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Aggressor

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Gerade einmal zwei Jahre liegt EKTOMORF‘s letztes Album („Retribution“) zurück. Nun legen die Ungarn mit ihrem mittlerweile neunten Studio-Album namens „Aggressor“ nach. Offensichtlich besteht hier Aggressionsbedarf. Und so wundert es auch nicht, dass EXTOMORF gleich nach dem ziemlich ethnischen Intro gleich ungeniert nach vorne schreiten. Thrash Metal mit starkem Hardcore-Einschlag und dem Einsatz von traditionellen Instrumenten bekommt man hier geboten.Geballter Hass mit kräftigen Vocals, mächtiger, tiefer Instrumentierung und einem gewissen Groove. EKTOMORF-Standart. Und der wird ohne viele Höhen und Tiefen auf gesamter Strecke beibehalten.


„Emotionless World“ und „Scars“ heben sich mit etwas eingängigeren Refrains vom Rest ab und klingen etwas mehr nach KREATOR, wobei gerade „Scars“ es wirklich in sich hat – was man von dem „Corpsegrinder“-Duett „Evil By Nature“ leider nicht ganz behaupten kann. Dafür gehen „Holocaust“, „You Lost“ und „You’re Not For Me“ noch ganz gut ins Ohr. Gegen Ende der Scheibe wird der Thrash-Moment etwas zurück geschraubt, während der Hardcore-Anteil wächst, was ich eigentlich ganz passend finde. „Memento“ bildet als Gegenstück zum Intro ein traditionell-akustisches Outro. Und das war‘s. Man hätte sich vielleicht noch etwas Außergewöhnlicheres wie „Numb And Sick“ oder „To Smoulder“ wünschen können, etwas das härter heraus sticht und das Gesamtpacket etwas auflockert. Ansonsten eine (gewohnt) gute Arbeit.

Aggressor


Cover - Aggressor Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 13
Länge: 46:5 ()
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Haptisch

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DIE KASSIERER – ist das Punk, ist das Kunst, oder ist das Satire? Oder ganz einfach geschmackloser Humor? Vermutlich von allem etwas. Klar ist, die Wattenscheider um Frontmann Wölfi sind eine Klasse für sich und polarisieren wie sonst kaum noch jemand in der deutschen Musik-Szene. Einer treuen Fangemeinde stehen wahrscheinlich viele gegenüber, die die KASSIERER abgrundtief hassen (oder dies täten, wenn sie sie kennen würden), aber egal sind sie sicher niemandem.

Pünktlich zur Weihnachtszeit ist mit „Haptisch“ eine Best-Of-Zusammenstellung erschienen, die satte 31 neu gemasterte Stücke aus 30 Jahren Bandgeschichte enthält. Unter anderem gibt es drei bisher unveröffentlichte Stücke aus der aktuellen Theaterproduktion „Häuptling Abendwind“ zu hören, dazu kommen jede Menge altbekannte Hits sowie auch einige seltener gehörte Songs. Für den allseits beliebten Pipi-Kacka-Humor der KASSIERER ist mit Stücken wie „Sex mit dem Sozialarbeiter“ oder „Blumenkohl am Pillemann“ natürlich auch gesorgt, ebenso kommen die Alkoholiker-Hymnen „Das schlimmste ist, wenn das Bier alles ist“ und „Besoffen sein“ zum Zug.

Die Compilation zeigt dabei aber wieder einmal eindrücklich, dass die KASSIERER mehr können als F##klieder. In den Texten gibt es immer wieder die tollsten Wortspiele und (wahn-)witzigsten Reime, und mit dem Georg Kreisler-Cover „Meine Freiheit, deine Freiheit“ wird es sogar auch mal gesellschaftskritisch. Musikalisch geht es bei den KASSIERERN außerdem immer wieder überraschend vielseitig zu, so werden die unterschiedlichsten Genres durch den Wolf gedreht, neben Punk z. B. auch Country, Ska, Schlager, Jazz und Chanson.

Eine bunte und gelungene Mischung also, die man getrost seinem besten Freund oder ärgsten Feind – je nach den musikalischen Vorlieben des Beschenkten – unter den Baum legen kann.

