NEWS: MERRIMACK covern Depeche Mode

BY Meisenkaiser


Wenn Weihrauch auf Neonlicht trifft: MERRIMACK schießen Depeche Mode ins absolute Black-Metal-Verderben! Packt die Nietengürtel ein und schmeißt die Nebelmaschine an! Was passiert, wenn man düsteren, frostigen Black Metal mit der hypnotischen Melancholie des 80er-Jahre-Synthie-Pop kreuzt? Die Antwort liefern uns die französischen Extrem-Metaller von MERRIMACK. Die Jungs, die bereits seit 1994 die Underground-Szene das Fürchten lehren, haben sich via Season of Mist einen absoluten Knaller erlaubt: Sie schnappen sich „Wrong“, den legendären Synth-Pop-Hit von Depeche Mode, und jagen ihn durch den klanglichen Fleischwolf.

Herausgekommen ist eine knackige, 2:59 Minuten lange Sound-Explosion, die ab sofort exklusiv auf allen digitalen Plattformen streambar ist. Wer glaubt, das sei nur ein billiger Marketing-Gag, der irrt sich gewaltig. Hinter dieser Coverversion steckt eine tiefe, jahrelange Fan-Liebe. Gitarrist Perversifier, der die Idee in den Proberaum schleppte, outet sich als echter Depeche-Mode-Maniac: Die Alben nach 1984 seien über die Jahre „einfach immer besser geworden“. Und speziell „Wrong“ (im Original von Martin L. Gore für das 2009er-Album Sounds of the Universe geschrieben) hatte es ihm angetan – ein Song, dessen Original laut Perversifier „bereits mehr Dunkelheit in sich trug, als selbst Black Metal sie im Normalfall erreicht.“

Das Kuriose an der Geschichte: Die Instrumentalspuren wurden bereits im Jahr 2012 während der Sessions zu "The Acausal Mass" im legendären Necromorbus Studio eingespielt. Danach staubte das Tape über ein Jahrzehnt im Archiv ein, bevor die Band kürzlich ins Studio zurückkehrte, um die Vocals einzuspielen und das Ding endlich auf die Menschheit loszulassen. Das Ergebnis? Pure, rohe Gewalt! Während Martin L. Gores Version die obsessive Selbstzerstörung durch unterkühlten Synth-Pop filtert, reißen Merrimack jede schützende Distanz ein. Sie behalten die Komposition zwar Note für Note bei, ersetzen aber das kühle Elektronik-Gewand durch eine Wand aus peitschenden Riffs und bitterböser Aggression.

Wer nach diesem brutalen Ritt Bock auf mehr kompromisslose Kunst hat, sollte unbedingt in ihr aktuelles Album "Of Grace and Gravity" (2024) reinhören. Nach drei Jahrzehnten im Business beweisen die Franzosen hier einmal mehr, dass sie sich nicht verbiegen lassen – messerscharfer, perfektionierter Black Metal ohne Kompromisse über Season of Mist!



Quelle: Season of Mist