Review:

The Path Of The Dark King

(Elvenpath)

Frankfurts Power Metal Band Nummero Uno veröffentlicht mit „The Path Of The Dark King“ ihr 5tes Full-Length-Werk. Dass dies einmal mehr in Eigenregie geschieht, ist Angesicht dessen, was jeden Monat an minderwertigen Alben von Labels auf die Menschheit losgelassen wird schon fast etwas tragisch. Auf der anderen Seite redet so den Mannen um Gitarrero Till Oberbossel auch niemand in ihre Vision von Heavy Metal hinein. Und diese fängt mit CAGE-lastigem Painkiller Geballer an („Combat Zone Europe“), geht über MAJESTY-Pathos („On Strong Voice“) hin zu MAIDEN-Epik („The Sword Of Gideon“), leichten DOMINE-Kauzanleihen („Devil’s Game And God’s Masquerade“) und HELLOWEEN-Speed („Black Wings“). In diesem Spannungsfeld bewegen sich ELVENPATH mittlerweile sehr sicher und geschmackvoll. Was noch mehr als auf den Vorgängern zum Vorschein kommt, ist ihre Vorliebe für ausufernde Longtracks. 9 Songs in 74 Minuten sind eine klare Ansage und ein Indiz dafür, dass hier kein musikalisches Fast Food serviert wird. Und ELVENPATH schaffen es trotzdem den Hörer über die gesamte Distanz bei der Stange zu halten. So wirken auch die beiden absoluten Longtracks „The Sword Of Gideon“ und „The Mountain Curse“ mit 11 bzw 15 Minuten zu keiner Sekunde überladen oder künstlich aufgeblasen. Wie oben beschrieben hört man natürlich den einen oder anderen Einfluss, was ELVENPATH selbst sicher auch nicht verleugnen werden, jedoch werden diese durch den bandeigenen Fleischwolf gedreht und so bekommt das alles ein eigenes Gesicht und ist nicht zuletzt durch die recht eigene Stimme von Fronter Dragutin Kremenovic mit viel Wiedererkennungswert ausgestattet.

Der direkte Sound, für den sich ACCEPT Gitarrist Uwe Lulis verantwortlich zeigt, passt dann wie die Faust aufs berühmte Auge.

Auch textlich haben ELEVENPATH einiges zu sagen. Klar, gibt es auch Liebeserklärungen an den Heavy Metal für die Joey DeMaio die Jungs wohl am Liebsten hinter die Bühne nehmen würde aber daneben spielen Tagespolitik, Geschichte, Game of Thrones, weiterer Filmstoff und der ewige Kampf zwischen Gut und Böse in den Texten eine Rolle.  

Wer also zeitlosen Power Metal jenseits der puren 80er Verehrung sucht, der sollte ELVENPATH ein Ohr leihen.

The Path Of The Dark King


Cover - The Path Of The Dark King Band:

Elvenpath


Genre: Power Metal
Tracks: 9
Länge: 73:48 (CD)
Label: Eigenpressung
Vertrieb: -