Tracklist:

01. Punk-Intro*
02. Menschenfresser*
03. Großes Glied
04. Außenbordmotor
05. U.F.O.
06. Menschenkatapult
07. Anus Apertus
08. Ich töte meinen Nachbarn und verprügel seine Leiche
09. Gott hat einen IQ von 5 Milliarden
10. Vegane Pampe
11. Arsch abwischen
12. Mit 'nem Zeppelin durchs Jenseits
13. Sex mit dem Sozialarbeiter
14. Klagegesang einer Katze
15. Meine Freiheit, deine Freiheit
16. Mach die Titten frei, ich will wichsen
17. Partylöwe
18. Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist
19. Besoffen sein
20. Blumenkohl am Pillemann
21. Bin ich oder hab ich?
22. Du hast geguckt
23. USA 1996: Emerson Brady - der erste Mensch auf der Sonne
24. Quantenphysik
25. Stinkmösenpolka
26. Das Leben ist ein Handschuh
27. Mein schöner Hodensack
28. Arm ab
29. Da isst man einmal einen Fuß*
30. Meister aller Fotzen
31. Anarchie und Alkohol

(* bisher unveröffentlichter Titel aus der Theaterproduktion)

 

Haptisch


Cover - Haptisch Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 31
Länge: 78:23 ()
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The Beacons Of Somewhere Sometime

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Schon das Artwork von "The Beacons Of Somewhere Sometime" kann als "visueller Bote" der Veränderung gedeutet werden. Die so vertrauten Rot- und Orangetöne mussten einem kühl wirkenden türkis weichen. Der einzelne schwarze Schwan auf dem Cover steht als mythologisches Symbol für ein unerwartet negativ eintretendes Ereignis.

Gitarrist und Hauptsongwriter Markus Steffen verarbeitet auf dem Album den Tod seiner Mutter und eine schwierige Trennung. Der neue Longplayer ist jetzt kein typisches Konzeptwerk, dennoch zieht sich ein Thema wie ein roter Faden durch die Songs: Verlust und Trennung. Härter, aber auch zugleich melancholischer und dadurch kontrastreicher zeigen sich hier die Kompositionen im Vergleich zum leichteren und fast poppigen Vorgänger "Paraiso". Aus eben diesem Verarbeiten von negativen Lebensumständen und Gefühlen entsteht hier pure musikalische Schönheit, die perfekt in Szene gesetzt ist, veredelt von Arno Menses gefühlvollem Gesang.

Das vierte Album ist das intensivste und emotionalste des Prog-Duos. Einzelne Songs herauszunehmen gibt keinen Sinn, als Ganzes, am besten mit Kopfhörer, sollte das Teil genossen werden. So entfaltet "The Beacons Of Somewhere Sometime" seine ganze Wirkung und Kraft. Ein starkes, sehr persönliches Werk von Subsignal - und ohne Zweifel eines der Alben des Jahres!

The Beacons Of Somewhere Sometime


Cover - The Beacons Of Somewhere Sometime Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 11
Länge: 66:15 ()
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Perished Bodies

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PLANKS hatten sich im Laufe von 2014 dazu entschieden, die Band - leider! - zu Grabe zu tragen. Darunter sollten die Aufnahmen zu "Perished Bodies" nicht leiden, es sollte stattdessen ein würdiges Abschiedsalbum werden. Das ist den Jungs um Hüne Ralph gelungen, soviel steht nach vielen Durchläufen fest. Wuchtige Songs voller Soundwände, getragen von auf den Punkt kommenden Riffs und Ralphs markanter Stimme geben sich die Klinke in die Hand; "Perished Bodies" ist ein homogenes Album. PLANKS knüpfen an "Funeral Mouth" an, auch wenn manchen "Perished Bodies"-Nummer einen Ticken progressiver als erwartet ausfällt, ohne dass sie im PLANKS-Kontext fehl am Platz wäre. Gelungene Verfeinerung des Sounds. Auffällig sind die starken Melodien und der dynamischere Songaufbau: beides hatte sich auf "Funeral Mouth" angedeutet, um bei "Perished Bodies" zur vollen Entfaltung zu kommen. "Bliss In All Sorrows Found" ist ein gelungenes Beispiel für die verfeinerten PLANKS, ebenso der Titelsong. Etwas schwächer, weil berechenbarer, sind "Into Lifeless Embrace" oder "The Sacrifist, Pt. I (Through Dirge And Death)", ohne dass beide Nummern enttäuschen. Überraschend und sehr gut ist das mit SVFFER-Sängerin Leonie eingespielte "She Is Alone", das in sich in einen OATHBREAKER-Rausch steigert und den Wunsch nach einer Kollaboration der drei Bands aufkommen lässt.

