REVIEW: Born With A Hammer (Kai Hansen)
KAI HANSEN nutzt die Pause im Kürbiscamp für sein neues Soloalbum „Born With A Hammer" Für meine persönliche musikalische Adoleszenz waren sowohl HELLOWEEN als auch GAMMA RAY wichtig und Hansen damit unfassbar prägend. Ich kann gar nicht genug betonen, wie viele wunderbare Stunden mir Kai bis heute beschert hat. Das wollte ich vorausschicken, da „Born With A Hammer“ leider nur bedingt Begeisterungsstürme bei mir auslöst.
Es ist ein sehr persönliches Album, weshalb da auch „HANSEN“ auf dem Cover steht und eben nicht GAMMA RAY. Ich habe auch kein Problem damit, dass Kai sich hier musikalisch austobt und die alten Power Metal Pfade verlässt. Womit ich ein Problem habe, sind eher platte Songs wie „Don’t Care“ oder „I.D.G.A.F.“. Da erwarte ich von einem Songwriting-Gigant wie Hansen einfach mehr. Dass er es nicht komplett verlernt hat, beweist er beispielsweise mit dem an „Heal Me“ erinnernden epischen Titelstück oder beim treibenden Opener „Feeding The Beast“. Aber dazwischen ist erschreckend viel Leerlauf und Experimente, die meiner Meinung nach, nur eingeschränkt zünden.
Irgendwie hatte ich ähnliche Empfindungen bei „Shadowmaker“ von RUNNING WILD. Auch wenn ich mit einigen Tracks auf diesem Album ziemlich fremdle, so ist es natürlich immer schön, die prägnante Stimme des Meisters zu hören, obwohl sich Kai heutzutage vornehmlich in mittleren Tonlagen aufhält. Hansen muss niemanden mehr etwas beweisen, möchte offenkundig einfach nur Spaß und eine gute Zeit haben. Das sei ihm von Herzen gegönnt. Meine Wenigkeit hofft jedoch inständig, dass er die nächste Pause von HELLOWEEN nutzt, um uns ein neues GAMMA RAY Album um die Ohren zu hauen.
BORN WITH A HAMMER
| Band: | Kai Hansen |
| Genre: | Heavy Metal |
| Tracks: | 10 |
| Länge: | 45:39 |
| Medium: | CD |
| Label: | earMusic |
| Vertrieb: | edel |






