Dallas Taylor dürften einigen vielleicht noch als ehemaliger Fronter von UNDEROATH bekannt sein. Mittlerweile hat er sich aus der Ecke seiner ex-Combo verabschiedet und gibt sich bei MAYLENE AND THE SONS OF DISASTER schwerem, rauen Rock hin. Als Erstes fallen im Line-Up die drei Gitarristen auf, dann das coole Cover und die Tatsache, dass es sich bei "II" um eine Konzeptalbum handelt, auf dem die Geschichte einer wahren Ma Dalton aus den 20ern Jahren erzählt wird. So weit so gut. Leider hört man die drei Gitarren selten richtig aufdrehen, das Cover macht die Musik auch nicht besser und die Texte sind im Grunde auch nur schmückendes Beiwerk. Wichtiger sind die Songs an sich und da hapert es bei MAYLENE AND THE SONS OF DISASTER - die Mischung aus Rotzrock, Southern Rock und ein wenig Metal hat zwar ordentlich Wumms, will aber so recht nicht zünden, dafür sind viele Songs zu belanglos ("Everyone Needs A Hasting") und wummern so vor sich hin. Mitreißende Nummern wie das dreckige "Don’t Ever Cross A Trowell" oder das eingängige "Dry The River" (mit Gänsehaut-Chorus, clean gesungen) sind viel zu selten vertreten und reichen nicht aus, um das große Gähnen zu unterdrücken. So bleibt die Platte ganz nett und liefert einige Songs zum Füllen des Mixtapes oder iPods, aber der große Kracher ist insgesamt nicht.

II


Cover - II Band:

Maylene And The Sons Of Disaster


Genre: Rock
Tracks: 11
Länge: 40:40 (CD)
Label: Ferret Music
Vertrieb: Soulfood