Review:

Exlex Beats

(King Of Agogik)

KING OF AGOGIK – das Baby des Schlagzeugers und Produzenten Hans-Jörg Schmitz, liefert 2 Jahre nach dem starken „From A To A“ neues Futter für die anspruchsvolle Instrumentalgemeinde. „Exlex Beat“ – was so viel bedeutet wie „gesetzlose Rhythmen“ – nennt sich das Werk und macht den anspruchsvollen Proggie mal wieder unheimlich Spaß. Schmitz läuft unter dem gesetzlosen Motto „gut geklaut ist halb gewonnen“ zur Höchstform auf: „… also sind auf der Platte 88 Parts, welche nicht meinem geistigen Eigentum entsprungen sind. Es beginnt mit KING CRIMSON und endet mit den BEATLES, dazwischen die weiteren, teilweise leicht zu identifizierenden Teile. Aber natürlich gibt es auch Elemente die kaum hörbar sind. Wer weniger wie fünf findet … muss ein Bassist sein … .“ Und los geht’s. Nach dem mellotron-verseuchten Opener „Bronto's Navel” kommt mit dem 12-minütigen „11th Sense“ die erste Achterbahnfahrt durch die Musikgeschichte, mit zahlreichen mehr oder minder plakativen Verweisen auf bekannte Bands und Songs – u.a. YES, VAN HALEN, ASIA, ELP, GENESIS höre ich heraus. Hier darf jeder Musik-Nerd gerne selber weiter stöbern, raten, genießen. Musikalisch bietet KING OF AGOGIK wieder ein unglaubliche Melange aus progressiven, fast schon orchestralen Rock mit Pop, Folk und unmöglichen Rhythmen und Arrangements, die nicht nur das Schlagzeug in den Mittelpunkt rückt. Highlight sicher das 23-minütige „Thin As A Skin“, welches JETHRO TULL mit „Thick As A Brick” in einer unglaublichen Art und Weise auferstehen läßt – Hammer. Und so gilt für „Exlex Beats“ das, was Hans-Jörg Schmitz sicher freuen wird. Der enddeckungsfreudige Proggie kommt an KING OF AGOGIK an sich nicht vorbei.

Exlex Beats


Cover - Exlex Beats Band:

King Of Agogik


Genre: Progressive
Tracks: 11
Länge: 77:12 (CD)
Label: Saustark Records
Vertrieb: -
Jetzt bestellen bei amazon.de