PLANKS waren immer eine Band, die sich am düsteren, finsteren Sound probiert hat und diesem ihre ganz eigene Note verpassten. "Perished Bodies" zeigt die Band gereift und sich mit ihrem bestem Album verabschiedend. Wenn sie in dieser Güte weitergemacht hätten, wäre der "Perished Bodies"-Nachfolger ein Instant-Klassiker geworden... aber irgendwas ist ja immer. PLANKSnatics, Postcore-Freunde und Krachmaten kommen um "Perished Bodies" nicht herum. R.I.P. PLANKS und danke für diesen Knaller zum Schluss! 

 

Perished Bodies


Cover - Perished Bodies Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 9
Länge: 49:48 ()
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Profan

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KAMPFAR sind mittlerweile bei Album Nummer Sechs angekommen; "Profan" ist der Nachfolger des erfolgreichen "Djevelmarkt". Anno 2015 gibt es im positiven Sinne keine Weiterentwicklung, KAMPFAR bleiben sich treu und legen wie gehabt den Fokus auf die charakteristischen Vocals, effektive wie harte Riffs und eine unheilsschwangere Atmosphäre. Das saueingängige "Icons" oder das bösartig-epische "Daimon" entpuppen sich als heimliche Hits eines hochklassigen Albums. Ein schwacher Song findet sich auf "Profan" nicht, so ist "Tonekratt" als Rausschmeißer ebenso gelungen wie der Opener "Gloria Ablaze" als Anheizer. Und selbst wenn nicht jedes Riff zündet - manche sind sehr nah am Genre-Klischee - und in den mehr als sieben Minuten von "Skavank" die ein oder andere Redundanz zu finden ist, überzeugt "Profan" am Ende voll und ganz. KAMPFAR verstehen es, durchweg eine dichte, dem Black Metal angemessen düstere, Atmosphäre zu kreiieren und durch den Gesang immer wieder akzentuieren zu lassen. Wenn bei "Daimon" dann unerwartete Ideen eingebaut und doch perfekt in den KAMPFAR-Sound passen, wird klar: KAMPFAR haben ihren Stil gefunden, verfeinert und fast perfektioniert. 

 

Profan


Cover - Profan Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 7
Länge: 40:10 ()
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Antiliv

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TSJUDER sind die Black Metal-Variante einer Band, die trotz guter Alben nie wirklich den Durchbruch geschafft hat. Vier Jahre haben die Norweger an "Antiliv" gewerkelt, ohne dass sie in dieser langen Zeit neumodische Einflüsse oder hippen Scheiß an ihren Black Metal ließen. Der ist gewohnt puristisch. Rasend schnell geht es schon beim Opener "Kaos" zu, womit die Ausrichtung der Platte gleich mal klargestellt wird. In ähnlich hohem Tempo geht es - bei weitgehendem Verzicht auf Melodien - weiter, egal ob beim treibenden "Norge" oder dem old schooligen "Slumber With The Worm". TSJUDER konzentrieren sich auf eingängige Riffs, die Betonung des bösartigen Keifgesangs und auf so viel Abwechslung, wie beim Old School Black Metal geht. Das Ergebnis überzeugt von Anfang bis Ende: "Antiliv" ist ein pechschwarzer Klumpen Hass. Genau so muss Black Metal sein. Das Können des Trios zeigt sich beim Schreiben einer rasend schnellen Black Metal-Platte, die in gut 45 Minuten kein einziges Mal langweilt. "Antiliv" ist jedem Black Metal-Fan an das eiskalte Herz zu legen, besser geht es in diesem Jahr kaum. 

 

Antiliv


Cover - Antiliv Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 8
Länge: 46:18 ()
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Manegarm

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20-Jähriges Jubiläum feiern MANEGARM dieses Jahr. Und so trägt Album Numero acht den doch recht schlichten Titel „Månegarm“. Wer die Schweden kennt, weiß worauf er sich hier einlässt:Nordischen Viking Metal mit gelegentlichen Ausflügen in den Black Metal und einem (stetig zunehmenden) Anteil an Folk. Ohne Kitsch und Suff-Lieder, dafür aber mit mächtigen Metal-Passagen, treiben die Schweden für gewöhnlich voran. Viel ändert sich da auch bei „Månegarm“ nicht. Die Stücke sind anders als beim Vorgänger „Legions Of The North“ bis auf zwei Ausnahmen wieder in Landessprache verfasst.
Selbst hymnische Songs wie „Odin Owns Ye All“ (nein, kein EINHERJER-Cover) erhalten bei hier einen ordentlichen Metal-Anstrich, der vor allem durch mächtige Gitarren, Drums und harte Vocals zu Stande kommt.


