Review:

Prayers For The Damned (Vol. 1)

(Sixx: A.M.)

TIPP

Nach dem scheinbar endgültigen Ende von MÖTLEY CRÜE ist Bassist Nikki Sixx bereits wieder rege anderweitig beschäftigt. Ursprünglich als reines Studioprojekt gegründet, sind SIXX: A.M. inzwischen auch munter auf den Bühnen dieser Welt unterwegs, darunter unter anderem ein Auftritt bei Rock am Ring. Jetzt haben sie dabei auch noch ein neues Album im Gepäck, das mittlerweile vierte der Herren—und „Prayers For The Damned“ ist ein kleines Hardrock-Schmuckstück geworden. Die Platte rockt von der ersten Sekunde an, die Melodien gehen sofort ins Ohr, nichts davon klingt nach 80er-Gedenkveranstaltung. Stattdessen weht da stellenweise gar eine unerwartete Melancholie und Düsternis aus den Boxen, wie beispielsweise in der Strophe von „When We Were Gods“, der sehr gelungenen rauen und sich zum Ende hin immer mehr ins Crescendo aufschwingenden Halbballade „Rise Of The Melancholy Empire“ oder dem dunkel angehauchten Titeltrack „Prayers For The Damned“, der zum Teil ein wenig an die Kollegen von Papa Roach erinnert. „Belly Of The Beast“ misch unkonventionell groovige, moderne Elemente mit klassischem Hard Rock, „Everything Went To Hell“ kommt metallischer daher. Aussetzer gibt es gar keine zu vermelden, alle Songs sind ungeachtet ihrer Härte sehr eingängig geraten und ziehen einen gnadenlos vom Stuhl. FAZIT: SIXX:A.M. ist mit „Prayers For The Damned“ ein wirklich großer Wurf gelungen – anhören!

Prayers For The Damned (Vol. 1)


Cover - Prayers For The Damned (Vol. 1) Band:

Sixx: A.M.


Genre: Hard Rock
Tracks: 11
Länge: 49:0 (CD)
Label: Eleven Seven Music
Vertrieb: ADA-Warner
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