Review:

Storm Before Calm

(Primordial)

TIPP
"...to who you are worth something? Who would ever fucking miss you? ... you will miss you when you’re dead? "I will tell you...no one..." - so heißt es im dritten Lied namens "Cast To The Pyre". Diese außerordentlich traurige Stimmung zieht sich durch die ganze Veröffentlichung, allenfalls abgelöst durch ein gerüttelt Maß an Aggression, wie zum Beispiel gleich im Anschluss in "What Sleeps Within". Die folkloristische Seite der Iren verdeutlicht vor allem das Instrumental "Suns First Rays", an sich ist der "irische" Grundtenor aber bei allen Songs deutlich hörbar. Insgesamt bewegt sich PRIMORDIAL immer noch im Umfeld des Black Metal, wofür galoppierende Drums und flirrende Gitarren sorgen, allerdings sprengen die Jungs die engen Grenzen des Genres, wo wie nur können. Da wechselt fieser Sprechgesang mit traditionellem Sing-Sang eines whiskey-trinkenden Barden von der grünen Insel. Und zwischen die hektischen, teiweise völlig unmelodiösen, Parts mischen sich Breaks, die überleiten zu schier Bathory-mäßigen Hymnen. Kurzum: Ein vielschichtiges Werk, das seine Wirkung vielleicht nicht sofort entfaltet. Monumental und irgendwie doch minimalistisch. Aber wenn’s schnackelt, dann wollt ihr "Storm Before Calm" am liebsten immer wieder hören. Nennt es wie ihr wollt, keltisch, schwarz-metallisch, folkloristisch oder was-weiß-ich-wie. Aber eins ist klar: Atmosphäre und Aura sind wirklich einmalig. Oder, um zum Anfang zurückzukehren: Ich würde diese Band vermissen - und zwar so sehr, wie kaum eine andere.

Storm Before Calm


Cover - Storm Before Calm Band:

Primordial


Genre: Metal
Tracks: 7
Länge: 46:18 (CD)
Label: Hammerheart
Vertrieb: Connected/ Sony