Review:

RESTLESS SPIRITS

(RESTLESS SPIRITS )

Die LORDS OF BLACK sah ich schon als baldigen Festival Headliner und kommende Miterben des Power Metal-Throns. Doch weit gefehlt, verloren sie doch ihren Frontman und Aushängeschild Ronnie Romero. Zurück bleibt der Hauptsongwriter und Gitarrist Tony Hernando, der nun die Scherben des zu schnellen Erfolgs des chilenischen Sängers aufkehren darf und sehen muss, wie er die Band am Leben hält.

RESTLESS SPIRITS heißt das neue Projekt, das er anführt. Ob es jetzt als Verlust-Therapie dient oder einfach nur eine typische Frontiers Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist, lassen wir mal unbeantwortet. Zumindest unterscheidet sich das Debüt um einiges von seiner Stammband. Sechs verschiedene Gastsänger geben sich darauf die Ehre. Darunter u.a. bekannte Namen wie Johnny Gioeli (u.a. Axel Rudi Pell) und Deen Castronovo (Revolution Saints, ex-Journey), aber auch eher "unbeschriebene" wie der neue LORDS OF BLACK-Sänger Diego Valdez (Dream Child).

Der starke Opener, phantastisch intoniert von Johnny Gioeli, könnte sich so auch auf einer LORDS OF BLACK-Platte drehen. Aber bereits die zweite Nummer "Unbreakable" erinnert stark an JOURNEY und hat mit Power Metal nichts mehr am Hut. Das Songwriting ist hochwertig, ebenso die Performance der Beteiligten, und auch die Produktion zeigt keine Schwächen. Die vielen verschiedenen Stimmen halten das Album spannend und abwechslungsreich, wobei es kaum vermeidbar ist, dass sich ein gewisser Sampler-Charakter einstellt. Einzig Tony Hernandos variables und gefühlvolles Spiel und sein sicheres Händchen für potente Melodien halten das Gefüge zusammen. Gleichwohl gibt es auf RESTLESS SPIRITS einige ganz großartige Songs zu entdecken.

 

 

RESTLESS SPIRITS


Cover - RESTLESS SPIRITS Band:

RESTLESS SPIRITS


Genre: Hard Rock
Tracks: 11
Länge: 55:32 (CD)
Label: Frontiers Records
Vertrieb: Soulfood