NEWS: Rock in Rautheim: Ein lautestes Plädoyer für Inklusion
BY Erik Bosbach
ROCK IN RAUTHEIM in Braunschweig verbindet seit Jahren Rock und Metal mit einem Konzept, das in Deutschland nahezu einzigartig ist. Hier ist Inklusion kein Werbeslogan, sondern gelebter Alltag. Hinter dem Festival steht die Lebenshilfe Braunschweig, die gemeinsam mit rund 400 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie Menschen mit und ohne Behinderung ein Festival organisiert, das sich längst einen festen Platz im deutschen Festival-Kalender erarbeitet hat.
Die Geschichte von ROCK IN RAUTHEIM begann bereits im Jahr 2002 mit einzelnen Konzerten. Ende 2018 entstand daraus die Idee, ein zweitägiges Rock- und Metalfestival zu entwickeln. Durch die Verpflichtung international bekannter Bands wuchs die Veranstaltung schnell zu Deutschlands größtem Rock- und Metalfestival mit inklusivem Schwerpunkt heran. Heute reisen Besucher aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland nach Braunschweig, um gemeinsam zu feiern.
Auch die Besucherzahlen sprechen für sich. Bei der Ausgabe 2025 feierten rund 3.000 Besucher pro Tag auf dem Festivalgelände. Für 2026 wurden sogar 3.500 Gäste erwartet, die Veranstaltung war bereits im Vorfeld ausverkauft. Damit wächst ROCK IN RAUTHEIM Jahr für Jahr weiter, ohne Charakter zu verlieren.
Das Besondere an ROCK IN RAUTHEIM ist jedoch nicht allein das Line-up. Unter dem Motto „Von A wie Aufbau bis Z wie Zapfen ist alles inklusiv“ arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in nahezu allen Bereichen des Festivals: Ob beim Auf- und Abbau, am Getränkestand, im Merchandise, im Catering oder hinter den Kulissen.
Die Lebenshilfe Braunschweig nutzt das Festival bewusst als Plattform, um gesellschaftliche Teilhabe sichtbar zu machen. Menschen mit Behinderung sind nicht nur Gäste, sondern gestalten das Festival aktiv mit. Zahlreiche Lebenshilfe-Gruppen aus ganz Deutschland besuchen die Veranstaltung jedes Jahr. Unterstützt wird das Projekt von Aktion Mensch sowie vielen regionalen Partnern.
Besucher finden unter anderem eine überdachte Rollstuhltribüne mit Betreuung, ein Pflege-Team vor Ort, barrierefreie und Pflege-Toiletten, befestigte Wege und Flächen, rollstuhlgerechte Kabelbrücken sowie ein übersichtliches Festivalgelände. Ziel ist es, dass Menschen mit Unterstützungsbedarf das Festival möglichst selbstständig und ohne Hürden erleben können.
2026 standen mit FEUERSCHWANZ, ORDEN OGAN und VISIONS OF ATLANTIS drei internationale Szenegrößen an der Spitze des Line-ups und sorgten für zwei Tage voller Power Metal, Folk Metal und Symphonic Metal.
Ausblick auf 2027
Am 7. und 8. Mai 2027 öffnet ROCK IN RAUTHEIM erneut seine Tore:
Mit BEYOND THE BLACK, DORO und LORDI wurden als Headliner verpflichtet. Darüber hinaus dürfen sich die Besucher auf RAGE, FROZEN CROWN, METALITE, NAILED TO OBSCURITY, MISSION IN BLACK, LUCIFER STAR MACHINE, ODC sowie die inklusive Band AMALGAM freuen, die bereits beim Wacken Open Air für Begeisterung sorgte.
ROCK IN RAUTHEIM beweist eindrucksvoll, dass Heavy Metal weit mehr ist als laute Musik. Das Festival steht für Zusammenhalt, Offenheit und gegenseitigen Respekt. Hier feiern Menschen mit und ohne Behinderung Seite an Seite, ganz selbstverständlich.
Festivals wie ROCK IN RAUTHEIM zeigen, wie Inklusion in der Praxis funktionieren kann. Nicht durch große Worte, sondern durch gemeinsames Arbeiten, gegenseitige Unterstützung und unvergessliche Festivalmomente. Es verbindet Mucke mit einer starken gesellschaftlichen Botschaft und beweist, dass Metal für Gemeinschaft, Vielfalt und Zusammenhalt steht!
Wer also im Mai 2027 nicht nur Konzerte erleben, sondern auch ein Festival besuchen möchte, das echte Teilhabe lebt, sollte sich ROCK IN RAUTHEIM unbedingt im Kalender markieren.
Quelle: https://www.rock-in-rautheim.de/








