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Don’t Burn My Paradise

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Bei der Combo mit dem denkwürdigen Namen handelt es sich um eine zehn Mann starke Ska-Truppe aus dem schönen Luxemburg, die bisher vor allem Live in Erscheinung getreten sind. "Don’t Burn My Paradise" ist ihr zweiter Longplayer, auf dem sich der Haufen durch eine entspannte Mischung aus Ska, Jazz und Reggae bewegt und alles zu einem harmonischen Gesamtwerk verbindet. Das Grundthema der Platte ist entspannt, wer auf bratende Gitarren oder sowas wartet, wird von KUNN & THE MAGIC MUFFINS nicht bedient. Für einen chilligen Sonntagnachmittag oder als Untermalung eines Sommertages am See eignet sich die Scheibe dafür bestens - man kann ja nicht immer und überall Krach laufen lassen. So richtig sticht kein Song heraus, dafür gibt es auch keine Ausfälle zu verzeichnen und bewegt sich alles auf einem durchgehend hohen Qualitätsniveau. KUNN & THE MAGIC MUFFINS haben sich bemüht, den typischen Ska-Sound zu erweitern ("Fire On Babylon"), was ihnen gelungen ist und die Platte interessant macht. Kann man sich zu besagten Gegebenheiten durchaus anhören, um schön zu entspannend.

Don’t Burn My Paradise


Cover - Don’t Burn My Paradise Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 11
Länge: 42:5 ()
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Voice As A Weapon

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Der Sechser aus Österreich begann im Jahr 2003 als klassische Ska-Punk-Band. Zu meinem Leidwesen ist auf dem Debüt-Album aber nicht mehr viel davon zu hören. Vielmehr wird einem eine ziemlich eigenwillige Mischung aus Punkrock, Metal und Progressive Rock geboten, und zusätzlich gibt auch noch eine Trompete im Hintergrund ihren Senf dazu. Anfangs klingt das sogar noch ganz interessant, aber im Verlauf des Albums dominieren immer mehr grader Poppunk und Emo, was dann irgendwann langweilig wird. Hinzu kommt, dass die Musik regelmäßig an Druck verliert, wenn die Gitarren auf clean gestellt werden, und die Solo-Licks wirken stellenweise unsauber und leicht verstimmt. Auch der Einsatz der Trompete ist nicht immer passend und klingt manchmal allzu sehr nach Bläser-Chor. Unterm Strich ist diese Scheibe sicherlich nicht schlecht, und vor allem ist es ein mutiges Unterfangen, zu versuchen, diese verschiedenen Stil- und Soundrichtungen unter einen Hut zu bringen. So richtig ausgereift ist das aber noch nicht.

Voice As A Weapon


Cover - Voice As A Weapon Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 9
Länge: 32:40 ()
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Chef D´Oeuvre

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"A Reflection On The Status Of Art In An Age Of Cultural Decline": So lautet der Untertitel des zweiten Albums der Luxemburger. Klingt ganz schön intellektuell, und Songtitel wie "Zeitgeist Orchestra", "Alpha State Selector" oder "Titus Andronicus" untermauern diesen Eindruck noch. Tatsächlich geht es bei der Musik des Vierers auch ziemlich kopfig und experimentell zu. Progressive Parts wechseln sich mit noisigen ab, wobei der Gesang eher im Hintergrund steht, kaum echte Linien besitzt und in einigen Songs überhaupt nur sporadisch vorhanden ist. Dazwischen gibt es aber auch immer wieder fette Riffs zu hören und breit ausgespielte Harmonien. Alles in allem ergibt sich dadurch ein trotz des konstruierten Charakters der Musik durchaus faszinierender Sound, der stellenweise auch mal schön ballert und echte Ohrwurmmelodien bietet. Zum Teil fühlt man sich an eine Mischung aus TOOL und BLACKMAIL erinnert, mit dem Unterschied, dass der Sound dieser beiden Bands entscheidend von ihren charismatischen Sängern getragen wird, was INBORN jedoch völlig abgeht. Hervorzuheben ist aber noch die hervorragende Produktion. Besonders die stark im Vordergrund stehenden Gitarren kommen schön lärmig verwaschen oder eben hart und rockig rüber. Über die gesamte Länge des Albums fehlt es aber einfach an Abwechslung. Auf Dauer klingt alles sehr ähnlich, und irgendwann wünscht man sich ein bisschen Erholung von den unübersichtlichen Songstrukturen, den ungraden Rhythmen und dem monotonen Gesang.

