Review:

Garden Of Chains

(Ancara)

TIPP

Im Geschäft sind die fünf Musiker von ANCARA schon lange: gegründet wurde die Band  1996, mit dem Debütalbum ließ man sich dann aber erst einmal zehn Jahre Zeit. Dafür wurde das Werk im heimischen Finnland aber durchaus wohlwollend aufgenommen, was will man also mehr? Jetzt, über zehn Jahre später, präsentiert die Band mit „Garden Of Chains“ ihr jüngstes Werk, das satten, melodiösen Alternative Rock bietet, mal geradlinig, mal mit einer Prise melancholischer Düsternis versehen. Der Opener „The End (Easier Than Love)“ gibt, getrieben von ebenso turmhohen wie dunklen Gitarrenwänden, die Marschrichtung vor. Auf „Wake Up“, das vom Hörgefühl her stellenweise irgendwie fast ein klitzekleines bisschen an die Kollegen von Poets Of The Fall erinnert, wird es etwas lichter, „Ending Mode“ kommt ruhiger, fast schon ein bisschen balladesk daher. Auch „Child Of The Sun“ schlägt etwas getragenere Töne an, bevor es auf dem groovigen „Perfect Enemy“ rockig-dreckig wird. Mit „Incomplete“ schließlich haben die Herren auch eine richtige Ballade am Start, Highlight aber ist der von Melancholie durchwehte und an Entwine erinnernde Titeltrack und Ohrwurm „Garden Of Chains“, der sich zu einem wunderbar mehrstimmigen Finale steigert. Fazit: wer die Kombination aus fetten Gitarren und eingängiger Melodie mag, gepaart mit einer immer wieder aufblitzenden finnischen Schwermut, dem sei „Garden Of Chains“ eindeutig ans Herz gelegt, den ANCARA haben damit wirklich ein schönes Album abgeliefert.

 

Garden Of Chains


Cover - Garden Of Chains Band:

Ancara


Genre: Alternative
Tracks: 11
Länge: 43:0 (CD)
Label: Concorde M
Vertrieb: Nonstop Music Records
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