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Killing Time

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Hinter VERITATES verbergen sich der Gitarrist Tom Winter (Songwriter) und der Sänger Andreas Lipinski (Texte), seines Zeichens auch Sänger der Band WOLFEN.  Ergänzt werden sie von GRAVE DIGGER-Schlagzeuger Marcus Kniep und Bassmann Jörg Belstler. Ein Plätzchen, um ihre Musik unters Volk zu bringen, fanden sie bei Andreas Stammlabel Pure Steel Records. Und besser könnte der Label-Name auch nicht passen. Reinen, puren Metal kredenzt uns das Quartett. Das liegt nicht zuletzt an dem Kölner Vokalist, der mit seiner scharfen und genretypischen Stimme hier die Tonart vorgibt.
 
Handwerklich ist das Ding meist sauber und routiniert eingespielt, aufgehübscht mit ein paar Solobeiträgen von befreundeten Musikern (u.a. POLTERGEIST, AGAINST EVIL) - alles fein, alles gut so weit. Es sind die Songs und deren Qualität, die VERITATES Debüt eindeutig und ein ganzes Stück über die Durchschnittslinie hinaus hieven. "The Past Is Dead" ist düster, gleichsam dynamisch und bietet in seiner gesamten Spielzeit unterhaltsame Kurzweile. Der Titelsong schlägt in eine ähnliche Kerbe, ehe er sich im Mittelteil eine Ruhepause gönnt und damit die songschreiberische Cleverness und Kreativität der beteiligten Musiker zeigt. "Jerusalem Syndrome" läutet die epische, pathetische und ein wenig verhaltenere Phase von "Killing Time" ein."Hangmen Also Die" kann über 11 Minuten den Hörer binden; der Song lässt mich in seiner ganzen Komplexität an IRON MAIDEN zu "Powerslaves"-Zeiten denken. Allein dieser sagen wir mal "Vergleich" zeigt, welche Güte in den Kompositionen teilweise ruht. Mit dem energischen "The Wild Hunt" beginnt das Schlussdrittel des Albums. Die Nummer wird diesmal überzeugend intoniert von Logan Lexi (RAINFORCER). Darauf folgt eine verzichtbare Coverversion von MIKE OLDFIELDs "Discovery" und eine wilde, an OVERKILL mahnende Thrash-Nummer, welche den Longplayer beschließt.
 
"Killing Time" ist ein starkes, unterhaltsames Metal-Album mit zuweilen kühnen Kompositionen, das gut unterhält und nur hinten heraus etwas die Puste verliert. Ein Daumen nach oben, die andere Hand macht die Pommesgabel (Mano Cornuta)!
 

Killing Time


Cover - Killing Time Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 8
Länge: 47:56 ()
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Veritates

KEINE BIO! www
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Secret Ambrosian Fire

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MOSAIC ist vielleicht der ungewöhnlichste, aber gleichzeitig auch der passendste Name für dieses musikalische Patchwork aus allerlei stilistischen Einflüssen. Natürlich sind hie und da typischere Black-Metal-Parts zu finden („Cloven Fires“), aber insgesamt verbietet es sich, einzelne Versatzstücke aus diesem Gesamtwerk herauszufiltern. Denn „Secret Ambrosian Fire” funktioniert nur ganzheitlich. Hier wechseln akustische Abschnitte mit reduzierten Ambient-Abschnitten und knallharter Black-Metal-Kälte. Und daraus webt Martin van Valkenstijn einen weichen Teppich – und der liegt außerordentlich gut! Dennoch hat jeder Song gleichzeitig auch seine ganz eigene Wirkung. So stößt „Brimstone Blossoms“ in primordialische Klagesong-Gebiete vor. „She-Water“ ist bedrohlich-betörend und hat mit Metal im weitesten Sinne überhaupt nichts zu tun. „Secret Ambrosian Fire“ ist experimentell und traditionell gleichzeitig, das Album bezaubert und stößt ab. Das Projekt MOSAIC ist wirklich unnachahmlich und eigen. Und beweist durch eigene Interpretationen von Werken der Dichter Georg Trakl, Else Lasker-Schüler und Paul Celan sowie regional bekannteren Künstlern wie Hanns Cibulka zusätzliche seine Tiefe. Zahlreiche Gastmusiker wie Schwadorf veredelten das Werk zusätzlich, so dass es die selbst gewählte Stilbeschreibung durchaus zu Recht trägt: Supreme Thuringian Folklore. Worte können indes nicht wirklich erkären, wie sehr dieses Album fasziniert. Wer allerdings „echten“ (Black) Metal erwartet, der ist hier falsch.

