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Deaf And Blind But With A Smile

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Nach einer EP von Anfang 2007 haben THE DOPE aus dem niederbayerischen Landshut jetzt ihren ersten Longplayer am Start – aber immer noch keinen Bassisten. Davon abgesehen könnte ihre Musik eigentlich durchaus in Ordnung gehen. Der melodische Indie-Rock kommt mal treibend, mal schleppend und mal auch melancholisch daher und geht durchgehend gut ins Ohr. Die Drums von Franz Neugebauer grooven trocken, und der Gesang von Sänger/Gitarrist Rudi Maier kann sich größtenteils ebenfalls hören lassen – bis auf einige Stellen, an denen er in keifige Höhen empor steigt, da wird es dann nervig. Aber: An allen Ecken und Ende fehlt ein Bass. Das Ganze klingt so leer, dass man irgendwann gar keine Lust mehr hat zuzuhören, denn man hat das Gefühl, dass die Scheibe noch gar nicht fertig ist. Nette Songs reichen eben nicht aus, auch der Gesamtsound muss stimmen, und das tut er auf diesem Album leider nicht.

Deaf And Blind But With A Smile


Cover - Deaf And Blind But With A Smile Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 10
Länge: 39:22 ()
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Gaslicker

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Eingeläutet wird GASLICKERs 4-Track-EP von einem charmanten Geräusch, das klingt, als würde jemand lautstark irgendwo in die Ecke rotzen (was wahrscheinlich auch der Fall sein dürfte). Nun gut, wer´s braucht. Hat man diesen Einstieg hinter sich gebracht , geht es weiter mit einer Mischung aus Alternative und Rock ´n´Roll- Attitude. "What Will Be" klingt in dieser Hinsicht ein bisschen nach Roadmovie- Soundtrack und beschwört in Kombination mit dem Cover-Artwork Bilder alter amerikanischer Straßenkreuzer herauf. Auf "Kingpin" setzt sich diese Tendenz fort, "She´s Got It" kommt recht ungeschliffen und rau daher. "Red Moonlight" groovt wieder mehr und klingt ein wenig nach Südstaaten-Rock-Flair. Wer heftigen Rock ´n ´Roll mag, kann sich die Jungs ruhig mal anhören.

Gaslicker


Cover - Gaslicker Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 4
Länge: 15:5 ()
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The Piano Session

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Ausgeprägte skandinavische Melancholie haben die fünf Schweden von RESEDA im Gepäck, die sich nun aufmachen, mit Hilfe einer Drei-Song-Veröffentlichung auch außerhalb ihrer heimatlichen Gefilde auf sich aufmerksam zu machen. Der Titel ist Programm, die Arrangements bestehen fast ausschließlich aus Klavier und Gesang. Schön ist es geworden, was sich RESEDA da haben einfallen lassen, sehr ruhig, aber auch wirklich zutiefst schwermutdurchtränkt, wer also ohnehin schon schlechter Stimmung ist, sollte "The Piano Sessions" besser meiden, will man nicht Gefahr laufen, in waschechte Depressionen zu verfallen. Das Ganze hat Soundtrack-Qualitäten, man kann die verregneten, von Einsamen und Traurigen bevölkerten Filmszenen fast sehen. "Hands Held Tight" klingt wie die Musik gewordene wehmütige und bittersüße Erinnerungen an vergangenes, nahezu perfektes und doch auf immer verlorenes Glück. "The Piano Session" enthält Songs, die auf diese bestimmte, eigenartige Art und Weise gleichzeitig traurig und glücklich machen.

The Piano Session


Cover - The Piano Session Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 3
Länge: 15:59 ()
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Past Is Prologue

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Die Punkbewegung hat doch irgendwann mal eine rebellische Attitüde gehabt. Klar, das war recht schnell vorbei und alles entfernt punkige wurde vom Mainstream kommerzialisiert, aber was heutzutage unter dem Banner Punkrock verkauft wird, ist in vielen Fällen… gewagt… RANDOM HERO werden als irgendwo zwischen Punkrock, Indie und Emocore angekündigt, was schon schlimm genug ist, aber derart weichgespülte Gitarrenmusik war nicht zu erwarten. Zahnlos, eingängig, ohne Ecken und Kanten gibt es zehn Songs, die bei Teenies bestens ankommen werden (zumal die Produktion wirklich gut ist), aber mit Punkrock nichts mehr zu tun haben. Das ist Gitarrenpop der übelsten Sorte für Möchtergern-Rebellen mit Zahnspange.

