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Locked And Loaded

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Mit „Locked and Loaded“ steht jetzt bereits das zweite Album der siebenköpfigen Formation aus der Steiermark in den Läden. Was die Jungs hier abliefern, ist eine abwechslungsreiche Mischung aus authentischem 2-tone-Ska, Punkrock und Rock, der einen oft an Bands wie die MIGHTY MIGHTY BOSSTONES oder die MAD CADDIES denken lässst. So wirklich originell ist das alles zwar nicht, und das meiste hat man so schon oft irgendwo anders gehört. Dazu klingen die Lead-Vocals etwas dünn, sind gleichzeitig aber auch – zumindest für meinen Geschmack – zu sehr in den Vordergrund gemischt worden. Andererseits geht die Musik aber durchgehend ordentlich nach vorne, sind sämtliche Instrumente exzellent gespielt und werden einem am laufenden Meter gute Songs mit schönen Ohrwurm-Hooks geboten. Daher macht es einfach großen Spaß, den Jungs zuzuhören, und unweigerlich zappelt man irgendwie immer im Takt bzw. Off-Beat mit. Darüber hinaus dürften THE STOUT besonders live ein Garant für geniale Partys sein!

Locked And Loaded


Cover - Locked And Loaded Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 9
Länge: 27:38 ()
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Mandria

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Die guten, alten Zeiten lieber derzeit wieder auf. Staubiger Stoner Rock scheint den meisten Bands zu dröge, sie erweitern ihren Wüstenfahrt um ein paar chemische Elemente und – schwupps – schon sind sie in den schrillen Siebzigern. Prompt wabern LSD-geschwängerte Progressivtrips zwischen rustikalen Stoner-Parts umher. Bei „Infrarosse Pt. I Eterna“ scheint sich Sänger Filippo bei einem Drogenexzess auf eine blumige Wiese gelegt zu haben, von wo aus er uns bei Akustikklampfe und mit Helium-Stimme die Welt erklärt. Taugt aber andererseits auch als NDR-Pausenmusik - ihr wisst schon, da, wo der Ballon vorbeifährt und unten lustige Comicfiguren herumspringen. Doch die Welt sieht eben nicht immer so schön aus und so garniert eben jener Filippo die „normaleren“ Stoner-Songs mit einer ungewollt leierigen Stimme, die auch die zugegeben originell klingenden, italienischen Vocals nicht retten. Es bleibt also ein Leierkasten mit Zappa-, Stooges-, Hendrix-inspiriertem, experimentellen Stoner Rock. Funktioniert vielleicht auf einer 70er-Party oder am Strand von Sardinien beim Dunajam-Festival. Aber, wie gesagt, derzeit ist derartiges Aufwärmen ja sehr erwünscht, was an der -mir unverständlichen, aber allgegenwärtigen - Begeisterung für Bands wie Devil’s Blood abzulesen ist. Sei’s drum, wer die mag, muss hier jedenfalls auch reinhören.

Mandria


Cover - Mandria Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 11
Länge: 46:19 ()
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Fades

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MISS MARPLE überraschen, das muss man ihnen lassen. Wohl kaum jemand dürfte beim Anblick des in Pastellfarben gehaltenen Artworks (Totenschädel auf der Rückseite hin oder her) sofort auf den Gedanken kommen, dass einem gleich mit den ersten zwei Songs "Creation Of Doom" (okay, der Titel könnte ein Hinweis sein) und "Liquidation" zwei stark mit New Metal- kokettierende Bretter um die Ohren gehauen werden. Aber MISS MARPLE beschränken sich nicht ausschließlich auf härtere Gangarten. So geht es beispielsweise bei dem leider irgendwie ein wenig schepp klingendem "Reason" im Vergleich zu den eben genannten Songs größtenteils etwas ruhiger zur Sache, auch wenn zwischenzeitlich ein deutlich härterer Zwischenteil das vermeintliche Idyll bricht. Überhaupt demonstrieren MISS MARPLE eine recht große Bandbreite auf ihrem Debutalbum. Meint man nach den ersten zwei, drei Songs die Band halbwegs einschätzen zu können, bekommt man plötzlich mit "Trip" etwas vorgesetzt, das über große Teile hinweg auch genauso gut von den RED HOT CHILI PEPPERS stammen könnte. "Friend" ist eine melodiöse Ballade, beim sich anschließenden "One 2 three" hingegen werden die Verstärker bis zum Anschlag aufgedreht und es geht plötzlich derart hart zur Sache, dass man sich fragt, ob man vielleicht ohne es zu bemerken auf einer Metalcore-Scheibe gelandet ist. Wer also Abwechslung sucht, ist hier goldrichtig, zur homogenen Hintergrundmusik taugt "Fades" definitiv nicht.

