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Demon Of The Night

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CLOVEN ALTAR sind das Baby des amerikanischen OUBLIETTE Bassers Dustin Umberger, welcher sich hier vom Metal Core seiner Hauptband löst und sich ganz dem traditionellen Heavy Metal verschreibt. Er ist für sämtliches Songmaterial und den Gesang zuständig, während sich Tausendsassa Cederick Forsberg (ROCKA ROLLAS, BREITENHOLD, BLAZON STONE etc.)  um sämtliche Instrumente kümmert. Diese transatlantische Zusammenarbeit scheint gut zu funktionieren, denn nach der gelungenen E.P. aus dem letzten Jahr tönt auch „Demon Of The Night“ so als hätten die beiden Protagonisten richtig Spaß gehabt. Natürlich wird auf Innovationen weitgehend verzichtet, aber dafür gibt’s mitreißenden Up-Tempo Metal, welcher dem Rezensenten sehr gut ins Ohr läuft. Irgendwo zwischen „Thundersteel-Riot“, NIGHT DEMON und der „New Wave Of Swedish Heavy Metal“ (AMBUSH, SCREAMER, NIGHT, RAM, ENFORCER, AIR RAID etc.) fühlen sich CLOVEN ALTAR ohrenscheinlich pudelwohl. Songs wie der flotte Opener „Blood Of The Elves“ oder das im jungfräulichen „Galoppel-Stil“ daherkommende „Beneath The Setting Sun“ dürften jeden Kuttenträger zufrieden stellen. Der einzige Kritikpunkt ist die etwas arg dünne Spielzeit von knapp 31 Minuten. Zieht man dann noch die beiden von der E.P. bekannten Tracks „Prince Of Hell“ und „Forsaken Path“ (welche allerdings ein leichtes Facelift bekamen) ab, wird es doch ein wenig dünn. Besonders da der letzte Song auch noch eine (wenn auch gelungene) Cover-Version des John Farnham Klassikers „Break The Ice“ ist. Etwas mehr neues eigenes Material darf es das nächste Mal gerne sein. Trotzdem bleibt der Eindruck einer starken Scheibe.

Demon Of The Night


Cover - Demon Of The Night Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 8
Länge: 31:49 ()
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Culling The Weak

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Aus Kalifornien kommt das Power-Trio ARCHER, welches sich einer kraftvollen und klischeebefreiten Variante des Heavy Metals verschrieben hat. Wenn etwas zu gleichen Teilen „modern“ und „traditionell“ klingt, spricht man gemeinhin gerne von „zeitlos“. Genau das trifft auf den ARCHER Sound zu. Irgendwo zwischen 90er MEGADETH (deren „Tornado Of Souls“ man mitunter auch live covert), BLACK LABEL SOCIETY, WRATHCHILD AMERICA und Bands wie THUNDERHEAD und CAPRICORN hat man sich eine ganz eigene Nische gesucht und hebt sich so von allen aktuellen Strömungen ab - und das ohne auf Teufel komm raus besonders innovativ sein zu müssen. Stattdessen wird munter drauf los gerockt und man überzeugt mit straffem Songwriting und starker Gitarrenarbeit. Sänger und Gitarrist Dylan Rose meistert seine Doppelbelastung mühelos und klingt in manchen Momenten nach einem Mustaine, der auf seine alten Tage tatsächlich noch das Singen gelernt hat. Neben dem flotten Titelstück hat es mir vor allem das verspielte „World Of One“ angetan. Aber auch der Rest fällt nicht wirklich ab und so kann man ARCHER bescheinigen ein starkes Album eingetütet zu haben. Dass man mit momentanen Strömungen nicht viel am Hut hat, kann Segen und Fluch zugleich sein. Bin gespannt, ob ARCHER ihren Status werden ausbauen können. Jedenfalls haben sie das Album sowohl mit ANNIHILATOR als auch mit DORO betourt. Wollen wir hoffen, dass sich das für ARCHER gelohnt hat. 

