Review:

Blue Sky For White Lies

(Nerd School)

Sein Debüt hat das Berliner Duo in nur drei Tagen eingespielt. Für den Nachfolger „Blue Sky For White Lies“ hat es sich mehr Zeit gelassen: Ganze sechs Jahre sind seit Erscheinen des Erstlings vergangen. Trotzdem klingt der Nachfolger nicht weniger direkt. Die zehn Songs zwischen Rock, Blues und Einflüssen aus Punk und Metal gehen so straight und energiegeladen nach vorne, dass man dahinter eine ähnlich kurze Produktionszeit vermuten würde.

Alleine schon nach dem stampfenden Opener „Going Down“ und dem darauffolgenden treibenden „Spine“ scheint alles gesagt zu sein. Dann folgen aber noch Stücke wie das dreckig groovende „Cave“, das einen an DANKO JONES denken lässt, das schwer bluesige und stellenweise an Jack White erinnernde „Anger“ oder das abschließende, knapp 6-minütige „Girl“, das Wüstenstaub atmet und dessen Riff auch von den frühen QUEENS OF THE STONE AGE stammen könnte.

Trotz der vermeintlichen Limitierung durch nur zwei Instrumente gehen NERD SCHOOL also sehr vielseitig zu Werke, verfügen über ein ganzes Arsenal verschiedener Gitarrensounds, und auch dem Gesang wurde je nach Song immer ein leicht anderer Anstrich verpasst. Langweilig wird es einem hier also nie, vielmehr steckt die Intensität der Stücke einen immer wieder aufs Neue an. Noch dazu führt die unmittelbare Produktion dazu, dass man die Band vor dem inneren Auge immer wieder vor sich auf der Bühne stehen sieht.


Blue Sky For White Lies


Cover - Blue Sky For White Lies Band:

Nerd School


Genre: Rock
Tracks: 10
Länge: 35:32 (CD)
Label: POTTpeople
Vertrieb: POTTpeople
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