Chef D´Oeuvre


Cover - Chef D´Oeuvre Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 9
Länge: 38:16 ()
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Sina

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Die im Rhein-Neckar-Raum beheimateten EVERBLAME legen mit "Sina" ihr zwischen Alternative Rock, Crossover und Metal-Anleihen liegendes Debüt vor. Das Trio spielt dabei meist recht gelungen mit der Genreüblichen Variationen von Tempo und Laut-Leise-Dynamik ohne neue Türen aufzustoßen. Gitarrist und Sänger Raphael Isenhuth, Bassist Florian Rohlf und Drummer Tobias Heidinger machen ansonsten auch sonst nichts groß verkehrt. Der Mix aus schnelleren ("Guatemala" rockt flott nach vorne oder dem Rock’n’Roller "French Quarter"), rhythmischen (wie der Opener "Next", das kurze, recht heftige "The Widow" und "The Junction Zone") und ruhigeren, emotionalen ("Somewhere Else" mit Creed-Feeling) Stücken passt schon. "Call Me Your Hell" erinnert dabei fatal an die ehemaligen Szenegröße von den H-Blockx. Das Ganze mit fettem Gitarrensound, guter Rhythmusfraktion und ordentlichem, aber manchesmal doch etwas Tiefe vermissenden Gesang. Aber ob das für EVERBLAME in der Menge ähnlich gelagerter vor allem aus Nordamerika kommenden Bands, ausreicht darf bezweifelt werden (bei Platzhirschen wie Godsmack, Saliva, Disturbed, Sevendust & Co. um nur mal die Zielgruppe zu nennen). Ein (zumindest lokaler) Achtungserfolg wäre dem Trio aber echt zu gönnen. Gut aufgemacht geht auch die Produktion des Debüts in Ordnung, aber mit gerade mal einer halben Stunde Spielzeit ist das Teil nicht gerade üppig ausgefallen. Denke das EVERBLAME wohl vor allem Live wirken und sich so ihre Fans erspielen müssen - alleine mit "Sina" wird es wohl nicht gehen.

Sina


Cover - Sina Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 9
Länge: 30:30 ()
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This Is Forevermore

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Im schicken Doppelpack wird das neue DEFDUMP-Album an den Mann gebracht und hat neben fünfzehn Songs auch viel Multimedia-Schnickschnack zu bieten. Auch musikalisch haben die vier Luxemburger ihre Songs ordentlich vollgestopft, die sich nicht einfach mit Postcore Marke NEUROSIS oder CULT OF LUNA beschreiben lassen, dazu finden sich zu viele Rockanleihen ("Lament Manifest"), Mathcore-Sprenkler und sogar Alternative-Töne (wie beim verstörend auf deutsch gesungenen "Mythen sollen Mythen bleiben"). Man sieht, DEFDUMP sind äußerst vielseitig veranlagt und packen in ihren Sound alles, was einigermaßen passend erscheint. Dabei vollbringen sie das Kunstück, die Songs nicht zu überfrachten (auch wenn sich manche Passage etwas streckt) und immer die Balance zwischen Postcore-Aggression und Ausflügen in andere Genres zu wahren. "This Is Forevermore" ist dadurch auch für gestandene Postcore-Jünger eine fordernde Platte, die viel Zeit braucht, um im Kopfkino zu zünden, sich dann aber gnadenlos festsetzt und sich als gelungenes Werk entpuppt.

