REVIEW: Overdrive (Marc Amacher)
Dem Berner Blues Rock-Musiker MARC AMACHER gelang es durch die Finalteilnahme bei The Voice of Germany, seinen Bekanntheitsgrad veritabel zu erhöhen. Mit diesem Rückenwind erreichte sein viertes Werk „Load“ Platz 1 der Albumcharts in der Schweiz. Parallelen zu dem deutschen Musiker Andreas Kümmert (Gewinner von The Voice of Germany) sind zulässig.
MARC AMACHER komponiert seine Songs überwiegend selbst und sucht im Kontrast zu Kümmert aktiv ein größeres Publikum. Er nutzte bereits die Gelegenheit, mit Künstlern wie u.a. ERIC CLAPTON und BILLY F. GIBBONS die Bühne zu teilen.
Das neue Album „Overdrive“ ist um einiges aufgekratzter als der Vorgänger. Dessen soulig-bluesiges, sehr entspanntes Grundaroma ersetzt heuer Spelunken-kompatibler Blues Rock. Nummern wie „Hell Yeah“ , das hardrockende „Dark Knight“ oder das gehetzte „Fool“ dürfen für ein neues musikalisches Angebot stehen. „Rolling and Tumble“ ist nahe am Sleaze Rock der Marke THE DOGS D’AMOURE gebaut, und bei dem lockeren „Can‘t Beat Time“ ringt Marc seiner Stimme fast TOM WAITS-artige, schrille Brüchigkeit und verrucht-schräge Ausdrucksfülle ab, kontrastiert von Katarina Michels melodiöser Stimme.
MARC AMACHER bietet auf „Overdrive“ mehr Vielfalt und Muskelspiel, die fast schon, zu großen Teilen, schläfrige Lässigkeit von „Load“ ist kaum noch zu finden. Diesen Wechsel darf man nach einem Nummer 1-Album schon als verwegen bewerten.
OVERDRIVE
| Band: | Marc Amacher |
| Genre: | Rock |
| Tracks: | 11 |
| Länge: | 38:39 |
| Medium: | CD |
| Label: | Metalville |
| Vertrieb: | Edel |