Secret Ambrosian Fire


Cover - Secret Ambrosian Fire Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 9
Länge: 48:47 ()
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Vertrieb:
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Into The Catacombs Of Flesh

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Es gibt Bands, da sind wenige Dinge wichtig. FLESHCRAWL sind so eine. Kritiker sagen, die machen immer die gleiche Scheibe. Na und? Natürlich waren, sind und werden die Süddeutschen immer die schwedischste aller nicht-schwedischsten Bands sein. Und ja, sie sind stilistisch total eindimensional. Natürlich stinkt es hier an allen Ecken nach DISMEMBER, natürlich sucht hier ein Jeder jegliche Innovation vergeblich. Nun könnte man was vom walzenden „Ossuary Rituals“, dem schleppenderen „Grave Monger“ oder sehr flotten „Of Frozen Bloody Grounds“, von der großen Stimme Svens, vom perfekten HM2-Sound, vom schicken Spiel des neuen Gitarristen Slobo Stupar schreiben. Kann man machen, stimmt ja auch. Aber, viel wichtiger ist hier das einmalige Gefühl, dass FLESHCRAWL auslösen. Es gibt nun mal wenige Bands, die es in so kurzer Zeit schaffen, dass der Hörer total ausflippt, nur noch „FLESH“-irgendwas brüllt und die Faust in die Luft reckt und bangt und bangt und bangt und alles. Und das können FLESHCRAWL auch zwölf Jahre nach ihrem bis dato letzten Longplayer „Structures Of Death“ immer noch. Himmel, was wird das für eine Festivalsaison, wenn DISMEMBER und FLESHCRAWL auch live in Hochform sind? Geiler geht kaum.

Into The Catacombs Of Flesh


Cover - Into The Catacombs Of Flesh Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 12
Länge: 39:14 ()
Label:
Vertrieb:
Konzert:

URIAH HEEP + WISHBONE ASH + NAZARETH

Konzert vom

Drei Hard Rock-Legenden sind unterwegs - auch wenn bei allen drei nur noch ein Gründungsmitglied an Bord ist, reizt das Package. Immerhin, Headliner URIAH HEEP hat mit Sänger Bernie Shaw ein neues Langzeit-Mitglied (seit 1986) in seinen Reihen und wurde zusätzlich mit DEEP PURPLE-Keyboarder Don Airey geadelt. Die Jahrhunderthalle in Frankfurt ist komplett bestuhlt, um den überschüssigen Innenraum "abzudichten", was, wie wir hörten und sahen, an der nicht ganz ausverkauften Halle gelegen haben soll. Und richtig, das Auditorium sieht damit recht gefüllt aus. Vielleicht macht es Sinn, die doch recht happigen Eintrittspreise ab 80€ mal zu überdenken. Auch um jüngeren und preissensibleren Fans die Möglichkeit zu eröffnen, sich so alte Haudegen mal live zu Gemüte zu führen.

Den Beginn markieren WISHBONE ASH. Zu meiner Überraschung legen die Vier um Original-Gitarrist und Sänger Andy Powell gleich mit den Übersongs "King Will Come " und "Warrior" los. Und tatsächlich spielen die gut aufgelegten Engländer bis auf eine Nummer aus dem kommenden Album ("We Stand As One") und "Jail Bailt" fünf Songs aus dem Klassiker-Album "Argus". Der Sound ist bei allen drei Bands phantastisch. WISHBONE ASH haben etwas spirituelles, entspanntes und glänzen allen voran mit Doppel-Gitarre und ausgiebigen Instrumental Parts.

