Konzert:

Party.San 2015 - Donnerstag

Konzert vom 22.08.2015

Es sprach der Hüter des Metals „So kommet zusammen im heiliges Orte zu Schlotheim und huldigt der harten Heiligkeit des Metals.“ Und sie taten wie ihnen befohlen wurde und kamen in Scharen zum Party.San anno 2015 und siehe, es war gut........und warm. Verdammt-war-das-warm!

Kollege Rouven und ich folgten dem Befehl des Hüters des Metal (Nein Lars, nich du :P ) ebenso gern, um für euch zu berichten.

Um dem großen Anreiseansturm am Donnerstag zu entgehen trafen wir schon am Mittwoch Abend ein und auf dem Camping Platz war die Party schon voll im Gange. Also schnell den Bulli geparkt, das Vorzelt aufgebaut und die erste Büchse Bier aufgerissen.....angeblich wurde der Abend noch etwas länger * hüstel *

 

Donnerstag

 

8:00 Uhr die Sonne brennt und im Bulli ists nicht mehr auszuhalten und das schon so früh....na das kann ja was werden Da das Bier noch (noch!) kühl war in den Thermoboxen, lies sich das allerdings noch eben grad bis nachmittags aushalten.

Um 16:30 enterten dann die Schweden von DEGIAL bei brennender Sonne als erste Band die Bühne vom Party.San 2015. Ihr Corpse Paint lies vermuten das nun pechschwarzer Black Metal die Massen in Wallung bringen soll, aber der Kenner weiß das von den Jungs stark angeschwärzter Oldschool Death Metal zu erwarten ist. Da das Wetter aber für solche Mucke nicht sehr zugänglich ist und der Soundmann auch noch nicht ganz bei der Sache war, sprang der Funke bei mir noch nicht so richtig über. Also fix ins Getränkezelt um sich bei einer Gerstenkaltschale auf Morbus Chron vorzubereiten. Dies dauerte dann mal eben über ne halbe Stunde, da grade mal 5 Nasen am Tresen standen und ständig entweder das Wasser alle war, oder es kein Kleingeld mehr gab. Da sollte für die Zukunft unbedingt nachgebessert werden, da grade zu Stoßzeiten nur zwei Getränketresen deutlich zu wenig waren und für lange Wartezeiten sorgten, obwohl die Ausschankcrew ihr Bestes gab. (dl)

Gegen 17:30 gabs dann wieder schwedischen Todesstahl. Diesmal durften MORBUS CHRON die Massen mit ihrem mittlerweile stark progressiven Death Metal verzücken. Zumindest bei mir wollte dies auch jetzt nicht wirklich funktionieren, was aber nicht nur daran lag, das die Sonne mein letztes bisschen Resthirn, das vom letzten Abend noch übrig war, in einen kochenden Brei verwandelt hatte. Das rotzige Oldschool-Brett ihrer ersten beiden Scheiben wurde von mir ziemlich abgefeiert, aber mitlerweile spielen die ganzen schwedischen Youngsterbands ja plötzlich alle so komisches Düster-/Prog-Zeug und malen sich lustige Gesichter. Ich verzog mich also tapfer auf eine der Bänke vorm Brutz und Brakel Stand und guckte mir den Rest des Auftritts mit einem Vodka inkl. einem Spritzer Orangensaft an und war doch recht enttäuscht. Diejenigen, die einen besseren Zugang zum neuen Sound von Morbus Chron haben, machten aber gut Stimmung vor der Bühne und somit kann der Auftritt klar als Erfolg gebucht werden. Damit nun nicht nur in einer Tour gemeckert wird, gebe ich das Zepter an Rouven weiter, der zu MIDNIGHT und NUCLEAR ASSAULT den Moshpit enterte. (dl)

