Review:

Constellation

(FARGO)

Eins gleich mal vorneweg: Wer wie ich die Hoffnung hatte, dass Peter Knorns FARGO etwas mit VICTORY zu tun hat, dem sei gesagt, es ist nicht so. Sicher, rein geschichtlich entstanden 1984 die Hannoveraner VICTORY aus FARGO, aber musikalisch gibt es hier eher wenig bis gar keine Überschneidungen. Die Reinkarnation des norddeutschen Vierers kommt mit dem bereits erwähnten Peter Knorn am Bass, mit Gründungsmitglied Peter Ladwig (Gesang/Gitarre), und bei zwei Nummern ist auch Originalschlagzeuger Frank ´Franky` Tolle zu hören. Ergänzt wird diese Besetzung durch Gitarrist Arndt Schulz (HARLIS; JANE) und Schlagzeuger Nikolas Fritz (MOB RULES).
 
Geboten wird auf "Constellation" sehr relaxter, Classic- bzw. Hard Rock, dem das fortgeschrittene Alter der Protagonisten, ohne das despektierlich zu meinen, anzuhören ist. Frühe bluesige WHITESNAKE ohne die charismatische Stimme Coverdales bildet meiner Meinung nach ganz gut FARGOs Musik 2018 ab. Wobei mir das Teil von Hördurchgang zu Hördurchgang besser gefällt. Gerade die gebotene Coolness der Performance und die Spielfreude der Musiker punkten. Also kein Power Hard Rock der Marke VICTORY, aber wer in der Lage ist, eine so stimmige Reggae-Nummer wie "Goddess Of Destiny" auf ein Rockalbum zu bannen, der sollte trotzdem seine Hörer finden; verdient hat die Band sie.
 

Constellation


Cover - Constellation Band:

FARGO


Genre: Rock
Tracks: 12
Länge: 42:35 (CD)
Label: Steamhammer
Vertrieb: SPV