REVIEW: Lay Me Down O Silent Fear (LACRIMAS PROFUNDERE)
Nahezu passend zum Oktoberfest veröffentlichen die Oberbayern von LACRIMAS PROFUNDERE ihr 14. Studiowerk. Mit Blasmusik, das weiß der Kenner, haben sie dennoch nichts gemein, und so öffnet „Days of Doom“ gehaltvoll mit einer Melange aus aufgeschäumtem Death Metal und würzigem Alternative Rock. Die Melodie gefällt, Sänger Julian Larre neigt weit weniger zur Raserei wie beim Vorgänger, so bekommen wir einen Song, der zwar Böse klingt, sich aber seine Freundlichkeit bewahrt hat. Bei „Nevermore“ bietet die Band HIM-kompatiblen Dark Rock, und ihr mexikanischer Sänger macht uns den Finnen Ville Valo dazu.
Das Quartett unter Führung von Gitarrist und Songwriter Oliver Nikolas Schmid zeigt sich einnehmend, harmonisch und verträglich. Die „Wohngemeinschaft“ besteht aus Dark Rock, Death Doom und Gothic Metal - alles unter einem Dach, und alle fühlen sich pudelwohl. Growls und wüstes Gitarren-Geschrubbe wechseln mit ausgewogenem Klargesang („O Silent Fear“) und punkten stimmungsvoll und kurzweilig. LACRIMAS PROFUNDERE bieten heuer starke, gehaltvolle Songs an, dabei sind die Kontraste von Nummer zu Nummer weniger ausgeprägt. Die Band scheint gut aufeinander eingestimmt und spielt ihre Stärken gekonnt aus.
„Lay Me Down O Silent Fear“ ist gebunden und berechenbar, düster, ohne zu deprimieren, und mit dem vor Leidenschaft berstenden „Veil XV“ ist den Oberbayern gar ein waschechter Hit gelungen. Die Nummer glänzt und überstrahlt den wertigen Rest, und dieser Schein sollte auch auf das Album fallen. O’zapft is!
LAY ME DOWN O SILENT FEAR
| Band: | LACRIMAS PROFUNDERE |
| Genre: | Gothic Metal |
| Tracks: | 10 |
| Länge: | 41:12 |
| Medium: | CD |
| Label: | Steamhammer |
| Vertrieb: | Open |