„Blodörn“ eröffnet das Werk als eingängiger Midtempo-Song mit über acht Minuten Länge. Ein sehr gut gewählter Opener, der sanft in das neuste Schaffen von MANEGARM einleitet. In „Tagen Av Daga“ geht es weiter mit metallischer Kraft voran, wobei sich hier ein paar Folk-Melodien eingeschlichen haben.Mit „Blot“ und „Vigwerk – del II“ stehen zwei akustische Stücke direkt hintereinander, in letzterem wird die Lagerfeuer-Romantik sogar mit Frauen-Gesang „aufgehübscht“. „Bärsärkana från Svitjod“ weiß von allen Akustik-Songs am Besten zu gefallen, hier kommen schöne Melodien zum Einsatz, „Allfader“ bildet (zumindest bei der Promo-Version) ein akustisches Outro mit Frauen-Gesang. Wesentlich besser wissen da kraftvolle Songs wie „Call Of The Runes“ oder „Nattramn“ (nein, kein Cover von EREB ALTOR) zu gefallen. „Månljus“ und das BATHORY-Cover „Mother Earth Father Thunder“ stehen mir leider nicht zur Verfügung.


Wer Viking Metal beschriebener Machart mag kann mit „Månegarm“ nicht viel verkehrt machen. Belanglose Akustik-Füller werden hier gut vergolten, so hat das extrem eingängige „Odin Owns Ye All“ echt Potential eine neue Band-Hymne zu werden und auch „Call Of The Runes“ und „Nattramn“ haben echt Live-Potential.

 

 

Manegarm


Cover - Manegarm Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 10
Länge: 51:44 ()
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Time For Revolution

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HEADLESS CROWN heißen die „Newcomer“ aus dem Hause MASSACRE. Heavy Metal der klassischen Sorte soll hier geboten werden und das erste was auffällt ist das ziemlich schlichte Artwork, das mich ein wenig an „i“ von GIANT X erinnert und entgegen des Titels „Time For Revolution“ so gar nicht danach (Revolution!) aussieht.


Auch klanglich wissen HEADLESS CROWN recht wenig zu revolutionieren: „Time For Revolution“ bietet klassischen Heavy Metal mittlerer Güteklasse. Klar, dass die Schweizer deren Formation erst 2014 komplett war musikalisch noch nicht so stark wie JUDAS PRIEST oder ACCEPT sein können. Doch tatsächlich mangelt es den Musikern nicht an Können als vielmehr an guten und vor allem außergewöhnlichen Ideen um ihre Musik nach vorne zu bringen. So ist kein wirklich schlechter Song auf dem Album zu finden, HC tarnen sich fast eher in Durchschnittlichkeit. Irgendetwas fehlt hier. „Edge Of Sanity“ versucht sich mit prägnantem Refrain einzubrennen, was jedoch leider dezent danebengeht, während das ruhigere „Searching For My Soul“ mit etwas mehr Volumen im Klang recht nett werden könnte. Auch „Lonely Eagle“ liefert mit etwas mehr Details im Klangbild einige gute Ansätze, in „Be Seeing You“ gibt es ein schönes Zusammenspiel zwischen Gitarren und Schlagzeug, und auch die Vocals stechen hier hervor. „Evil Rising“ liefert Gang-Shouts und „evilen“ Gesang, bevor man dem Album mit „Man Or Machines“ einen ruhigeren Ausgang beschert.

Vielleicht hätte etwas mehr Zeit den Schweizern gutgetan? „Time For Revolution“ wirkt an vielen Stellen leider noch ziemlich unausgereift. Im Mittelteil „Searching For My Soul“ – „Lonely Eagle“ – „Be Seeing You“ wissen HEADLESS CROWN am Besten zu gefallen, beim nächsten Mal bitte mehr davon.

Time For Revolution


Cover - Time For Revolution Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 11
Länge: 53:24 ()
Label:
Vertrieb:
Band:

Headless Crown

KEINE BIO! www
Band:

Traitor

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