Konzert:

Lovebites, Dragonsfire - Aschaffenburg, Colos-Saal

Konzert vom 04.12.2018

Meine Vorliebe für Japan Metal hat sich vielleicht schon rumgesprochen und so war ich sehr happy, dass sich die Ladies von LOVEBITES nach Deutschland bemühten um zu zeigen, dass auch in anderen Teilen der Welt amtlicher Stahl geschmiedet wird. Da sich zukünftig Nuclear Blast um die Belange der Mädels in Europa kümmern werden, wird das wohl nicht die letzte Tour gewesen sein. Übrigens hat auch die japanische Legende ANTHEM in Donzdorf ihre Kaligraphie unter einen Vertrag gesetzt. Was mich persönlich extrem freut.

Im gar nicht mal so leeren Colos-Saal durften aber erst einmal DRAGONSFIRE aus Süd-Hessen ran und versetzten das Auditorium mit ihrem flotten Teutonen Metal mit humoristischer Note („Steel-Eel“ Story, Pommegabel in Lebensgröße) gleich mal in Betriebstemperatur. Mit „Speed Demon“, „The Prophet“ oder auch „Raging Fire“ hatten die sympathischen Herren Aschaffenburg schnell auf ihre Seite gezogen. Dass man sich selbst nicht zu 100% ernst nimmt, sorgte für eine lockere Stimmung und so vergingen die 45 Minuten wie im Flug und man machte Platz für die Hauptattraktion des Abends.

Die da hieß LOVEBITES. Ganz in weiß stürmten die Gewinnerinnen des Golden Gods Awards des englischen Metal Hammers die Bühne. Mit „The Crusade“ erwischten die Mädels einen Auftakt nach Maß. Man sah so einige verdutzte Gesichter im weiten Rund, denn Power / Speed Metal mit einer solch süßen Optik ist der geneigte Besucher klassischer Metal Unterhaltung (noch) nicht gewöhnt. Frontfrau Asami hatte die Menge gut im Griff, überzeugte gesanglich auf ganzer Linie und kokettierte geschickt mit ihrer Optik. LOVEBITES beschränkten sich naturgemäß auf Stücke ihrer beiden V.Ö.s „Awakening From The Abbys“ und „Battle Against Damnation“. Mit „Rising“ gab es auch ne flotte Nummer vom demnächst erscheinenden Album „Clockwork Immortality“, welches sofort Lust auf mehr machte. Midori und Miyako sorgten mit virtuosen Gitarrenläufen für eine offene Münder und Haruna zimmerte zusammen mit ihrer Bassistin Miho ein bretthartes Fundament, auf dem sich die Mistress of Ceremony Asami perfekt austoben konnte. Die ganze Show über war auf der Bühne viel Bewegung angesagt und Stillstand ein absolutes Fremdwort. Asami verstand es vortrefflich die Meute vor der Bühne zu motivieren.

 

Dass große Teile der Band mit DESTROSE, A DROP OF JOKER oder auch mit 激情★めたりっちぇ über einschlägige Vorerfahrungen verfügen, war nicht zu übersehen. LOVEBITES lieferten den Beweis, das Heavy Metal, Kleidchen und High Heels mitnichten einen Widerspruch darstellen müssen. Mit „Bravehearted“ ging ein gelungener Konzertabend zu Ende, der -und das sei meine Kritik- ruhig etwas länger hätte ausfallen können. Mit dem Thrasher „The Apocalypse“ hätte man nämlich noch Material in der Hinterhand gehabt.

Ich hoffe nun, dass andere Japan Acts den Erfolg LOVEBITES zum Anlass nehmen und sich auch in den Flieger nach Europa setzen. Hallo ALDIOUS, MARY’S BLOOD, MARDELAS, SHOW-YA etc…ihr seid gemeint!



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