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Revolution

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Nach den SMALL JACKETS tritt mit LOSFUOCOS jetzt eine weitere italienische Band den Beweis an, dass im Lande der Pasta und Pizza auch weitab von Bombast und Kitsch dreckig und schnörkellos gerockt werden kann. So geschehen auf dem ersten Album des Trios, das 11 Tracks lang straighten Garagen-Rock bietet, der sich zum einen an MC5 und KISS orientiert, vor allem aber auch an Schweden-Rockbands wie den HELLACOPTERS. Sicher, der Sound könnte teils noch etwas mehr Wumms vertragen und die Songs ein bisschen mehr Eigenständigkeit. Trotzdem rocken die drei Jungs mit so viel Energie und spielerischem Können ihre Songs vom Leder, dass die Scheibe von Anfang bis Ende Spaß macht.Dazu gibt’s auch noch ein „Day Tripper“-Cover, das sicher nicht an die Hendrix-Version herankommt (wie auch?), ansonsten aber großartig nach vorne geht. Daumen hoch!

Revolution


Cover - Revolution Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 11
Länge: 39:19 ()
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Walking The Boogie

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Authentischer Garagen-Rock muss nicht immer aus Schweden kommen. Auch die sonst oft kitsch-verliebten Italiener haben hier etwas zu bieten, was die SMALL JACKETS mit ihrem zweiten Album „Walking The Boogie“ unter Beweis stellen. Musikalisch irgendwo zwischen AC/DC, KISS den STONES und den BLACK CROWES rocken sie sich straight und dreckig durch die Scheibe und lassen zwischendurch auch mal funkig-soulige Klänge einfließen. Insgesamt erinnert der Sound vor allem an die späten HELLACOPTERS, und nicht ohne Grund haben deren Nicke und Robert hier Gitarrensoli beigesteuert. Zwar gibt es auf dem Album auch immer wieder Songs, denen es etwas an Intensität fehlt. Unterm Strich wird hier aber mit so viel Spielfreude abgerockt, dass das kaum ins Gewicht fällt. Dazu bietet der Vierer hervorragendes Songwriting und genügend stilistische Vielfallt, dass einem nie langweilig wird. Wer auf erdig groovenden 70s Rock steht, dürfte an „Walking The Boogie“ seine helle Freude haben.

Walking The Boogie


Cover - Walking The Boogie Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 10
Länge: 52:35 ()
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Spitzbart

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Wer ruhigen Instrumental-Rock mag, darf sich auf ein neues Schmankerl freuen: hier kommen Spitzbart. Kopf des Instrumental-Trios bestehend aus Gitarre, Bass und Schlagzeug ist Björn Müller, der nebenbei auch als Dozent an der Offenbacher New Music Academy tätig ist und auch schon eine DVD über Improvisationskonzepte an der Gitarre veröffentlichte. Dass der Mann sein Instrument beherrscht, steht also außer Frage und muss entsprechend nicht weiter erwähnt werden. Häufig tendieren ja nun sich auf technisch gehobenem Niveau bewegenden Instrumental-Artisten unglücklicherweise dazu, sich auf Kosten der Hörbarkeit in zwar bewundernswerter, aber leider mitunter nur schwer anhörbarer Fingerakrobatik zu ergehen- auch diesen Vorwurf kann man SPITZBART nicht machen. Was die Herren da fabrizieren kommt im Gegenteil größtenteils sehr entspannt daher ohne sich aufzudrängen. "Pisa" wirkt zum Teil etwas funky, "Ein Spionagehai tanzt Polka" (der Gerechtigkeit halber soll hier auch auf die mitunter herrlich schrägen Songtitel hingewiesen werden, so der eben genannten und das sogenannte "Schweben Im Zustand Des Schümli") beginnt dank zusätzlicher untergelegter Gitarre einen ganz kleinen Tick mehr heavy. "Spitzbart On Speed" macht seinem Namen zunächst durchaus Ehre, wird dann jedoch auch wieder ruhiger. Wer also keinen Gesang braucht, kann hier getrost mal zugreifen.