Nachdem die letzten Reste des schwedischen Todesdarms weggeräumt wurden, entern die drei Clevelander Chaoten von MIDNIGHT die Bühne. Soundcheck...und los geht die wilde Lutzi, hatten sie nach dem dezent mißglückten Auftritt beim Hell Over Hammaburg ja einiges nachzuholen. Locker spielen die drei Mannen um Oberkaputzenfetischist Athenar ( auch bei 35°C mit Lederjacke auf der Bühne ) Songs wie Evil like a Knife, Satanic Royality oder Lust filth and Sleaze runter und die Zuschauer grölten aus allen Kehlen mit. Leider war die Bühne definitiv zu groß und die " Show " kam nicht wirklich rüber, darüber hinaus fand das Konzert mitten am Tag bei 35°C statt, was die dreckig - stickige Attitüde der Band auch nicht grade unterstrich. Nach dem obligatorischen abfackeln der Bass Gitarre ging der Auftritt zu Ende und man konnte fröhlich trällernd den nächsten Bierstand aufsuchen. Abschließend muß man sagen das die Band mit einem super Sound alles richtig gemacht hat, nur leider am falschen Ort zur falschen Zeit gezockt hat. MIDNIGHTgehören in einem kleinen stickigen Club den sie auseinander nehmen können..( wenn denn alle Mitglieder da und spielbereit sind ) (rw)

Bei Temperaturen nah der Kernschmelze enterten vier Jungs aus New York die Bühne und lieferten nach kurzem Soundcheck einen Auftritt mit der Macht von 15 Megatonnen ab. Dan Lilker und seine Truppe von NUCLEAR ASSAULT zockten ein Best of Set aus ihrer 32 Jährigen Bandlaufbahn, das sich gewaschen hat. Routiniert bullerte dem geneigtem Hörer Perlen wie Rise From the ashes, When Freedom Dies oder der Oberkracher Hang the Pope um die Ohren. Der Sound war selbst in der ersten Reihe fantastisch. Frontkeifer John Connelly ließ zwischen den Bomben noch ein paar Späßcken ab während der gute Dan nen guten Schluck Hopfenkaltschale gegen die brütende Hitze nahm (Seine Pupillen sah man aber auch bis zur letzten Reihe....Dan halt). Glenn Evans zertrümmerte seine Schießbude nach allen regeln der Kunst und ließ zusammen mit den Flitzefingern von Gitarrist Scott Harrington ein Stück 80iger durch die Anlage schallen...alles in Allem gab es nach ca 45 min einen würdigen Abgang um einen weiteren Angriff auf ihrer Final Assault Tour zu starten. (rw)

Eigentlich wollte ich wollte ich unbedingt THE RUINS OF BEVERAST sehen, aber ihr kennt das ja...nur mal eben zum Zelt um kurz was zu trinken. Also hab ich folgerichtig den Arsch nicht rechtzeitig hochbekommen und mir bei dem was ich aus Richtung Bühne hören konnte kräftig in den Selbigen gebissen, denn es klang wie man es sich wünschte....hart, düster und tonnenschwer. Zu PRIMORDIAL hab ich meinen Kadaver noch kurz auf das Gelände geschleppt, habe aber den Auftritt aber auch nur nebenbei an mir vorbeirauschen sehen. Da ich ihr letztes Album „Where Greater Man Have Fallen“ sehr genial fand, ärgert mich auch dies im Nachhinein doch sehr.....Papa David is zu Alt für sowas, und das schon am ersten Tag.....Mimimi....

Da BEHEMOTH nie wirklich meins waren, machte sich Rouven auf sich den Hauptact am Donnerstag anzuschauen. Er selber fand das Ganze dann so dermaßen spannend, das er gleich drei mal dabei eingepennt ist. Die Beiden glorreichen Schreiberlinge trollten sich dann durch ihre Kondition gedemütigt in ihr Zelt/Auto und schnarrchten dem Freitag entgegen. (dl)

 

Besonderen Dank sei nochmal an Carsten Brand von Brandlicht gesagt, der uns mit tollen Fotos versorgt hat, da meine und Rouvens Kinderknipsen zu peinlich für den Fotograben waren. Alle Rechte an den Fotos liegen somit bei ihm!



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