Review:

Opus Mortis VIII

(Vomitory)

VOMITORY, die unermüdlichen Death Metal-Recken. Auch 2011 gibt es ein neues Album der Schweden, die langsam zum VW Käfer des Death Metal werden. „Opus Mortis VIII“ überrascht beim ersten Durchlauf aber ganz gewaltig: das sind VOMITORY? Echt? Jo, richtige Scheibe drin, also wird das wohl stimmen. Und Death Metal ist dann ja doch, was hier in gut 35 Minuten zu hören ist. Aber VOMITORY, die bislang für gnadenlos schnellen Death Metal standen, haben sich in den zwei Jahren seit „Carnage Euphoria“ einer dezenten Wandlung unterzogen und die Tempo-Variation für sich entdeckt. Die Blast-Parts wurden zurückgefahren, dafür öfter mal fetter Groove und Mid Tempo eingebaut („The Dead Awaken“), ohne dass es zu Lasten der Brutalität ging. Klappt durchweg gut und macht „Opus Mortis VIII“ zu einer anfangs ungewohnt klingenden VOMITORY-Scheibe, die aber nach und nach überzeugen kann. VOMITORY waren offenbar nicht mehr zufrieden damit, nur auf Teufel komm raus zu blasten und haben sich nach mehr als zwei Dekaden einer leichten Kurskorrektur unterworfen, die ihnen gelungen ist. „Opus Mortis VIII“ ist eine würdige VOMITORY-Scheibe, die zeigt, dass auch alte Zirkuspferde noch neue Tricks lernen können. Chapeau!

Opus Mortis VIII


Cover - Opus Mortis VIII Band:

Vomitory


Genre: Death Metal
Tracks: 10
Länge: 36:31 (CD)
Label: Metal Blade
Vertrieb: Sony Music