Review:

The Black Consecration

(Noctem)

TIPP

Die Band aus Valencia ist nicht nur bereits seit 2001 in der Szene unterwegs und hat es bislang unter Anderem auf vier Studioalben gebracht, sondern gehört zudem zu den aktivsten spanischen Extrem-Metal-Bands. Mehr als 20 Touren durch Europa und Asien hat sie schon absolviert und dabei Größen wie MARDUK, GORGOROTH, TAAKE, NAPALM DEATH, SAMAEL, IMPIETY, HATE oder VOMITORY supportet - ein Indikator dafür, dass sich die Band in keinem Genre zu 100% heimisch fühlt, sondern einen Stilmix aus (hauptsächlich) Black-, Death-, und einem Schuss Thrash Metal zelebriert, der sich nur schwer in eine Schublade stecken lässt. So verhält es sich auch mit Album Nummer Fünf, "The Black Consecration", das den Hörer erst einmal ein wenig ratlos zurücklässt. Hier treffen brachial-infernalische Klangwände von BELPHEGOR und BEHEMOTH auf an NECROPHOBIC erinnernde, flirrende Gitarrenmelodien sowie auf hochverdichtetes Knüppelfeuerwerk der Marke HATE ETERNAL oder NILE. Das Ergebnis ist dabei jedoch deutlich homogener als es diese wilde Mixtur vermuten lässt, denn letztendlich legen NOCTEM ein breites Schwarzmetall-Fundament, das bewusst auf einen reduzierten, trockenen Sound, speziell bei den fast völlig ohne Hall auskommenden Drums, setzt und Hymnen wie den überlangen Opener und Titelsong, das eingängige "Sulphur", das mit einem saustarken Mittelteil garnierte "Coven", das mit stimmigen Breaks versehene "All That Now Belongs To The Earth", das grandiose, fast schon als progressiv durchgehende  "The Court Of The Dying Flesh" oder den wahnsinnigen Abschluss "Dichotomy Of Malignancy" auf den Punkt genau veredelt. "The Black Consecration" sitzt zwischen vielen Stühlen, aber nicht zwischen allen, denn auf den Stuhl des erstklassigen Extrem-Metals passt es mit der gesamten Breite des Allerwertesten!

 

 

The Black Consecration


Cover - The Black Consecration Band:

Noctem


Genre: Black Metal
Tracks: 8
Länge: 43:29 (CD)
Label: Art Gates Records
Vertrieb: Nova MD