Review:

Mama Said Rock Is Dead

(John Diva)

Das mit den Pfauenfedern auf dem Artwork passt irgendwie, verfolgen doch JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE eine ähnliche Strategie wie der Ziervogel. So kommt schon das Album als schöner, bunter Digipack inkl. reich bebildertem Booklet und zusätzlichem Poster zum Händler. Auffallen um jeden Preis: bunt, schillernd und sich ein wenig größer machend als man eigentlich ist. Angeblich soll auch der Namensgeber JOHN DIVA schon als Songwriter für diverse Hard Rock-Größen tätig gewesen sein. Heuer versucht er nun, seine Karriere als JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE zu starten. "Mama Said Rock Is Dead" ist das Debüt der Band und wurde produziert von Michael Voss (MAD MAX / MICHAEL SCHENKER); und auch Chris von Rohr (KROKUS) war als Creative Supervisor an dem Album beteiligt.
 
Geboten wird typisch amerikanischer 80er Jahre Hard Rock, der drive hat, durchaus Spaß macht, aber nicht essentiell oder gar extravagant wie das Erscheinungsbild der Band, daher kommt. Stimme, Songwriting, Melodien - alles gefälliges Mittelmaß, so oder so ähnlich schon zigmal gehört. Okay, die Gitarren-Fraktion kann sich hier und da mal ganz ordentlich in Szene setzen, bleibt aber doch meistens an der Durchschnittslinie kleben. JOHN DIVA AND THE ROCKETS OF LOVE machen live sicherlich Spaß. Dazu gesellen sich noch leicht bekleidete Damen wie man hört, und auch die Energie, welche die Musiker auf der Bühne freisetzen, soll wirklich unterhaltend sein. Aber rein auf die Konserve bezogen ist das ähnlich wie das oben genannte Bild (der Pfau kann kaum fliegen): es wird viel Wind gemacht, ohne wirklich abzuheben oder großes künstlerisches Potential zu zeigen. Somit bleibt das Album wie der Vogel leider meist auf dem Boden.
 

Mama Said Rock Is Dead


Cover - Mama Said Rock Is Dead Band:

John Diva


Genre: Hard Rock
Tracks: 12
Länge: 46:42 (CD)
Label: Steamhammer
Vertrieb: SPV