Review:

Signs Of Existence

(MyGrain)

Bands wie MYGRAIN werden es immer schwer haben, sich von den offensichtlichen Vorbildern zu emanzipieren und den Plagiatsvorwurf loszuwerden. Dabei bemühen sich die Finnen, vom reinen IN FLAMES/ SOILWORK-Nachspielen wegzukommen und mit wirklich interessanter Keyboard-Arbeit (das nicht nur einfach alles zukleistert, sondern effektiv eingesetzt wird) und sehr variablem Gesang eine eigene Note zu bekommen. Im Vergleich zum Erstling ist da eine Steigerung zu bemerken, gerade beim Songwriting haben sich MYGRAIN sehr gesteigert. Tracks wie das hymnische „This Perfect Chaos“ oder das mit tollen cleanen Vocals überzeugende „Killing Time“ beweisen das, auch wenn „The Psychonaut“ ein Rückfall in Kopierei ist. Die Gitarrenarbeit kann sich ebenfalls hören lassen und hat einiges auf der Pfanne, vor Göteborg müssen sich die Herren nicht verstecken. Am Ende bleibt „Signs Of Existence“ eine zwiespältige Platte. Sehr nah an den Originalen, dabei gut gemacht und um eigene Note bemüht. Warum können die nicht einfach zehn schlechte Songs schreiben, dann wäre das Fazit so viel einfacher…

Signs Of Existence


Cover - Signs Of Existence Band:

MyGrain


Genre: Death Metal
Tracks: 10
Länge: 48:39 (CD)
Label: Spinefarm Records
Vertrieb: Soulfood