Konzert:

Behemoth, Cradle Of Filth, In Solitude, Inquisition, Svarttjern - Hamburg, Grünspan

Konzert vom 28.02.2014

Was habe ich mich im Vorfeld auf dieses Konzert gefreut: Ein fettes Package aus fünf Bands, die ich ausnahmsweise mal alle sehen wollte. Zwei Ärgernisse gab's allerdings: Warum bekomme ich die Eintrittskarten nur online bei Rock The Nation und nicht bei meinem Ticketdealer des Vertrauens?


Und wenn auf der Karte steht, dass der Einlass um 17 Uhr ist, warum muss man sich dann in der Kälte 40 Minuten die Beine in den Bauch stehen? Aber egal, denn das, was den Fans im Laufe des Abends geboten wird, entschädigt auf ganzer Linie.


Als erstes dürfen die Schweden Black Metaller von SVARTTJERN auf die Bühne. Die fünf geschminkten Fratzen zocken Black Metal alter Schule mit einem Schuss CARPATHIAN FOREST-Rotz und einem Quentchen deutschen Thrash. Ziemlich gut für die erste Band des Abends.



Finsterer und frostig wird es bei den anschließenden INQUISITION. Bewundernswert wie es Gitarrist Dagon und Drummer Incubus hinbekommen, nur zu zweit einen Sound auf die Bühne zu zaubern, der so klingt als sei eine vierköpfige Band auf der Bühne.


So richtig passen die Schweden IN SOLITUDE nicht ins Billing: kein Corpse Paint, keine schrillen Gitarren und vor allem keine Blast Beats. Viele Anwesende sehen das genauso und wandern in die Vorräume oder an die Bar ab. In Solitude scheint das aber nicht zu stören, denn sie gehen engagiert zu Werk. Nach dem ganzen Geknüppel zuvor, fällt es mir schwer, mich auf den Heavy beziehungsweise Doom Metal-Sound einzustellen. Das passiert leider erst gegen Ende des Sets mit dem Song „Witches Sabbath“. Der knallt dann umso mehr rein. Bei einem klassisch ausgerichteten Line-Up wäre sicherlich mehr herauszuholen gewesen.


Auf CRADLE OF FILTH habe ich mich besonders gefreut, da ich sie schon länger nicht gesehen habe. Ein wenig verwundert war ich über die Bandzusammensetzung: Bis auf Dani und Drummer Martin war kein bekanntes Gesicht am Board. Paul Allender war aus familiären Gründen verhindert und der zweite Gitarrist James fiel aus gesundheitlichen Gründen aus. Dafür war die Setlist der Hammer! Standards wie „The Forest Whispers My Name“ und „From The Cradle“ wurden mal außen vor gelassen und für selten oder gar nie gespielte Titel wie „Haunted Shores Of Avalon“, „Born In A Burial Gown“ und „Funeral In Carpathia“ ausgetauscht.


Wer aber an diesem Abend die Chefs im Ring sind, zeigen die Polen BEHEMOTH. Die Meute frisst Nergal und Co. gleich von der ersten Minute aus der Hand. Das Set beginnt mit dem Opener vom neuen „The Satanist“ Album „Blow Your Trumpets Gabriel" gefolgt von „Ora Pro Nobis Lucifer“. Mit fünf Songs wird mehr als die Hälfte des neuen Albums gespielt und gezeigt, wie gut die neue Scheibe ist. Hits dürfen natürlich nicht fehlen und so werden auch Standards wie „Slaves Shall Serve“, „Conquer All“, „Decade of Therion“ und „Chant For Eschaton 2000“ gespielt. Neben der Musik wird auch ne große Show gefahren mit einer Menge Rauch, Feuer, Podesten, auf denen die Musiker toben und schwarzem Konfettiregen beim genialen Rausschmeißer „O Father O Satan O Sun“. Scheinbar ist Konfetti zur Zeit „in“. In diesem Monat war ich auf zwei weiteren Konzerten (JENNIFER ROSTOCK sowie STEEL PANTHER) und bei allen waren auch Konfettikanonen am Start.
Nichtsdestotrotz sind die Polen zur Zeit einer der intensivsten Liveacts. Tage später ist die Lust groß, BEHEMOTH in naher Zukunft noch ein weiteres Mal zu sehen.

 



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