Als nächstes dürfen die Schotten von NAZARETH die Bühne entern. Zuvor lädt Andy Scott (SWEET) zu einer kleinen Gesprächsrunde mit Mick Box und Bernie Shaw. Das wird bei jeder Umbaupause in wechselnden Besetzungen zelebriert. Das ist launig und macht Spaß, aber es ist nur ein "nice to have" und bei weitem kein großer Mehrwert. Auch weil viele Zuschauer diese Pause nutzen, um Getränke zu holen, zu rauchen, zum WC zu gehen oder dem Merch Stand einen Besuch abzustatten, und so doch viele Stühle unbesetzt sind. 

NAZARETH stimmen das Publikum mit einem atmosphärischen Dudelsack-Intro ein, ehe sie stürmisch auf die Bühne kommen. "Razamanaz", die gefeierten Balladen "Love Hurts" und "Dream On" sind die Songs, die hervorstechen und gut funktionieren. Andere bleiben überraschend blass und ziehen unterscheidungsarm vorbei. Die Spielfreude der Band macht hier einiges wett. Allen voran Sänger Carl Sentance ist stark aufgelegt, sowohl stimmlich als auch von seiner Performance her, und zieht so das Publikum in seinen Bann.

Zu guter Letzt kommen URIAH HEEP auf die nun vergrößerte und komplette Bühne. Volle Lightshow und die zusätzlichen Bühnenaufbauten signalisieren Headliner. Die Briten haben Frankfurt vom ersten bis zum letzten Ton in der Tasche. Hier sind es die Songs "Too Scared To Run", "Gypsy" und "Look At Yourself" wie auch das Stage Acting der Musiker, die überzeugen. Das Publikum im Innenraum steht und sammelt sich zusehends vor der Bühne. Mick Box zeigt, was für ein überragender Gitarrist er ist, und Sänger Bernie Shaw ist stimmlich in Topform. Wie bereits erwähnt, setzt kein geringerer als Don Airey mit warmen Keyboard-Schwaden starke Akzente und bereichert damit zusätzlich den Gig.  

Resümee: Das Package hätte kaum passender sein können. Das Konzept „Music & Stories“ mit Andy Snape als Moderator war unterhaltsam, aber verzichtbar. Die Dauer des Konzerts von insgesamt vier Stunden brachte den Vorteil, dass die Bands ihre Setlist qualitativ verdichteten (8-10 Songs, 50-70 Minuten pro Band). Wir sahen drei altvordere Bands kompakt, wertig und kurzweilig präsentiert.

Text: Marco Berghammer   Bilder: Michael Berghammer

 



Mehr Infos:


News:

Russ Ballard on Tour!

Russ Ballards Songs gehen um die ganze Welt. Sein erstes eigenes Hit-Album war 'God Gave Rock and Roll to You' (das von KISS zu einem globalen Megahit gemacht wurde) mit seiner Band ARGENT aus dem Jahr 1974, seine Songs wurden von allen aufgenommen, von RAINBOW über KISS bis hin zu URIAH HEEP und viele, viele mehr. Mit seinem neuen Album ‘It’s Good To Be Here’, das am 21. Februar 2020 über BMG veröffentlicht wurde, beweißt Russ aufs neue welche Klassiker er im Stande ist zu schreiben, die die Äras bestimmen wie: "Since You Been Gone", "You Can" Do Magic und New York Groove.

RUSS BALLARD – Tour

13.03.2020 - DE-Rüsselsheim, Das Rind

14.03.2020 - BE-Verviers - Spirit of 66

16.03.2020 - DE-Bremen, Meisenfrei SOLD OUT

18.03.2020 - DE-Göttingen, Exil

19.03.2020 - DE-Wuppertal, Live Club Barmen

21.03.2020 - DE-Obernburg am Main, Kulturhalle

22.03.2020 - DE-München, Ampere/Muffatwerk SOLD OUT

24.03.2020 - AT-Wien - Reigen

25.03.2020 - DE-Nürnberg, Hirsch

26.03.2020 - DE-Augsburg, Spectrum SOLD OUT

28.03.2020 - NL-Amsterdam - Q-Factory

29.03.2020 - DE-Hamburg, Bahnhof Pauli

31.03.2020 - DE-Hannover, Musikzentrum



Interview:

ROCK MEETS CLASSIC 2020 mit Robin Zander von Cheap Trick

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Interview

Hallo Robin, wer oder was hat Dich bewogen, bei Rock meets Classic aufzutreten?

