Review:

The Way Of All Flesh

(Gojira)

TIPP
Diese Band ist schlichtweg unglaublich: In Frankreich sind GOJIRA absolute Superstars, doch das hindert sie nicht, mit dem vierten Album noch extremer zu werden. Hier ist progressiv noch der Bedeutung entsprechend - nur klappt das hier eben auch ohne synchron soufflierenden Mathe-Lehrer mit dem Verständnis. GOJIRA sind Death Metal, Progressive, Avantgarde, moderner Thrash - sie sind alles: Anspruchsvoll, aber nicht selbstbeweihräuchernd, nachdenklich, haben immer eine Lösung parat, wirken dennoch nicht nie besserwisserisch. Auch Ambient-Parts aus dem Inneren eines Wals sorgen wie beim Titelstück für atmosphärische Abwechslung, die Musik bleibt insgesamt hintergründig und geheimnisvoll – gleichzeitig aber fast Hitparaden-verdächtig („Vacuity“). Sänger (und Gitarrist) Joe Duplantier, zuletzt auch bei Cavaleras Verschwörung tätig, tut es wa(h)lweise brutal genervt, nachdenklich melancholisch oder sphärisch entrückt, immer aber höchsten Ansprüchen genügend. GOJIRA sind wesentlich ernster als ZIMMERS HOLE, längst nicht aus chemisch wie MASTODON, nicht so mathematisch wie MESHUGGAH, nicht aus ausgeflippt wie SYL – und vielleicht deswegen noch besser als all die genannten Kapellen. Endlich mal eine Platte, die man zigmal hören WILL, weil man sie in ihre ganzheitliche Größe erleben WILL– und nicht nur deswegen hören MUSS, um sie überhaupt zu verstehen. Großartig, eben unglaublich.

The Way Of All Flesh


Cover - The Way Of All Flesh Band:

Gojira


Genre: Death Metal
Tracks: 12
Länge: 75:7 (CD)
Label: Listenable Records
Vertrieb: Soulfood