Review:

Carpe Diem

(Will Haven)

Meine Güte, was ist das? Das ist heftig... heftigst.. am heftigsten... bläst einem die Ohren durch, kickt so richtig Arsch, ist so brutal dass man jeden Happen einer Melodie begierig in sich einsaugt. Nein, es geht nicht um irgendeine Schwarzwurstband aus dem hohen Norden, es geht um eine Band die auf „WHVN“ noch recht zivilisiert aufgetreten ist, die jetzt aber anscheinend den Koller gekriegt hat und mit „Carpe Diem“ äußerst derbe Musik abliefern. Hardcore, Grindcore, Metal, alles ins Extreme getragen. Die Gitarren tief, der Sänger aggressiv, der Rhythmus verwirrend, und doch erkennt man einen kleinen roten Faden an dem sich die Band durch die Songs hangelt, der eine Struktur in die Sache bringt. Aber diese rote Faden ist dünn und gerät des öfteren gefährliche Nahe daran zu reißen. An einigen wenigen Stellen wird es ruhiger, aber natürlich ist es immer nur die Ruhe vor dem großen Sturm. Mit leichten DEFTONES Anleihen knüppeln sie alles in Grund und Boden was grade versucht in dieser Szene Fuß zu fassen, mir ist dieses Album aber einfach zu abstrus um es mir öfter zu Gemüte zu führen, aber vielleicht macht grade das den Reiz aus, denn interessant ist „Carpe Diem“ auf jeden Fall. Nur viele werden Melodie und ein paar Ruhepausen vermissen und daher werden die meisten wohl besser einen Bogen um dieses Album machen, einige werden sich der Faszination des Unbekannten aber dennoch nicht entziehen können, denn selten habe ich ein derart brutales und doch durchdachtes Album in diesem Genre gehört!

Carpe Diem


Band:

Will Haven


Genre: Hardcore
Tracks: 10
Länge: 46:13 (CD)
Label: Music For Nations/Revelation Records
Vertrieb: