Review:

Lost On The Road To Eternity

(Magnum)

TIPP
Das 20ste Studio-Album ist in jeden Fall ein Grund zum feiern. Und auch, dass die zwei gemeinsam gereiften Herren Catley und Clarkin nun schon über 40 Jahre MAGNUM lebendig halten, verdient Applaus. Noch dazu in so beeindruckender Qualität. Ein Beleg hierfür ist das eben erwähnte Werk "Lost On The Road To Eternity". Neue Teilnehmer an der MAGNUM-Reise sind Rick Benton (Keyboards) und Lee Morris (Schlagzeug).
 
Zur Eröffnung darf auch gleich der neue Tastenmann "Peaches and Cream" mit 80er Jahre Keyboard-Soße garnieren und macht so den gelungenen Opener AOR-lastiger als gewohnt. Generell fällt das neue Input von Rick Benton nicht nur hier positiv auf, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Die Performance von Bob Catley ist routiniert, vielleicht eine Spur tiefer und entspannter als zuletzt, aber gewohnt eindringlich und leidenschaftlich. Das Album wirkt auf der einen Seite frisch und inspiriert, bleibt aber andererseits ein 100-prozentiges MAGNUM-Werk. Und genau dieser Punkt macht "Lost On The Road To Eternity" so überzeugend. Man spürt hier neue künstlerische Einflüsse, ohne stur den etablierten Sound zu verwalten und Bewährtes plump wiederholen zu wollen. Die Songs bieten viel Raum, sie atmen förmlich und lassen spüren, dass hier kreativ gearbeitet wurde. Ein weiterer Beleg für die neu erwachte Viskosi- und Vitalität ist eine Spielzeit von über einer Stunde für 11 Songs.
 
"Lost On The Road To Eternity" ist pompöser Melodic Rock at its best und darf mit zu den stärksten MAGNUM-Werken ihrer Historie gezählt werden. Ich bin mit der neuen Scheibe erneut Fan dieser in Würde gealterten Hard Rock-Institution geworden, die lange nicht mehr so frisch klang wie hier.

Lost On The Road To Eternity


Cover - Lost On The Road To Eternity Band:

Magnum


Genre: Hard Rock
Tracks: 11
Länge: 67:15 (CD)
Label: Steamhammer
Vertrieb: SPV