Past Is Prologue


Cover - Past Is Prologue Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 10
Länge: 34:15 ()
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Bellyfeel

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Nach einer im Jahr 2006 veröffentlichten EP ist das Trio aus Düsseldorf jetzt mit dem ersten Album am Start. Und die eigenwillige, aber sehr melodische Mischung aus Indie-Rock, Punkrock und 80er New Wave macht ganz gut Laune. Es ist zwar nicht alles perfekt gespielt, so befindet sich der Bass des öfteren etwas hinter dem Takt, ist der Gesang von Sänger/Gitarrist Aljoscha Mallmann nicht immer ganz korrekt und in den englischen Texten sein deutscher Akzent deutlich hörbar. Aber das alles hat gleichzeitig auch Charme und passt gut zum Gesamtkonzept der Band: Mit Spaß zur Sache gehen, sich selbst nicht zu erst nehmen, sich ein bisschen Verspieltheit und einen dezenten Trash-Faktor erlauben. Davon abgesehen sind den Jungs auch ein paar wirklich schöne Songs gelungen. Der rotzige Opener "Live On The Dancefloor" etwa oder auch das treibende "Damm Right" bieten echte Ohrwurmmelodien. "Bellyfeel" ist ein sympathisches Debütalbum, dem es gelingt, den Spaß der Musiker auf den Hörer zu übertragen.

Bellyfeel


Cover - Bellyfeel Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 12
Länge: 35:9 ()
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Francis 4 Coppola

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Schon das letzte Album von MEDLEY JUKEBOX lies sich in keine Schublade einordnen - irgendwo im Indie-Bereich zwischen dem Rock, Funk und Pop der Siebziger, Stoner und Post-Hardcore, nach eigener Denke als Rocking-Funkcore bezeichnet sieht sich das Quartett. Schöne Melodien und instrumentale einfallsreiche Passagen (die auch mal an INCUBUS erinnern) kontrastieren sich mit wechselnden einschmeichelnden Gesang und zum Teil hektischem Gekreische. Beim überaus funkigen "Come Dance N Strip N Bath" kommt einen sogar gesangtechnisch PRINCE zu seinen "Schreiphasen" in den Sinn. Übliche Songstrukturen und Arrangements werden oft gekonnt umschifft - es gilt stereotypes zu vermeiden. Atmosphärischen Passagen folgen unvermittelt Coreparts. Im Vergleich zum schwerstverdaulichen Vorgänger ("Tinki Winki Was A Pornostar" - da brachte es man bei ähnlicher Spielzeit auf gerade 3 Songs) haben MEDLEY JUKEBOX auf "Francis 4 Coppola" (klasse Titel) ihr neustes Schaffen in 10 richtige Songs gesplittet. Wobei neben oben genannten "Come Dance N Strip N Bath" noch das gut nach vorne rockende "Conceal These Trumpet Shaped Flowers" (mit Anspielungen auf Tinky Winky) und das abschließende, recht harte "What Do They Know About Us" als Anspieltipp genannt seien. Leicht verdauliches hört sich wie bereits erwähnt anders an - wer aber auf Rock jenseits ausgetretener Pfade steht kann bei der Luxemburger Melange aller Stilrichtungen ruhig mal reinschnuppern.

Francis 4 Coppola


Cover - Francis 4 Coppola Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 10
Länge: 56:23 ()
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s/t

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Die EP "Blinding Zoe" spielte das Trio aus Karlsruhe bereits 2005 ein. Jetzt hat sich Finest Noise der Band angenommen - und damit ein gutes Gespür bewiesen. Denn was die drei hier abliefern, hat sich gewaschen. Fett rockende Gitarrenriffs über trocken groovenden Beats wechseln sich mit melodischen Refrains ab und verschmelzen zusammen mit der klaren Stimme von Sänger/Gitarrist Mark Neusatz zu einem sehr eigenständigen Sound. Die Songs selbst sind toll arrangiert: Energie, Druck und Melancholie halten sich perfekt die Waage. Lediglich die Drums sind soundtechnisch teilweise etwas zu sehr im Hintergrund. Aber das kann man sich ja dann fürs Debütalbum aufheben - das hoffentlich nicht lange auf sich warten lässt!

