Review:

Dynamind

(Edenbridge)

Nach zwei Jahrzehnten sind EDENBRIDGE eine etablierte Größe in der österreichischen Metal-Szene. Mit „Dynamind“ bringt die Kombo, die im Laufe ihres Bestehens zahlreiche Besetzungswechsel gesehen und überstanden hat, nun ihr zehntes Studioalbum heraus. Der neue Silberling bewegt sich in angestammten symphonischen Gefilden, setzt aber gleichzeitig auch auf harte Gitarrenriffs und kokettiert hier und da mit Elementen aus Power- und sogar Doom-Metal. Bissige Gitarren dominieren beispielsweise beim aggressiv vorwärtstreibenden „When Oceans Collide“ deutlich, auch „All Our Yesterdays“ kommt nach einem ruhigen Akustikauftakt überraschend düster daher. Highlight der Platte ist jedoch das irisch-inspirierte „On The Other Side“, das mit beschwingter-leichtfüßiger Stimmung und der mit Abstand besten und eingängigsten Melodie des Albums aufwartet. Auch „Live And Let Go“ präsentiert sich melodiös, „Tauerngold“ beginnt ruhig, wird im weiteren Lauf aber zunehmend schwermetallischer. Das episch angelegte „The Last Of His Kind“ bringt es auf stolze zwölf Minuten Spielzeit und durchläuft dabei sämtliche Stadien von ganz ruhig bis zu voller Powermetal-Breitseite. Mit dem titelgebenden „Dynamind“ schließt das Werk schließlich auf einer nachdenklich-getragenen Note. Wer jetzt noch nicht genug hatte, der kann sich das Ganze auch noch mal ohne Gesang anhören, denn auf einer zweiten CD gibt es das komplette Album noch einmal als Instrumentalversion obendrauf. EDENBRIGDE liefern mit „Dynamind“ musikalisch grundsolide Kost für Genre-Freunde, auch wenn die ganz großen Melodien fehlen.

Dynamind


Cover - Dynamind Band:

Edenbridge


Genre: Melodic Metal
Tracks: 10+10
Länge: 110:0 (2-CD)
Label: Steamhammer
Vertrieb: SPV