Fades


Cover - Fades Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 13
Länge: 48:31 ()
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Out Of The Dark

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Aus dem italienischen Underground kommen LATO und haben mit Metal nun so gar nichts am Hut, sondern lehnen sich mit ihrem angerockten Indie Pop musikalisch eher an Bands wie RADIOHEAD, THE VERVE, usw. an – lassen dabei aber richtig zwingende Kompositionen oder die großen Aha-Effekte vermissen. Die eigenständige Note kommt durch ständig präsente Elektro- und Pychedelic-Elemente zustande, welche „Out Of The Dark“ eine gewisse melancholische Note verleihen. Gesanglich kommen die ausnahmslos englischen Lyrics zwar ohne zu erkennbaren Akzent daher – aber stimmlich wirken dann die leicht blechern und gehauchten Vocals doch etwas eindimensional. Zum alternativ tanzbaren Opener „Space And Time“ hat es sogar ein Video im Net und mit „Splendid Isolation“ gibt es einen richtig guten Reinhörer im zweiten Teil des Albums. Mit „Half Empty/Full“ hat sich dann noch schwermütiges – und wohl der beste Song des Albums – am Schlusspunkt eingefunden. LATO präsentieren einiges an guten Ansätzen – das könnte mit einer gewissen Beharrlichkeit was werden.

Out Of The Dark


Cover - Out Of The Dark Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 9
Länge: 38:24 ()
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Neon Nights

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DEFCON als All-Star Band zu promoten ist schon etwas dreist, gerade außerhalb Österreichs. Die 2006er-EP „Fuel The Fire“ war zudem nicht der große Wurf, den eine Sternetruppe zustanden bringen müsste, „Neon Nights“ ist nun der zweite Versuch, diesmal in Langspieler-Form. Der startet ganz passabel, die ersten drei Songs sind catchy und halten die Balance zwischen Härte und Emo-Appeal. Stellt sich zwar die Frage, warum DEFCON mit zwei Sängern agieren, da die Unterschiede nicht so groß sind, aber es schadet dem Sound auch nicht. Mit zunehmender Dauer flacht die Spannungskurve aber stark ab, „Neon Nights“ hat da mit einigen Füllern zu kämpfen, mit denen DEFCON im hart umkämpften Genre kein Land sehen werden. Die Konkurrenz Marke FIRE IN THE ATTIC oder PANIC! AT THE DISCO hat da mehr hochwertiges Material zu bieten, da reicht es für DEFCON mit dieser immerhin gut produzierten Scheibe nur zu einem Platz im Mittelfeld.

Neon Nights


Cover - Neon Nights Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 11
Länge: 33:54 ()
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Free

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Bei jemandem, der ,wie ELIJAH, bereits vor ersten Veröffentlichung mit diversen Lorbeeren in Form von Preisauszeichnungen wie dem Mozartino-Musikpreis geehrt wurde, hängt die Erwartungsmesslatte zwangsläufig nicht ganz niedrig. Nun erscheint mit "Free" die erste EP des Singer/Songwriter- Talents. Drei Songs umfasst das Werk, und die können sich erfreulicherweise allesamt hören lassen. Der herausragende Titeltrack "Free" hat eine wunderschöne Melodie, nach der sich wahrscheinlich auch JAMES BLUNT die Finger lecken würde und die im Refrain an den herrlichen Melodiebogen von TAKE THATs "Patience" erinnert. "Catch Me" legt ein etwas flotteres Tempo an den Tag und kommt weniger sehnsüchtig daher, und "What I Feel" klingt ein bisschen wie ein Midtempo-Rocksong im Singer-Songwriter-Gewand. Von ELIJAH dürfte man in Zukunft sicher noch mehr hören.

Free


Cover - Free Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 3
Länge: 10:38 ()
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Where The Stars Scream Out Your Name

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JEREMIHA aus Schweden kommen einen schon nach den ersten Tönen bekannt vor – allerdings weniger aus klassischer Rocksicht, sondern mehr aus dem Mainstreamradio der Achtziger. Denn bereits der erste Song („Camellia“) ihres zweiten Albums „Where The Stars Scream Out Your Name” liegt irgendwo zwischen A-HA und ULTRAFOX – und ist noch einer der wenigen Songs, welcher annähernd was mit dem zu tun hat was man landläufig als Rockmusik betrachtet. JEREMIHA geben nämlich von Synthesizern geprägten Achtziger Pop von sich. Damit soll nicht gesagt werden, dass „Where The Stars Scream Out Your Name” ein schlechtes Album ist – nur die Zielrichtung sollte dem Leser dieser Seite eindeutig genannt sein. Im weiteren Verlauf bleibt es dann auch weichgespült und auf kommerziell getrimmt - Erfolg nicht ausgeschlossen. Gut produziert, eingängig, mit einschmeichelnden, durchaus respektablen Gesang und positiver Grundstimmung versehen, aber auch irgendwie kalkuliert klingen die 10 Songs. Bands wie CAMOUFLAGE und ERASURE kommen einen noch in den Sinn. Das JEREMIHA bei allem Bemühen nur bedingt originell klingen bzw. vieles einem bekannt vorkommt (zum Beispiel das gelungene „Guiding Light“ und die eher auf zu sicher gemachte tanzbare Single „Ordinary Love“), muss aber nicht unbedingt erfolgshemmend sein. Und so sollten JEREMIHA wohl die Szeneliebhaber genannter Acts begeistern – oder den einen oder anderen öffentlich-rechtlichen Radiosender.

