spannung und Atmosphäre erhalten. Die Höhepunkte des Albums sind meiner Meinung nach 'Left For Dead', 'Crystal Skies' und 'No Dream Without A Sacrifice', da hier die beschriebenen Stärken am besten zur Geltung kommen.

Wirkliche Ausfälle gibt es aber nicht: kann man sich für einen Song begeistern, werden einen die anderen kaum missfallen. Höchstens das ruhige 'brOKen' sticht hervor und könnte vielleicht aufstoßen. Dafür bildet es aber eine willkommene Abwechslung in dem Gemisch aus sonst doch sehr direkten und harten Stücken. Das wäre dann auch der Nachteil an 'Gravity': einige Lieder sind sich von der Struktur her zu ähnlich. Dadurch wird das Album stellenweise vorhersehbar. Nichtsdestotrotz liefern die Jungs im Ganzen ein schlüssiges sowie intensives Gesamtwerk ab, das alles anderes als zäh ist. CALIBAN haben ihren eigenen Sound entwickelt, mit dem sie sich von den Genre-Kollegen abheben können. Dank der Fähigkeiten in puncto Songwriting und dem Gespür für den passenden Klang schaffen sie es so aus dem Gros an Metalcore-Bands hervorzustechen. Kurz: 'Gravity' ist ein gelungenes Album, bei dem CALIBAN sehr vieles sehr gut gemacht haben.

Gravity


Cover - Gravity Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 12
Länge: 45:42 ()
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The World Unseen

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„The World Unseen“ heißt das vierte Studio-Album des Post-Rock-Duos MAMIFFER aus Seattle/Washington. MAMIFFER entführen erneut in ganz, ganz ferne Sphären. Kosmische, ambientale und dröhnende Klänge, jede Menge Samples, Akustik-Sounds, viel Piano und verträumter Frauen-Gesang lullen den Hörer sanft ein. Dabei scheut sich die Band nicht auch leicht poppige Klänge („Mara“) in ihre Musik einfließen zu lassen. Oft liefern MAMIFFER aber auch einfach nur eine düstere Hintergrundbeschallung und entführen in hoffnungslose, postapokalyptische Welten – wie es am eindrucksvollsten in dem Dreiteiler „Domestication Of The Ewe“ gelingt. An sich betrachtet ist „The World Unseen“ ein sehr schläfriges Werk, was zwar hinn und wieder Atmosphäre schafft, diese aber auch ebenso schnell wieder zerstört. Ich finde den Frauenegesang etwas zu klebrig und ziemlich nervig, das könnte etwas düsterer kommen und so dem Werk zu mehr Tiefe verhelfen. Wer MAMIFFER kennt weiß worauf er sich einlässt – jedem anderen empfehle ich hier vor Kauf dringend reinzuhören: „Flower The Field II“, „13 Burning Stars“. Mich konnte lediglich das monströse „Domestication Of The Ewe“ überzeugen und das ist für eine CD von knapp fünfzig Minuten zu wenig.

 

The World Unseen


Cover - The World Unseen Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 08
Länge: 47:57 ()
Label:
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Band:

Mamiffer

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Holy Grove

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Okkulter (Stoner-) Doom aus den heiligen Wäldern Oregons? HOLY GROVE tischen unter atemberaubend geilem Artwork mächtig auf. Schwerer, leicht psychedelischer 70’ies Rock mit omnipräsenter Doom-Schlagseite wird hier geboten. Dabei verzichtet die Band auf beliebte Retro-Instrumente wie die Orgel, überschwänglichen Satanismus oder bekiffte Gitarren. Was HOLY GROVE dafür am Start haben sind einige gute Melodien, schwere Wüstenriffs die auf eine mystisch besetzte Stimmung treffen und natürlich die grandiosen Vocals von Andrea Vidal. KYUSS treffen hier auf BLACK SABBATH und Frau am Mikro, wodurch HOLY GROVE trotz zahlreicher Zitate der Siebziger doch ihren ganz eigenen Klang haben.
Während der Opener „Death Of Magic“ in tonnenschwerer Heavy Rock-Manier direkt fesselt, stampft der Titelsong in ausgedehnter Stoner-Manier. Mit „Caravan“ wird es wieder etwas schneller und rockiger, bevor HOLY GROVE mit dem knapp neunminütigen „Hanged Man“ zum mystisch-okkulten Overkill ausholen. Das abschließende „Safe Return“ bietet schließlich wieder feinsten Stoner-Doom mit Fokus auf Andreas Vocals. Insgesamt ein für jeden Stoner-/Doom-/ 70‘ies Rock-Fan sehr empfehlenswertes Album mit Wiedererkennungswert.

 

 

Holy Grove


Cover - Holy Grove Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 07
Länge: 43:39 ()
Label:
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Band:

Holy Grove

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Raptor’s Breath

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Nach ihrer Demo 2014 wagen sich SNAKE TONGOUE aus Schweden nun ans Ganze und veröffentlichen mit „Raptor’s Breath“ ein erstes Album mit einer Spielzeit von gerade einmal siebenundzwanzig Minuten aber immerhin neun Songs. Es ist eine düstere Reise, auf die die Schweden einladen: Eine Reise in dunkle Hardcore-Abgründe, Sludge und Punk. Vor allem aber startet die schwedische Flotte ohne Wikinger oder Göteborg-Death Metal-Sound. Wohin es gehen soll macht direkt der Opener „Raptor’s Breath“ klar, der nach einer kurzen Warmlaufphase gnadenlos nach vorn brettert und von den folgenden Songs in punkto Tempo rasch übertroffen werden will. Mit ordentlichem Rhythmus treibt „Raptor’s Breath“ voran, hier und da trifft der Hörer auf ein paar interessantes Gitarrenspiel („Lashes“, „The Horror“), leicht orientalische Klänge („The Narcisst“) oder heftige Grindcore-Ausbrüche („In Stone“). An sich sind die Songs aber teilweise recht ähnlich und besitzen (noch) zu wenig um im Ohr zu bleiben. Einzig „Altar“ weiß mit dem aufzuwarten, was bei den restlichen acht Songs leider etwas auf der Strecke blieb – nämlich Wiedererkennungswert. Hier sollten SNAKE TONGUE ansetzen und weiter machen.
„Raptor’s Breath“ ist per se kein schlechter Start, aber lässt noch ordentlich Luft nach oben.

 

 

Raptor’s Breath


Cover - Raptor’s Breath Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 09
Länge: 27:10 ()
Label:
Vertrieb:
Band:

Snake Tongue

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