REVIEW: Airbourne
TIPPAm 4. September erscheint endlich das neue AIRBOURNE-Album. Den Fans wurde es ja schon auf der Tour im Januar 2025 für den Sommer im gleichen Jahr angekündigt, aber manchmal dauert es einfach etwas länger (unter anderem drei Monate für die Schlagzeug-Aufnahmen). Der Großteil wurde im Music Farm Studio außerhalb von Byron Bay aufgenommen, wo sich das originale Neve-Mischpult der Alberts Studios befindet, auf dem Bands wie AC/DC und ROSE TATTOO ihre frühen Alben aufgenommen hatten. Außer die vier Musiker mit giftigen Schlagen, tödlichen Spinnen, zyklonartigen Stürmen (dazu später noch mehr) und den Tücken der alten Analogtechnik. Hier kommt also das Beste aus Australien zusammen.
Die Scheibe startet perfekt mit der ersten Single „GUTSY“ (englisch für mutig, tapfer, kämpferisch), einem typischen AIRBOURNE-Song, der wieder die Essenz von AC/DC verinnerlicht aber im Vergleich zu diesen doch mehr auf die Tube drückt. Danach kommt gleich mein Favorit „ALIVE AFTER DEATH (LAST PLANE OUT)“, welcher mich sehr an die 80er erinnert. Coole kurze „Soli“ während den Strophen, sehr melodiös und viele Gelegenheiten zum Mitsingen. Was für eine geile Nummer! Auf Track 3 („HERE SHE COMES“) möchte ich, obwohl nicht unbedingt der beste, aber vermutlich der radio-tauglichste, speziell hinweisen: hier hat tatsächlich BRYAN ADAMS am Songwriting mitgewirkt und wenn man das weiß, kann man das irgendwie sogar raushören. Obwohl der Bandinfo zu entnehmen ist, dass die Demos wohl schon so gut klangen, dass Co- Songwriter und mit Produzent John "Mutt" Lange (DEF LEPPARD, AC/DC) und BRYAN ADAMS sie bereits für die fertigen Aufnahmen hielten, hatte der gute Herr doch noch etwas hinzuzufügen. Während es bei Songs wie „KID IN A CANDY STORE“ (wow, also, mehr AC/DC geht nicht) und „SKY HIGH“ natürlich um Frauen und Sex geht, handelt „HERE SHE COMES“ von dem eingangs erwähnten gewaltigen Tropensturm, der das Studio „in Dunkelheit tauchte, die nur durch die Blitze am Himmel erhellt wurde“ und anscheinend bleiben Eindruck hinterließ. Im letzten Song „SEND ME TO ROCK'N'ROLL HEAVEN“ geht es um die großartige Band, die sich hier zusammen getan haben muss, bestehend aus u. a. LEMMY KILMISTER, BON SCOTT und LITTLE RICHARD.
Man bekommt auf dem Self-Titled-Album genau das, was man von AIRBOURNE erwartet und sich erhofft, sprich das Rad wird sicherlich nicht neu erfunden, aber das Songwriting ist erste Sahne und die Platte macht einfach mega Laune. All Killers, no Fillers! Ich habe nur einen Punkt, den ich nicht verstehe: Wieso ist „CHRISTMAS BONUS“ Track Nummer 7 von 12? WHYYYY? Ich meine, das Lied ist wie der Rest auch super, aber bei einer Platte, die im Spätsommer erscheint, kann man doch nicht einfach einen Weihnachtssong (mit obligatorischem Glöckchen-Rasseln) mitten rein packen. Das ist schon etwas grenzwertig haha und vielleicht auch Absicht um zu Irritieren. Egal, ich vergebe 5 von 5 möglichen auf dem Kopf zermatschten Bierdosen. Geiler Scheiss. Prost!