This Is Forevermore


Cover - This Is Forevermore Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 15
Länge: 53:52 ()
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s/t (EP)

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WAXY nenen den gleichen Landstrich ihre Heimat, der KYUSS und Konsorten hervorgebracht hat - da liegt der Verdacht nahe, dass die Herren auf dieser EP auch musikalisch in die gleiche Kerbe hauen. Die ersten drei Tracks bestätigen die Vermutung und rocken fröhlich-flott vor sich hin, getragen vom sehr angenehmen Gesang und oft an QOTSA erinnernd. Im Prinzip sind die drei Songs ein großer, so wie das KYUSS schon mal gemacht haben. Warum die Splittung auf drei Teile ist mir schleierhaft. Track Nummer vier ist eine entspannte (aber nicht verkiffte) Ballade, in der besonders der Gesang voll zur Geltung kommt. Das abschließende "Paper Mache Love" ist dann so, wie man sich eine Dessert Session vorstellt: abgefahren, voller Ideen und defnitiv von Freunden Maria Juanas eingespielt. WAXY zeigen sich hierbei so experimentierfreudig und abgedreht, wie sie die ganze Zeit über hätten sein soll, damit die EP ein richtig großer Knaller wird. Waren sie aber nicht, so dass die Scheibe unter "ganz nett" einsortiert wird.

s/t (EP)


Cover - s/t (EP) Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 5
Länge: 17:36 ()
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Semiprecious Serenades

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Nach zwei Split-Releases, einer EP, diversen Sampler-Beiträgen sowie über 200 Konzerten stehen die Dresdener THE FLYING WINDMILL jetzt in den Startlöchern zum großen Sprung. Dass der Vierer mit seinem Debüt-Album viel reißen wird, wage ich aber zu bezweifeln. Nach einem langatmigen Intro wird zwar munter drauflos gerockt, aber allzu viel hängen bleibt nicht. Da wird viel auf den Gitarren rumgefiedelt und viel in Chören gesungen und sehr viel gut gelaunte Langweile verbreitet. Und alles klingt ein wenig selbst gemacht und gewollt und nicht so richtig gekonnt. Auch Sänger/Gitarrist Corny Henker kommt mit seiner etwas zu dünnen Stimme und nicht immer ganz lupenreinen Intonation nicht übers Mittelmaß hinaus. Unterm Strich bleibt leider nicht viel mehr als ein lascher Aufguss von Gute-Laune-Poppunk amerikanischer Machart, den viele Bands sehr viel besser machen.

Semiprecious Serenades


Cover - Semiprecious Serenades Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 13
Länge: 51:47 ()
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This Isn' Here

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Prädikat "Irrläufer": Der Kanadier, Singer und Songwriter David Celia bewarb sein zweites Album just mit einer ausgedehnten Deutschland-Tour. Die Mischung aus handgemachter Popmusik, Folk und Country bewegt findet sicherlich Freunde, zumal sie prima und professionell gemacht ist. Aber es nervt so vieles: Irgendwie tut die Musik kein Stück weh, taugt eher als Hintergrundmusik denn als Erzeugnis zum Hinhören. Dann biedert sich der Kollege doch sehr an seine südlichen nachbarn an, vor allem der Opener "Evidently True" stinkt geradezu nach Square-Dance-Dorf-Kirmes, denn er nach ambitioniertem Liedermachen klingt. Zudem nervt die dauerbesorgte Stimme, und manch Song klingt wie der Soundtrack zum NDR-Pausenbild mit dem Ballon. Da hilft es auch nix, dass Herr C. viele dolle Musiker an den Start gebracht hat, viele Instrumente nutzen lässt (Maultrommel, Orgel, Banjo, Mandoline, um nur ein paar zu nennen) und echt witziges Artwork verwendet. Viel zu gleichförmig folgen die Songs einander, keiner bleibt kleben, keiner lässt aufhorchen. Wer auf Liedermacher steht, wer Bob Dylan, Simon & Garfunkel, David Dundas oder ähnliche Koryphäen nicht verschmäht, der kann ruhig mal reinhören.

