Review:

The Return Of The Red Pony

(The Return Of The Red Pony)

Die Österreicher bereiten sich auf die Zeit vor, wenn kein Schnee mehr fällt und ihre Alpen zu Steinwüsten verfallen sind. Arizona kommt nach Europa, vieles erinnert an QOTSA und Co. Nur spielten die Ösis ihren Scheibe mit sehr viel Siebziger-Flair ein, Led Zeppelin sind allgegenwärtig gelegentlich grüßen sogar die Beatles und manch Song klingt gar nach Udo Lindenberg in seiner Andrea-Doria-Zeit. Sogar Artwork, Schrifttypus und Layout der Scheibe transportieren den Spirit des Vergangenen. Das mag ja alles an sich nicht schlecht sein, ist sogar recht abwechslungsreich (Western-Feeling, balladeske Songs, Psychedelic-Pop, Keyboard-Rock, Hendrix-Retro, rockiger Groove, Boogie, und vieles mehr - das trifft wahrscheinlich sogar wieder den Zeitgeist, wie Erfolge von Bands wie Wolfmother zu belegen scheinen. Indes: Mit zunehmender Spielzeit geht einem der Gesang auf die Nerven, sorgt für Ohren- und Hirnbluten. Und auch die lichten Momente der Scheibe können nicht über die Redundanz der Songs hinwegtäuschen. THE RETURN OF THE RED PONY ist ein weiterer Grund zu hoffen, dass sich die Alpen der fortschreitenden Klimaerwärmung noch länger als erwartet widersetzen.

The Return Of The Red Pony


Cover - The Return Of The Red Pony Band:

The Return Of The Red Pony


Genre: Rock
Tracks: 8
Länge: 36:27 (CD)
Label: Innovation-FNR
Vertrieb: Radar