Culling The Weak


Cover - Culling The Weak Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 8
Länge: 37:24 ()
Label:
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Band:

Sunlight

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Band:

Númenor

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Band:

Cloven Altar

KEINE BIO! www
Band:

Soul Secret

KEINE BIO! www
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Black Market Music (Re-Release)

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Mit „Black Market Music“ wurde nun das dritte PLACEBO-Vinyl-Re-Issue in die Läden gehievt – und damit jenes Album, welches es für ein halbes Jahr in die deutschen Charts schaffte und dabei bis auf Platz 4 aufstieg – „Black Market Music“ war DAS Album welches die PLACEBO auf dem Kontinent bekannt machte und nach vorne brachte. Mit ihren ersten beiden Alben wuchsen die Briten aus dem Indie-Underground heraus und fanden ihren Stil – mal leicht rockend mit Punk- und Pop-Attitüde, meist aber balladesk mit melancholisch-depressiven Grundtenor. Mit „Black Markest Music“ schafften sie den internationalen Durchbruch und die vorderen Plätze auf den Festivals des Jahres 2001 und folgende. Neben den Singles – dem ungewöhnlich harten Rock-Opener „Taste In Men“, dem eingänig rhythmisch-powerden „Slave To The Wage“ (tolles Video übrigens) und der aufregenden, emotionsgeladenen Wutballen „Black Eyed” - machen auch der kurze, nach vorn rockende Ohrwurm „Days Before You Came“, das etwas zurückgenommen „Special K“, das nicht so zu erwartende sehr politische „Spite & Malice“ (HipHop-Mixtur, mit Rap-Passagen von Justin Warfield, ONE INCH PUNCH), das wütende, nur so vor Energie strotzende „Haemoglobin“ oder die abschließende Gänsehautballade über einen Voyeur „Peeping Tom“ den Reiz eines überragenden, abwechslungsreichen Erfolgs-Album aus. Fans haben das Teil ja eh‘ schon als CD im Schrank stehen; jetzt als Vinyl, neu remastered und im feinen Klappcover und edlen Innersleeve mit allen Texten.

Black Market Music (Re-Release)


Cover - Black Market Music (Re-Release) Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 12
Länge: 45:50 ()
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Matr

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Schon seit vier Jahren kriecht ein „Gespenst“ durch den serbischen Untergrund: UTVAR heißt dieses Gespenst und UTVAR sind in letzter Zeit ziemlich produktiv. Die Single „Silentium Tuum Est“ machte im April den Anfang, während UTVAR im Sommer mit „Bespúca“ eine EP herausbrachten und nun kürzlich ihr zweites Album „Matr“.
Atmospherischen (Post) Black Metal bekommt man hier geboten, mit einer gehörigen Portion Shoegaze und serbischen Lyrics.


