Review:

Into The Great Unknown

(H.E.A.T.)

Neben WORK OF ART und ECLIPSE gehören H.E.A.T. zur Speerspitze der neueren Generation des AOR und Melodic Rock, überzeugten die Schweden bis dato doch immer durch beständig hohe Qualität in ihren Veröffentlichungen. So bleibt die Frage zu beantworten, ob sie dieses beeindruckende und kontinuierlich hohe Level auch mit Album Nr. 5 weiter halten oder gar ausbauen können? Die richtige Antwort ist jein.
 
Handwerkliche Umsetzung, das Gespür für griffige Melodien sowie ein spannungsvoller Aufbau der Songs bleiben auch auf "Into The Great Unknown" auf dem erwartet hohen Niveau. Aber leider wird die Grenze zum Pop zu oft und manches mal zu weit überschritten. Ich will den Einsatz von Synthesizer nicht generell verteufeln, gerade als Kontrastmittel funktioniert das Instrument. So kann ein Song wie z.B. "Redefined" mit seinem synthetisch kühlen Beginn, der sich dann zunehmend erwärmt, duchaus punkten. Aber bei der Nummer "Time On Our Side" hätte ich mir auch eine sich steigernde Gitarrenmelodie vorstellen können, um dem ohnehin schon recht poppigen Song etwas "Rückgrat" zu geben. Also, Licht und Schatten halten sich die Waage bei dem neuen Longplayer. Mich erinnert die neue H.E.A.T. an das letzte DRIVE SHE SAID-Album, das ebenfalls zwischen Pop und Rock pendelte, aber, wie auch hier, größtenteils funktionierte. Nur hätte ich einer Band wie H.E.A.T. zugetraut, das Genre anzuführen und eher neue Wege als bekannte und ausgetretene Pfade zu beschreiten.

Into The Great Unknown


Cover - Into The Great Unknown Band:

H.E.A.T.


Genre: Hard Rock
Tracks: 10
Länge: 44:47 (CD)
Label: EarMusic
Vertrieb: Edel