Where The Stars Scream Out Your Name


Cover - Where The Stars Scream Out Your Name Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 10
Länge: 41:21 ()
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We Comin' Around

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Immer wieder interessant, was für CDs gelegentlich in der Redaktion eines Metal-Magazins landen. Bei den deutschen MIGHTY VIBEZ handelt es sich beispielsweise um eine fast lupenreine Reggae-Band. Aber umso besser für mich, denn rein zufällig kann ich Reggae durchaus etwas abgewinnen. Wer allerdings mit Acts wie Gentleman oder SEEED nichts anfangen kann, braucht wohl gar nicht weiterzulesen. Der Sound des zweiten Albums der zehnköpfigen Formation erinnert vor allem an ersteren, sprich: Es gibt viel chilligen bis tanzbaren Roots-Reggae zu hören. Dies wird angereichert mit Ska-Bläsersätzen und Rap, und zwischendurch geht es auch mal in Richtung Soul, Latin oder gar Balkan-Beats. Gesungen wird größtenteils in Englisch, teilweise aber auch in Deutsch. Für meinen Geschmack ist zwar die Produktion etwas zu clean und zu glatt geraten, und die Bläsersätze sind dermaßen perfekt und auf den Punkt gespielt, dass sie fast schon synthetisch klingen. Insgeamt fällt beides aber kaum uns Gewicht, denn was die acht Jungs und zwei Mädels definitiv besitzen, ist ein unwiderstehlicher Flow. Daher groovt und rollt das Album von vorne bis hinten durch und verbreitet gnadenlos gute Laune. Wie schon oben erwähnt: Für den eingefleischten Metaller, Rocker oder Punkrocker ist das sicher nichts, aber wer auch mal gerne über den musikalischen Tellerrand schaut, sollte sich die Scheibe unbedingt mal zu Gemüte führen. Ich für meinen Teil lege die CD jedes Mal in den Player, wenn noch mal ein paar Sonnenstrahlen am Himmel auftauchen und chille mit MIGHTY VIBEZ im Spätsommer.

We Comin' Around


Cover - We Comin' Around Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 13
Länge: 56:53 ()
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Hidjama (EP)

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EXINFERIS haben ihre neue EP im Rape Of Harmonies (HEAVEN SHALL BURN, MAROON) aufnehmen lassen, gehen produktionstechnisch also schonmal in die Vollen. Der Sound ist erwartungsgemäß gut – und auch bei den Songs kann die EP überzeugen. Die Gitarrenarbeit bei „Seven Days, Six Kills“ kann Akzente setzen und bietet einen guten Kontrast zum aggressiven schnellen Gesang, während sie sich beim folgenden „Tail-Devourers“ wieder ganz auf die Geschwindigkeit konzentriert und dabei fein nach Schweden schaut. Derweil gibt der Mann am Mikro alles und das richtig gut, gerade in den experimentelleren Abschnitten, wenn er sich vom gehobenen Genre-Standard absetzt kann er eine eigene Duftmarke hinterlassen. EXINFERIS erfinden natürlich das Rad nicht neu, haben aber in den sechs Songs genügend gute Ideen verwurstet (und sind erstklassige Musiker), um sich vom Genre-Durchschnitt abzuheben und Metalcore-Fans eine echte Alternative zur x-ten gehypten US-Band zu bieten. Durch die Reduzierung auf eine EP wirkt das Endergebnis kompakter als noch "Defunctus In Heresi" und kann deswegen umso mehr überzeugen.

Hidjama (EP)


Cover - Hidjama (EP) Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 6
Länge: 27:41 ()
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Under The Thunder

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Es gibt Kollegen bei METAL-INSIDE.DE, die kriegen Krätze und nervöse Zuckungen, wenn ihnen Scheiben italienischer Bands ins Hause flattern. Dabei kommen aus dem stiefeligen Land einige gute Combos, allerdings kann das Suchen nach der Nadel im Heuhauen ermüdend sein. Oder suchen die Kollegen vielleicht im falschen Heuhaufen? OJM fallen in die Kategorie „italienisch, aber gut“ und können mit „Under The Thunder“ auf ein feines, rockendes Album blicken, dass in der Schnittmenge von KYUSS, alten FU MANCHU und den ganzen 70er-Ikonen steht. An den Reglern saß mit MC5-Basser Michael Davis der passende Mann und hat den Italiern einen erdigen, druckvollen Sound verpasst. Mal ausladend-sphärisch („Starshine“), mal kräftig arschtretend („Sixties“) verstehen es OJM, die elf Songs spannend und abwechslungsreich zu gestalten, Langeweile kommt beim Hören zu keiner Zeit auf – so der Hörer willens ist, sich auf die stellenweise langen Instrumentalpassagen einzulassen, die in bester Wüstenrockmanier vor sich hin-mäandern. Wer das kann, der wird mit einem guten Rockalbum belohnt. Und den Heißhunger nach dem Kiffen mit Pizza stillen, wenn „Under The Thunder“ die Runde im Player macht.

Under The Thunder


Cover - Under The Thunder Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 11
Länge: 49:28 ()
Label:
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