Review:

Surtur Rising

(Amon Amarth)

Ich warte wirklich selten auf Alben – es sei denn es geht um gewisse Bands. Und da gehört AMON AMARTH definitiv zu! Dementsprechend war auch meine Erwartungshaltung was die Neue Pressung „Surtur Rising“ der fünf Schweden mit dem bärtigen Frontmann angeht. Immerhin hat bisher jedes Album der Band, inklusive der letzen beiden („Twilight Of The Thundergod“ und „With Oden On Our Side“) Maßstäbe gesetzt die es mit Axt, Met und E-Gitarren zu verteidigen gilt! Stellt sich nur noch die Frage inwiefern das gelungen ist.

Und bei den Assen, was für eine Frage! Gestartet wird die Scheibe mit „War Of The Gods“, ein Opener ganz im Stil vom klassischen AMON AMARTH: Schnelle, dafür wenig komplexe Melodielinien der Gitarre reihen sich an ein stilecht verprügeltes Drumset und von Sänger Johan Hegg kommen die wie immer auf der heidnischen Edda basierenden Vocals in altbekannter Power. Dieser so bezeichnende Stil der Band zieht sich durch einige weitere Titel, beispielsweise „Live Without Regrets“ oder der Fortführung der Loki-Geschichte „Töck’s Taunt - Loke's Treachery Part II“ die auf „With Oden On Our Side“ mit „Hermod's Ride To Hel - Lokes Treachery Part I“ begann.

Doch war da nicht etwas mehr Härte angekündigt? Wieder mehr „Versus The World“? Keine Angst! Der Titel über Namensgeber und Asenfeind Surtur „Destroyer Of The Universe“ kommt in fast schon ungewohnter Härte und mit einem Dampf daher den man auf den letzen Scheiben eher selten hörte – dafür geht dieser Schlachtgesang des Riesen in Mark und Bein über. Und kommt nicht einmal alleine daher: „A Beast Am I“ setzt da allen Ernstes noch einen drauf und bringt Surtur zurück in die Lautsprecher . Aber mein absoluter Anspieltipp ist trotzdem „Wrath Of The Norsemen“, die Ohrwurmnummer der ganzen Pressung und mein Kandidat für ihre nächste Liveshow – was ein Donnerhall!

Gut, auch hier kann nicht alles perfekt sein. Die langsameren Nummern von „Surtur Rising“, „The Last Stand Of Frej“ (welcher übrigens von Surtur getötet wurde…) oder „Doom Over Dead Man“ wissen bei mir nicht so wirklich gut anzukommen. Etwas zu wenig Nachdruck, etwas zu wenig Dampf und vielleicht einfach nicht das was ich bei dem Namen AMON AMARTH im Ohr habe.

Trotzdem, insgesamt kann man nur sagen: Genau so hat man sich Viking Metal anzuhören! Mit „Surtur Rising“ ist den Schweden ein beeindruckender Wurf gelungen der in (fast) allen Belangen zu überzeugen weiß.

Surtur Rising


Cover - Surtur Rising Band:

Amon Amarth


Genre: Death Metal
Tracks: 10
Länge: 48:40 (CD)
Label: Metal Blade
Vertrieb: Sony Music