Robin Zander:  Das war Alice Cooper. Er war ja schon 2014 mit dabei und sagte mir, ich solle in diesem Jahr unbedingt mit ihm mitkommen.

Alice Cooper und Du kennt euch also gut?

R.Z.: Ja, Alice und ich sind befreundet. Er ist ein toller Typ, nicht nur auf der Bühne. Abseits des Showgeschäfts kümmert er sich schon seit Jahren um unterprivilegierte Jugendliche. Alice ist mein Held.“

Zusammen mit ihm kommst Du im März also nach Deutschland und in die Schweiz. Wann waren Cheap Trick eigentlich hier zuletzt auf Tour?

R.Z.: Oh, das ist schon eine ganze Weile her, sicherlich zehn, zwölf Jahre. So genau weiß ich das gerade gar nicht. Woran ich mich aber sehr gut erinnere, sind unsere Anfänge in Deutschland mit Touren Ende der 70er Jahre und den Auftritten beim „Rockpalast“.

Was sind Deine Erinnerungen an Deutschland?

R.Z.: Deutschland erinnert mich immer an meine Kindheit in Wisconsin. Dorthin sind ja viele Deutsche ausgewandert. Unter anderem auch mein Ur-Urgroßvater, der ursprünglich aus der Nähe von Wiesbaden stammt. Wie man unschwer an meinem Nachnamen erkennt habe ich deutsche Wurzeln. In Wisconsin haben damals viele Menschen deutsch gesprochen und wir sind oft in eines der vielen deutschen Restaurants gegangen.

Hast Du Erfahrung in der Zusammenarbeit mit einem Orchester?

Ja, einige. Wir haben mit Cheap Trick schon des Öfteren mit Orchestern gespielt. Es ist immer ein wenig kompliziert bei den Proben aber am Ende klingt es großartig!

Was ist bei Cheap Trick nach der RmC-Tour für 2020 noch alles geplant?

R.Z.: Oh, eine ganze Menge. Wir gehen erst mit ZZ Top und später dann mit Rod Stewart auf US-Tournee. Im Mai oder Juni erscheint ein neues Cheap Trick Album. Der Titel steht noch nicht fest. Vielleicht kommt mir ja auf der RmC-Tour eine zündende Idee.”

 

ROCK MEETS CLASSIC  Tour 2020 

mit Alice Cooper, Robin Zander (Cheap Trick), „Baby Jean“ Kennedy (Mother´s Finest), Danny Bowes & Luke Morley (Thunder) und Special Guest Robert Hart (Manfred Mann´s Earth Band) 

03.03.2020                 Passau                        Dreiländerhalle

05.03.2020                 Kempten                     bigBOX Allgäu

06.03.2020                 Zürich (CH)               Hallenstadion

07.03.2020                 Nürnberg                    Arena Nürnberger Versicherung

08.03.2020                 München                    Olympiahalle

10.03.2020                 Berlin                         Tempodrom

11.03.2020                 Bamberg                     brose Arena

13.03.2020                 Würzburg                   s. Oliver Arena

14.03.2020                 Frankfurt                    Jahrhunderthalle

15.03.2020                 Regensburg                Donau-Arena

17.03.2020                 Neu-Ulm                    ratiopharm arena

19.03.2020                 Ludwigsburg               MHPArena

20.03.2020                 Dresden                      Messe Halle 1

21.03.2020                 Ingolstadt                   Saturn Arena

Tickets für die Konzerte 2020 sind unter www.ticketmaster.dewww.eventim.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter www.tourneen.com erhältlich

 

 

 



News:

ROSS THE BOSS - neues Album am 06.03.2020!