Mit „Mesec U Snovima (Moon In Dreams)“ startet „Matr“ ziemlich verträumt während das folgende, recht sphärisch beginnende „Centar Oluje (The Eye Of The Storm)” schließlich mit dominanteren Drums und fieseren Vocals Kontraste setzt und dem Hörer offenbart wohin die Reise gehen soll: Epische Keys und verträumter Klar-Gesang gehen bei UTVAR einher mit harten Metal-Passagen, erhabenen Melodien und mächtigen Refrains.
Ob es die fast spirituellen, ruhigen Songs wie „Transcendent“ oder mit mächtigen Gitarren und kräftigen Grunts versehene wie „Nikada Ni Bilo Nije (Never Ever Was)“ sind: UTVAR geben sich sehr vielseitig und sorgen immer wieder für Überraschungen. So wurde das bluesige, tieftraurige „Neum (No-mind)“ mit einem sehr mitreißenden und treibenden Refrain ausgestattet, der Titelsong ist mit schlappen 09:20 Minuten ein episches, facettenreiches Meisterwerk für sich.
Wie können so viele Ideen und vor allem eine so gute Umsetzung aus nur einer Person kommen? Sifr Shraddah heißt der einzige Mann hinter UTVAR, der scheinbar alle Instrumente perfekt beherrscht und sogar noch singen kann. Das hat man bei gar nicht einmal so vielen Ein-Mann-Projekten. Auch der Sound von „Matr“ ist glasklar und klingt für eine Eigenproduktion sehr gut.
UTVAR haben seit ihrem Debüt-Werk „Valcer Tišine I Njene Senke“ noch einmal einen gewaltigen Schritt nach vorn getan: Die Black Metal-Elemente haben zwar abgenommen und UTVAR sind verspielter geworden, doch die Vielzahl an Instrumenten wurde auf „Matr“ grandios arrangiert, so das hier alles stimmig und nicht überladen wirkt. Ein großer Schritt nach vorne. Und auch das wirklich hübsche Artwork hat Lob verdient, man macht sich.
Fans von Bands wie ALCEST, AMESOEURES, den russischen BLACK LAKES (Чёрные Озёра), KAUAN oder OLD SILVER KEY sollten hier unbedingt mal reinhören!

 

 

 

Matr


Cover - Matr Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 11
Länge: 65:1 ()
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Utvar

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„Ei Valo Minua Seuraa“

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Die finnischen VORNA bringen mit „Ei Valo Minua Seuraa“ ihr zweites Album raus. „Ei Valo Minua Seuraa“ heißt so viel wie „Kein Licht folgt mir“ und tatsächlich holen die Finnen weit aus um den Hörer in ein schwarzes Loch mystischer Finsternis zu ziehen. Skandinavischer Folk und etwas irgendetwas trollisches in den Vocals (ich schiebe das mal auf die Sprache) sorgen hier für eine wunderbar urtümliche Atmosphäre.

Während VORNA auf ihrem Debüt „Ajastaika“ (2013) noch ziemlich ziellos zwischen sehr unstrukturiertem Songaufbau und trunkenen Heiden wandelten folgt 2015 eine ziemliche Kehrtwende: VORNA entführen den Hörer plötzlich in eine epische, düstere Welt, die absolut überzeugend und in jeder einzelnen Minute ergreifend ist. Die Band schafft es Spannung aufzubauen und mitreißende Melodien zu komponieren. Natur-Sampler, episches Keyboard, Akustik-Klampfen und Streicher sorgen für ein zusätzliches Plus an Atmosphäre, während der auf „Ei Valo Minua Seuraa“ ziemlich variable Gesang und die so passende Platzierung der Bässe für Gänsehaut sorgen. VORNA muss man einfach erleben, das Gesamtpaket ist hier so stimmig, dass es schwer fällt irgendwelche Anspieltipps zu nennen. Eine finstere Atmosphäre breitet sich aus, packt relativ rasch zu und verschlingt den Hörer. Wunderbar unkitschig ist dieses Mal der „Folk“ Anteil ausgefallen.


Das einzige, was den gemeinen Black Metaller jetzt noch stören könnte sind die doch ziemlich omnipräsenten Keyboard-Klangteppiche. Das könnte durchaus weiter reduziert werden um einen noch natürlicheren Klang zu erzeugen, funktioniert aber auch so ganz gut. Die Produktion der CD ist wirklich sehr stark, gerade eben erwähnte Bässe schreien da ordentlich nach Lautstärke. Für mich liefern VORNA mit „Ei Valo Minua Seuraa“ eine wahrliche Überraschung ab, die gesetzten Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Wer auf Bands wie CRYPPTIC FOREST, THULCANDRA und (alte) FINSTERFORST steht sollte hier unbedingt mal reinhören!

 

„Ei Valo Minua Seuraa“


Cover - „Ei Valo Minua Seuraa“ Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 07
Länge: 45:44 ()
Label:
Vertrieb:

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