Review:

Head-on Collision

(Drone)

Das Debüt der Celler ist trotz eines ähnlich betitelten Song-Titels kein Ketten-Sägen-Massaker, sondern ein wirklich modernes, aber keineswegs trendiges, anbiederndes Thrash-Album. Natürlich sind die Einflüsse von Pantera und Machine Head allgegenwärtig, natürlich erinnert manches an modernes, so genannten "Metal-Core". Aber diese Band, die aus Banished Reality hervorging und flugs mal den Wacken Metal Battle 2006 gewann, hat einen entscheidenden Vorteil: Sie ist hungrig, klingt frisch und nicht wie ein Clone, hat Pfeffer im Popo, ist sozusagen auf einen Frontal-Zusammenstoß versessen. Wer das selbst-produzierte Demo "Octane" kennt, kennt zwar auch die meisten der hier vertretenen Songs, es ist aber durchaus erstaunlich, was die Kapelle mit Meister Claassen aus dem Material zusätzlich herausgeholt hat. Und sogar der Klargesang wird Freunden des guturalen Grunzgesang zusagen - oder zumindest nicht nerven. Denn die herzöglichen Herrschaften machen vor derlei kleineren Experimenten keinen Halt - das hielte vorm Zusammenstoß nur auf - und streuen auch Tempowechsel oder klitzekleine progressive Tupfer ein. Die elf Songs sind absolut cool, die Band kommt nur eben nicht aus Kalifornien, sondern aus der norddeutschen Tiefebene. Aber genau das sollte ein Ansporn sein, sich mit DRONE zu beschäftigen. Denn die Band kackt auf Vorurteile, ist erstaunlich professionell, hart und heftig. Und live sind sie eine Macht. In diesem Sinne: "Welcome To The Pit" - DRONE, Alter!

Head-on Collision


Cover - Head-on Collision Band:

Drone


Genre: Thrash Metal
Tracks: 11
Länge: 49:28 (CD)
Label: Armageddon Music
Vertrieb: Soulfood