Wenn die stilprägenden Künstler der Metal-Szene zur Sprache kommen, darf ein Name nicht fehlen: Ross “The Boss” Friedman hat als Mitbegründer von Manowar, aber auch von The Dictators, Musikgeschichte geschrieben. Sein Einfluss im Heavy Metal wie auch im Punk ist heute noch spürbar.
Die ersten sechs Fabelwerke von Manowar, an denen Ross zwischen 1982 und 1988 maßgeblich beteiligt war, sind inzwischen unsterbliche Klassiker und dass die Band nach seinem Ausstieg nie wieder diese Qualität erreichte, spricht für den New Yorker Gitarristen und Songwriter.
Seit 2006 veröffentlicht Ross mit seiner ROSS THE BOSS Band wieder rohen und urwüchsigen Epic Metal, der durch seinen ganz eigenen Stil mehr als nur einmal Erinnerungen an Manowar-Großtaten der 80er Jahre weckt.
Mit „Born Of Fire“ präsentieren Friedman und seine Mitstreiter nun ihr brandneues Album. Keine zwei Jahre sind seit dem 2018er Chartalbum „By Blood Sworn“ ins Land gezogen. Eine Zeit, die ROSS THE BOSS für umfangreiche, weltweite Touraktivitäten nutzte. Trotzdem schafft es die Band scheinbar mühelos, ein großartiges neues Epos aus dem Boden zu stampfen, welches die Fans begeistern wird. „Born Of Fire“ schallt dabei noch frischer und härter aus den Boxen als zuvor, ohne auch nur im Ansatz die ROSS THE BOSS-typischen Trademarks vermissen zu lassen.
 
Tracklist: 01 - Glory To The Slain | 02 - Fight The Fight | 03 - Denied By The Cross | 04 - Maiden Of Shadows | 05 - I Am The Sword | 06 - Shotgun Evolution | 07 - Born Of Fire | 08 - Godkiller | 09 - The Blackest Heart | 10 - Demon Holiday | 11 - Undying | 12 - Waking The Moon
(Gesamtspielzeit: 45:46 min)


Review:

Dream in Motion

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Die Aufnahme des ersten Soloalbums von CROWBAR-Frontmann und Mastermind Kirk Windstein zog sich über zwei Jahre hin, so kann man von einem übereilten oder gar hastig produzierten Album bei weitem nicht sprechen. Und ähnlich verhält es sich mit dem Inhalt von "Dream in Motion", der beschwörend, ruhend, manches Mal fast meditativ, aber dennoch gewaltig und bewegend ist. 

 
Der Titelsong und Album-Opener unterscheidet sich marginal von seiner Stammband; er ist düster, schroff, heavy und doomig zäh. Das darauffolgende "Hollow Dying Man" gibt eher die Richtung des Werks vor: Verzweiflung, klagende Bitterkeit, gebettet auf weichem Untergrund, eher balladesk, mit gelegentlich hart riffenden Ausbrüchen. Die Melodien und die damit transportierte Traurigkeit sind berührend und zum Sterben schön ("Once Again"). Man möchte die Fensterläden schließen und das Licht löschen, damit kein Sonnenstrahl oder Kerzenschein einem die Dunkelheit und Melancholie der Komposition erhellt und damit verdirbt. Auch wenn dem Album auf Länge gesehen etwas die Abwechslung fehlt, so macht es dennoch großen Spaß, sich Song um Song im musikalischen Selbstmitleid zu sulen. "Dream in Motion" ist Serotonin und Dopamin raubende Klangkunst. Das Album könnte einen Warnhinweis vertragen, dass Menschen, die zu Verstimmungen und Depressionen neigen, von diesem Tonträger abzuraten ist.
 
Zum Schluss kredenzt uns der Sludge-Pionier noch eine handfeste Überraschung. Mit JETHRO TULLs "Aqualung" ist Kirk Windstein eine klasse Cover-Version geglückt, die ein intensives, sehr dunkles und atmosphärisch dichtes Meisterwerk gebührend beendet.
 

 

 

Dream in Motion


Cover - Dream in Motion Band:


Genre: Nicht angegeben
Tracks: 10
Länge: 43:51 ()
Label:
Vertrieb:
Band:

Kirk Windstein

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