Spitzbart


Cover - Spitzbart Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 8
Länge: 32:28 ()
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Pretty Brutal

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Irgendwann in grauer Vorzeit waren einige der YUPPIE-CLUB-Mitglieder schon mal in einer Band aktiv, aber die löste sich nach dem Tod eines Musikers auf. Jetzt sind sie wieder aktiv, unter neuem Namen halt. Cover von MINOR THREAT, YOUTH OF TODAY, NAPALM DEATH und DEFECATION zeigen die unterschiedlichen Wurzeln der beteiligten Musiker deutlich, werden aber soweit durch den Grinder gedreht, dass sie wie vier oldschoolige Grind-Nummern klingen. Als Oldschool bezeichnet der Waschzettel den Band-Stil, vergisst dabei nur ein Grind hinzuzufügen. Leider ziemlich langweiliger Grind, aber das das nicht von der Promo-Firma geschrieben wird, ist ja klar. Zwar sind die Songs gut produziert, aber können sich kaum voneinander unterscheiden und bekommen durch den eintönigen Shouter den letzten Rest Individualität ausgetrieben. Nee, das ist gar nix, da gibt es tausend bessere Bands.

Pretty Brutal


Cover - Pretty Brutal Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 15
Länge: 25:59 ()
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Tragedy Of Empty Homes (EP)

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Im Fahrwasser von PARKWAY DRIVE und AS I LAY DYING bewegen sich DROWNED IN DREAMS, die mit „Tragedy Of Empty Homes“ ihre erste EP vorzuweisen haben. Die fünf sehr gut produzierten Songs bieten zwar nichts überraschend Neues, aber dafür gut gemachten Metalcore, bei dem der Metal gegen den Core gewinnt. Die Songs sind treibend, gehen gut ins Ohr und hinterlassen einen guten Eindruck, was vor allem Shouter Gerdi anzurechnen ist, der eine kraftvolle, markante Stimme hat. Nur bei den cleanen Parts mutet er sich zu viel zu, aber für eine erste EP geht das in Ordnung, wenn die aggressiven Stimmlagen so gelungen sind wie in diesem Fall. „Tragedy Of Empty Homes“ ist zwar kein Meilenstein des Genres, was niemand von einem Debütwerk erwartet, aber eine runde Sache, mit der sich DROWNED IN DREAMS im deutschen Underground einen guten Namen machen werden.

Tragedy Of Empty Homes (EP)


Cover - Tragedy Of Empty Homes (EP) Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 5
Länge: 19:55 ()
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This Is The Sinking

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Aus dem kleinen Luxemburg stammen VERSUS YOU, die mit "This Is The Sinking" nun ihr zweites Baby der Öffentlichkeit präsentieren. Etwas verwundern dürfte zunächst vielleicht die dekorativ in den Bandschriftzug eingebaute Rasierklinge, denn einen Teil des Albums über klingen VERSUS YOU zunächst einmal eigentlich weder düster noch irgendwie bedrohlich. Im Gegenteil, die erste Hälfte von "This Is The Sinking" ist sogar vergleichsweise ruhig gehalten, der Opener "Comme Ci Comme Ca" bewegt sich im Midtempo-Bereich, das sich daran anschließende "Wrote You A Letter", mit hübschem mehrstimmigem Gesang versehen, schaltet dagegen schon einen Gang zurück. "Loyalty" gibt mit E-Gitarren, deren Klang dann plötzlich doch ganz gut zu der bereits erwähnten Rasierklinge passt, noch einmal Gas, bevor VERSUS YOU dem Hörer dann gewissermaßen eine entspanntere Hörpause zukommen lassen. Das ruhige "I Believe You Believe It´s True" weist dabei ein gewisses Lagerfeuer-Flair auf. Ab "Train" haben die Herren dann aber doch erst einmal genug von ruhigeren Gangarten und drehen die E-Gitarren auf, auf der Mehrzahl der folgenden Songs wird in Alternative-Manier gerockt, mal lassen sich mehr Grunge-, mal mehr Punk-Einflüsse ausmachen. Wirkt gelegentlich etwas eintönig, das Ganze, im Großen und Ganzen aber durchaus solide Arbeit.

This Is The Sinking


Cover - This Is The Sinking Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 13
Länge: 44:4 ()
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Booda (EP)

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Mit der selbstbetitelten EP legt die deutsche Band BOODA ihr Erstlingswerk vor. Aufregend im Sinne von überraschend ist es nicht geworden, dafür aber ausgesprochen angenehm entspannt und somit gewissermaßen wie geschaffen für einen verregneten Sonntagmorgen nach einem anstrengenden Abend. "Call To Renewal" schlägt im Vergleich noch die flotteste Gangart an, sonst mischt sich zum Teil eine ein wenig bluesige Stimmung unter die Songs, wie zum Beispiel bei "I Got Soul". "Maybe It´s You" kommt etwas leichtfüßiger daher, wirkt aber nach wie vor sehr relaxed, bei "You And I" überwiegt wieder der melancholische Eindruck. Alles in allem gut geeignet zum gemütlich zuhause Herumsumpfen.

