REVIEW: The Brutal Divine
Das Intro vom neuen SPREAD EAGLE-Album, ihrem vierten, verschleiert, was den Hörer tatsächlich erwartet. Melodiös, sphärisch heranschwebend mündet es in einem Gitarrensolo, ab da wird klar, was die vier New Yorker Rabauken anbieten: räudigen, wilden Sleaze Rock, der frühe SKID ROW, LOVE/HATE und eine gehörige
Prise WARRIOR SOUL in sich trägt. Sänger Ray Wests rufender Gesangsstil ist dem
von Kory Clarke nicht unähnlich, gleichwohl gelingt es der Band wie beim Opener
„Flat Earth Vultures“ hymnische, melodiöse Fäden mit einzuweben. Bei „Street
Noise“ hingegen präsentieren sie grobmaschigen Punk Rock. Neben dem Gesang gibt
die wild um sich beißende Gitarre von Jommy Puledda Kontur und Profil und
zeichnet sich mit scharfen und handwerklich beeindruckenden Soli aus. Die
borstige, ungeschliffene, direkte Energie, die schon abweisend aggressiv ist,
beeindruckt. Immer wieder stark ist es, wenn zwischen all der Raserei
Nachdenklichkeit und Tiefe durchscheinen wie beim Opener, „Jail Rat“ oder
„Makebeliever“.
SPREAD EAGLE stehen für sich, wie ein um sich tretender Pogotänzer. Der Albumtitel „The Brutal Divine“ ist zutreffend, wenn wir das Göttliche auf die Kunst beziehen. Brutale Kunst ist das Angebot - heavy, intensiver, getriebener und kompromissloser Sleaze Rock ist die Offerte, den man so nicht an jeder Ecke findet, klasse!




