REVIEW: Who Do You Fight? (GOBLYNS)
BY Meisenkaiser
Kann sich noch jemand an die britische Fernsehserie „Life on Mars – Gefangen in den 70ern“ erinnern, das Quasi-Vorbild zum deutschen Pendant „Der letzte Bulle“? Die GOBLYNS hängen ganz sicher nicht in der Zeitschleife fest, aber wenn das britische Original einen Independent-Soundtrack bekommen hätte, wäre ihr drittes Album „Who Do You Fight?“ die perfekte Wahl. Das Trio stammt ursprünglich aus Port Elizabeth in Südafrika und ist mittlerweile in Berlin ansässig. Bekannt für einen energiegeladenen Mix aus Psychedelic Rock, Blues, Funk und Space-Grooves, klingt das dritte Album allerdings unglaublich entspannt – fast so, als hätten sich Sam Tyler und Mick Brisgau mit ihren Day-Beds direkt in die Bar gelegt. Wo das Gekiekse im Opener „Before I Break“ noch etwas nervt, kommt der „Dabadapdata“-Chor in „Kowie Cat“ derart lässig daher, dass man beim Hören unwillkürlich mitwippt – egal ob am Frühstückstisch, am PC oder eben in der Bar. Apropos Ermittler: Warum fallen einem bei dieser Musik eigentlich so viele Ordnungshüter ein? „Lagoon“ jedenfalls könnte auch direkt in „Shaft“ für den perfekten Background sorgen. So ist „Who Do You Fight?“ gleichermaßen cineastische Filmmusik für einen Police-Streifen und cooler Lounge-Sound in einer entspannten Cocktailbar. Bleibt am Ende nur eine Frage: Was bedeutet der Titel des Rausschmeißers „Naki Putzi“, und warum nennen die Musiker ihre Vinyl-Variante eigentlich „Naki-Putzi-Edition“?
WHO DO YOU FIGHT?
| Band: | GOBLYNS |
| Genre: | Psychedelic Rock |
| Tracks: | 9 |
| Länge: | 338:15 |
| Medium: | CD |
| Label: | Crazysane Records |
| Vertrieb: | Cargo |






