Review:

Blue Eyes

(Wolvespirit)

Die BLUES PILLS und vor allem PRISTINE dürfen als Vergleich herhalten. Vintage-, pychedelischer Blues Rock, female gefrontet sind auch der Würzburger Band WOLVESPIRIT musikalische Zutaten auf ihrem neuen Album "Blue Eyes". Bis auf den Schlagzeuger leben die Bandmitglieder gemeinsam in einer Künstlerkommune – das heißt: Vertrautheit, reger Austausch und kurze Wege. So klingt das Album auch harmonisch und homogen. Was meine Aufmerksamkeit besonders auf sich zieht, ist der warme Hammondorgel-Sound und dessen starke Präsenz sowie die bluesig beseelte Gitarre. Die Stimme bzw. der Gesang der Amerikanerin Deborah Craft ist leidenschaftlich und gibt dem Ding Profil und Eigenständigkeit, kann aber nicht ganz in Volumen, Kraft und Ausstrahlung mit der oben erwähnten Konkurrenz mithalten. Echt und erdig wird auf dem vierten Longplayer des Quintetts gerockt, nicht immer können einen die Melodien, sprich das Songwriting, überzeugen, aber die Leidenschaft und Authenzität der Darbietung machen das irgendwie wieder wett. "Blue Eyes" ist ein Vintage Rock Album, das zu keiner Sekunde aufgesetzt oder affektiert wirkt. WOLVESPIRIT ist eine sympathische Band aus deutschen Landen, die man auf jeden Fall mal antesten sollte. Gerade die Vinyl-Versionen im bunten Artwork machen was her.

Blue Eyes


Cover - Blue Eyes Band:

Wolvespirit


Genre: Hard Rock
Tracks: 10
Länge: 51:45 (CD)
Label: spirit Stone
Vertrieb: Cargo Records