s/t


Cover - s/t Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 6
Länge: 24:45 ()
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Action And Reaction (EP)

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THE MINUTE BETWEEN hauen auf ihrer EP kräftig auf’s Mett und zeigen, dass Metalcore auch ohne Schwedengitarren und clean gesungenen Refrains funktionieren kann. "Action And Reaction" ist eine gnadenlose Abrissbirne, die dem Hörer nur selten Verschnaufpausen gönnt - es macht den Grazern merklich viel mehr Spass, Gas zu geben, als sich in ruhigen Parts auszuruhen. Clean gesungene Vocals in relativ ruhigen Abschnitten wie in "And The Sky Above" bilden die Ausnahme, wodurch sich THE MINUTE BETWEEN erfrischen roh anhören. Die Produktion geht in Ordnung, hätte aber ruhig etwas differenzierter sein können. Das ist aber nur ein kleines Manko, die den sehr guten Gesamteindruck der EP nicht schmälern kann. Wie die ungezügelte Aggression über Albumlänge funktioniert bleibt abzuwarten; spannend ist es auf jeden Fall, das Ergebnis zu hören.

Action And Reaction (EP)


Cover - Action And Reaction (EP) Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 5
Länge: 20:14 ()
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Actors Suicide

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1990 gegründet, versuchten sich die Magdeburger ESKIMO BABY zunächst als Punkband, worauf sie nach Umwegen über andere Stilrichtungen und diverse Besetzungswechsel bei ihrem heutigen Sound angekommen sind. Dieser ist nicht so einfach zu beschreiben: Noisige Gitarrensounds treffen auf getragene Gesangslinien, schleppende Beats, komplexe Songstrukturen und den ein oder anderen verschobenen Rhythmus. Egal, wie man das nennen mag, es ist ziemlich gut gemacht. Oft bleibt man an den Gesangslinien von Sänger/Gitarrist Christian Hering hängen, und dazu fabriziert der Vierer zwischendurch auch immer wieder vortrefflichen Lärm. Über die gesamte Spieldauer der Scheibe gibt es zwar auch einige Längen, und manche Passagen dümpeln etwas uninspiriert vor sich hin. Aber das große Potential der Band ist bereits deutlich spürbar.

Actors Suicide


Cover - Actors Suicide Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 8
Länge: 37:19 ()
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Shifting Through The Breakers

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Der Singer/Songwriter MORGAN FINLAY stammt eigentlich aus Vancouver, Kanada, lebt mittlerweile in Toronto und Berlin, und präsentiert sich entsprechend auf seinem Album "Shifting Through the Breakers" multilingual (Englisch, Deutsch und Französisch). Herausgekommen ist eine abwechslungsreiche Mischung aus klassischem Singer/Songwriter Pop-Rock, die aufgrund ihrer meist eher minimalistischen und sehr akustikgitarrenlastigen Instrumentierung eine sehr persönliche Atmosphäre schafft. Ein schönes Beispiel hierfür wäre das sehr schlichte "(in)Security", das einem regelrecht das Gefühl gibt, mit FINLAY zusammen im Wohnzimmer zu sitzen. "Sound Of Industry" schlägt im Vergleich zum ruhigen Großteil des Albums deutlich rockigere Töne an und zieht auch vom Tempo her an. Auf "Bei Dir Sein", einer Art Mischung aus Schlaf- und Liebeslied, überrascht FINLAY mit deutschem Text, für "Mourir D´Envie" wechselt er ins Französische. "Mescaline" bewegt sich in Soft-Rock-Gefilden und verleitet durch eingängige Melodie zum Mitsummen, mit "Blessing And Burning" klingt das Album ruhig aus und lässt einen in einer leicht nachdenklichen bis wehmütigen Grundstimmung zurück.

Shifting Through The Breakers


Cover - Shifting Through The Breakers Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 10
Länge: 37:0 ()
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