Booda (EP)


Cover - Booda (EP) Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 5
Länge: 20:32 ()
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Immortal

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RED BUTTON ist ein junges Quartett aus der Nähe von Regensburg, das jetzt mit seiner Debüt-EP den Einstieg ins Musikgeschäft versucht. So richtig vom Hocker reißt einen „Immortal“ aber nicht. Zu mainstreamig klingt der pop-punkige Alternative Rock, und die fünf Songs sind zwar alle nett anzuhören, so richtig hängen bleibt aber nichts davon. Noch dazu ist zwar alles gut gespielt, die Produktion aber extrem clean und klinisch ausgefallen – dreckige Elemente fehlen komplett. Was ebenfalls nicht ganz aufgeht, ist der Gesang von Sängerin/Gitarristin Jule. Eines muss man ihr zwar lassen: Sie hat eine umwerfend gute Stimme! Aber sie ist in gewisser Weise zu gut. Sprich: Sie klingt nach Gesangsausbildung, aber nicht nach Rock. Um wirklich was zu reißen, fehlt der Band noch eine ordentliche Portion Dreck, Originalität und Eigenständigkeit.

Immortal


Cover - Immortal Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 5
Länge: 12:26 ()
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Scars & Souvenirs

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TENDER SOUVENIRS stammen aus Stockholm, dessen Musikszene gemeinhin mit Death Metal oder Rotzrock in Verbindung gebracht wird. Weniger mit ruhiger, sphärischer Musik, wie sie auf „Scars & Souvenirs“ zu hören ist. Irgendwo zwischen THRICE, GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR und COLDPLAY wabert die Musik durch den Raum. Tut keinem weh, hat sogar eine massenkompatiblem Charme und ist der Soundtrack für verkiffte Nächte oder Sex. Sänger Martin singt klar mit viel Hall auf der Stimme und bemüht hin und wieder seine Trompete, um für etwas Exotik zu sorgen, was erstaunlich nahtlos in die Songs passt. Ebenso die elektronischen Spielereien, die gleichberechtigt neben den klassischen Instrumenten stehen. Die sieben Songs gehen ebenso nahtlos ineinander über und lassen die gute Stunde wie ein langes Stück Musik erscheinen. So muss ein guter Soundtrack für die ruhigen Moment des Lebens sein.

Scars & Souvenirs


Cover - Scars & Souvenirs Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 7
Länge: 58:28 ()
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Guitars Of Doom

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FREEZEEBEE. Versuchen wir einmal, uns ein Wesen mit diesem Namen vorzustellen. Vermutlich entsteht vor dem geistigen Auge nun das Bild eines possierlichen, irgendwie hektischen Tierchens, mit gewisser Wahrscheinlichkeit von eher nervigem Naturell. Übertragen wir nun unser Bild auf die gleichnamige Band. Possierlich sind FREEZEEBEE ganz gewiss nicht und auch der Begriff "hektisch" ist eher unzutreffend. Ein wenig nervig trifft dagegen mitunter leider schon eher zu. "Guitars Of Doom" zeichnet sich vornehmlich durch die im Titel zitierten dröhnenden und durchgängig sehr tiefen Gitarren aus, was kurzzeitig eine nette Idee ist, auf Dauer aber irgendwie einfach langweilt, weil sich die Abwechslung doch eher in Grenzen hält. Der Titeltrack und Opener wirkt ein wenig wie der nicht wirklich schöne Versuch einer Doom-Metal-Parodie, mit dem anschließenden "Pills And Vitamins" geht es dann etwas aufwärts in Heavy Rock- Bereiche, in denen sich auch der weitaus größte Teil des Albums bewegt. Schlecht gemacht ist das Ganze nicht, sogar mehrstimmigen Gesang können die Herren aus Frankfurt am Main vorweisen, bloß mit der Abwechslung hapert es wie gesagt doch etwas arg. Ein absoluter Kassenschlager wird "FREEZEEBEE And The Guitars Of Doom" also wohl nicht unbedingt werden, aber wer auf fetten Heavy Rock mit dröhnenden Gitarren steht, kann ja mal reinhören.

Guitars Of Doom


Cover - Guitars Of Doom Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 15
Länge: 65:0 ()
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