Review:

Traces

(Steve Perry)

STEVE PERRY war für über 20 Jahre von der musikalischen Bildfläche verschwunden – auch wenn seine Songs mit JOURNEY zu den Dauerbrennern im AOR-Radio gehören und seine unverkennbare Stimme somit immer noch gegenwärtig ist. 20 Jahre in denen er gebeutelt von Krankheiten, Depressionen und menschlichen Verlusten wohl kaum Lust auf Musik hatte. Das hat sich nun, ich Alter von 69 Jahre geändert – und die Stimme von JOURNEY ist immer noch als die Stimme von JOURNEY zu erkennen. Auch wenn Perry gesanglich Volumen und Kraft eingebüßt hat, es alles in allem rauer, teilweise brüchiger klingt. Die Songs auf „Traces“ an sich geben sicherlich Perry’s Seelenlage wieder – und es ist STEVE PERRY hoch anzurechnen, dass er dies auf diese Weise verarbeitet. Aber leider genügt das Ergebnis aus meiner Sicht nicht den hohen Erwartungen, die man an ein Album mit JOURNEY-Background stellen darf. Denn die Songs sind kompositorisch wie auch melodisch nicht überzeugend. Die 10 Tracks sind überwiegend schmalzig geraten und lassen vom Tempo wie von der Melodieseite Ausreißer nach oben vermissen. „Traces“ besteht ausschließlich aus Balladen – wobei als die Besseren das mit Mitteteil der Scheibe platzierte Trio aus „No More Cryin“, „In The Rain“ und „Sun Shines Gray“ benannt werden kann. Ansonsten ist das Album trotz der nachvollziehbaren Beweggründe einfach ein ganzes Stück zu ruhig, fast kitschig geraten. „Traces“ ist wohl eher nur was für die Fans des STEVE PERRY und balladesker Töne.

Traces


Cover - Traces Band:

Steve Perry


Genre: Pop
Tracks: 10
Länge: 40:18 (CD)
Label: Concord Records
Vertrieb: Universal Music