This Isn' Here


Cover - This Isn' Here Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 12
Länge: 37:35 ()
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Angel King

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DUSTER 69 sind eine der veröffentlichungsfreudigsten deutschen Bands, die ich kenne - seit 1999 haben die Typen jedes Jahr Splits, EPs und Alben veröffentlicht, von Samplerbeiträgen ganz zu schweigen. "Angel King" ist ihr viertes Album, auf dem sie sich weniger KYUSS-beeinflusst als noch auf "Ride The Silver Horses" zeigen. Stattdessen ist der Sound etwas massenkompatibler geworden und nicht mehr so basslastig ("Nighttrain"), was allerdings auch der generell höhenlastigeren Produktion geschuldet sein kann. Leider haben DUSTER 69 bei aller Liebe zum straighten Rocken es nicht geschafft, richtig fesselnde Songs zu schreiben, die im Ohr des Hörers bleiben. Also kein "Green Machine" hier. Um Abwechslung bemühen sich die Jungs schon, wie das schleppende "Disappear" zeigt, aber so recht will "Angel King" nicht zünden.

Angel King


Cover - Angel King Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 11
Länge: 39:19 ()
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The Sunrise Chruch of God (EP)

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FUMARK!LLA sind eine hessische Newcomerformation die sich dem düsteren Heavy Rock verschrieben hat. Mir fallen hier gleich die V8 WANKERS dazu ein, wenn auch FUMARK!LLA bei weitem nicht so mitreißend und hart sind. Nun dem Eingangs erwähnen eigenen Anspruch kann man schon einigermaßen zustimmen - für mich ist "The Sunrise Chruch of God" es ansonsten stilistisch eine Melange aus recht ungeschliffenen 80´er Jahre (US) Rotzrock, ein wenig doomelt es auch hier und da noch dazwischen ("Fountains of Blood") und einen gewissen Groove hat die mit allerlei dreckigen Riffs garnierte EP ebenfalls auch noch zu bieten. Der Sound kommt schon recht roh aus den Boxen, die Produktion ist sehr trocken geraten aber irgendwie nur mittelprächtig, da die Drums einen Tick einfach zu weit nach vorne gemischt wurden und vor alle diese helle Snare total während der gesamten 6 Tracks nervt. Der etwas rauh-versiffte dunkle Gesang paßt zwar irgendwie schon zu dieser bierseeligen Geschichte aber mein Fall ist der Junge trotzdem eher nicht, dafür bietet er viel zu wenig Ausdruck und Volumen. Wer auf solche Sachen wie MOTÖRHEAD (stimmungsmäßig) oder auch BLACK LABEL SOCIETY (Machart der Songs), wobei Zakk Wylde natürlich um Längen besser singt als Lemmy, abfährt sollte hier aber schon gutes neues Futter für die Lauscherchen finden. Fürch mich ist diese ganze Schose in nüchternem Zustand und dann über die gesamte Spielzeit dieser sechs Songs gerade noch erträglich, obwohl das Songwriting vielfach recht einfach gestrickt sowie etwas zu stereotyp geraten ist und es doch irgendwie an Abwechslung fehlt. Die Darmstädter sind bereits seit 2003 zusammen und die hier vorliegende erste EP bietet musikalisch nun wahrlich keine technische Finessen - die Jungs klingen aber irgendwie erdig mit gefälligen Melodien und versprühen schon eine gewissen Underdogcharme, da sie sich wohl selbst nicht ganz so ernst nehmen. Meine Favoriten sind neben dem treibenden "Oh Yeah" noch die etwas balladesk gehaltene Schlussnummer "Lakewood". Wie gesagt, mein Geschmack sind die Jungs zwar zweifelsrei nicht (allein aber der geile Albumtitel verdient sich schon einen Originalitätspreis) trotzdem wird die breite Fanbasis der Bikerfront sowie alle sonstigen Rotzrockfanatiker wie u.a. mein Kollege Hardy ganz sicher großen Gefallen an dem hier Gebotenen finden. Wer dann also noch 5 Steine übrig hat wird direkt über die Website der irgendwie sympathisch rüberkommenden "Bembeljünger" oder neuerdings über das Finest Noise Label fündig werden.

The Sunrise Chruch of God (EP)


Cover - The Sunrise Chruch of God (EP) Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 6
Länge: 23:45 ()
Label:
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