Review:

Nocturnal

(Amaral)

TIPP

In deutschen Landen noch kaum bekannt, spielen AMARAL im heimischen Spanien längst mit den ganz Großen. Und wenn man sich „Nocturnal“ anhört, muss man sich in der Tat wundern, dass die Band um Sängerin Eva Amaral bei uns bislang noch eher im Verborgen agierte: da reiht sich eine musikalische Perle an die andere, alle melodiös und hocheingängig, alle durchzogen von einer nachdenklichen wirkenden Melancholie, ohne dabei ins gar zu Schwermütige abzugleiten. Stilistisch sind AMARAL schwer zu fassen, die Band bewegt sich irgendwo im Grenzbereich zwischen Pop, ruhigem Rock und Folk-Elementen und tendiert dabei mal mehr in die eine, mal in die andere Richtung. Der Opener „LLévame Muy Lejos“ mit seiner Mischung aus ruhiger Strophe und flotterem, gitarrengetriebenem Refrain gibt einen recht guten Vorgeschmack auf das Album, „Nocturnal“ präsentiert sich melancholisch und mit sehr schöner Melodie. Sehr schön geraten sind auch das sich im Verlauf des Songs immer weiter steigernde „500 Vidas“ sowie die Folk-Ballade „La Niebla“. In Spanien wurde das „Nocturnal“ bereits 2015 veröffentlicht, anlässlich des internationalen Release begab sich die Band nun noch einmal ins Studio, um nahezu das komplette Album noch einmal als Akustikvariante einzuspielen, die nun als Schmankerl der Special Edition beiliegt – besonders hervorgehoben werden sollte hierbei der Titeltrack, der in der Akustikversion ein wunderbares Folk-Flair versprüht und sich im positiven Sinne so anhört, als würde man ihn schon sein Leben lang kennen. Fazit: Wunderschön melodisch-melancholisches und gleichzeitig doch irgendwie beschwingt wirkendes Album – alle Daumen rauf!

Nocturnal


Cover - Nocturnal Band:

Amaral


Genre: Pop
Tracks: 14 + 13
Länge: 86:24 (2-CD)
Label: Superball Music
Vertrieb: Sony
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