REVIEW: All must Wither (ASH OF ASHES)
GEHEIMTIPPDas Duo ASH OF ASHES zu kategorisieren, ist nicht so einfach. „Band“-Anordnung , Artwork und Logo deuten klar in Richtung Black Metal bzw. Doom. Beide Genres finden auch partiell statt, dazu gesellt sich aber viel purer klassischer Metal. Der Gesang schwankt zwischen räudig-böse und hochmelodiös, fast eines Michael Kiske („King of the Fallen“) würdig. Skaldir zeichnet hierfür verantwortlich, er ist auch der musikalische Kopf, sprich Komponist, Gitarrist, Bassplayer und Produzent; Morten, das zweite Bandmitglied, ist die Black Metal Stimme und Texter. „All Must Wither“ ist das dritte Album des deutschen Kollektivs.
Ich denke, die Vergleiche mit WHILE HEAVEN WEPT, plus eine Portion Raserei und frühe Kiske - HELLOWEEN sind zulässig. Der Kontrast, den ASH OF ASHES herstellen, ist ungewohnt, die Komponenten neu in ihrem Zusammenspiel - das macht es spannend, aber auch unvertraut. Der Gesang ist durch den Wechsel sehr variabel, allein Skaldir alterniert zwischen verhaltenem, klaren Gesang und hoher Vollstimme. Dazu gesellt sich noch die unstete Art der musikalischen Erzählung: galoppierend, im wilden Ritt, im sanften Trab, und das alles in einer Nummer. Dazu benötigen sie wie bei „The Chronicler“ über 17 Minuten; interessant ist, dass ihnen aber meist vier Minuten für eine ähnliche Vielfalt reichen.
ASH OF ASHES fordern Aufmerksamkeit, die Aufführung ist gehaltvoll, die Offerte selbstbewusst, im Kern immer metallisch, voller Facetten. Was als Trauerzug beginnt („My Old Friend“), kann als Blätter aufwirbelnder Herbststurm enden. Ein Geschichten erzählendes Album für den abendlichen Platz am Kamin.
ALL MUST WITHER
| Band: | ASH OF ASHES |
| Genre: | Metal |
| Tracks: | 8 |
| Länge: | 43:11 |
| Medium: | CD |
| Label: | metalloscope |
| Vertrieb: |








