REVIEW: Monsters We Made (KRIS BARRAS BAND)
Mit "Monsters We Made" veröffentlicht die KRIS BARRAS BAND bereits ihr sechstes offizielles Studioalbum. Diese Erfahrung merkt man dem neuen Werk der Gruppe um den ehemaligen MMA-Kämpfer Kris auch im positiven Sinne an. Die Jungs wissen, wie man einen guten, modernen Rocksong schreibt und ihn nahezu perfekt präsentiert. Die Ohrwurm-Refrains prasseln im 30-Sekunden-Takt auf den Hörer ein, der Fuß wippt mit und egal wo man ist, wähnt man sich innerlich auf einer Cabrio-Fahrt durch das einsame amerikanische Hinterland. Perfekte Auto-Musik! Dabei stammt die KRIS BARRAS BAND aus Großbritannien, was man ihnen aber nicht anhört. Unter den Vorbildern tummeln sich wohl ausschließlich nordamerikanische Größen wie ALTER BRIDGE, NICKELBACK, ANBERLIN oder auch die sträflich unterbewerteten KUTLESS. In Europa hat man es mit diesem Sound in der Hartwurst-Szene oftmals schwer, wird solchen Bands doch gerne der unangenehme Geruch von Mainstream um des Mainstream Willens nachgesagt. Das ist natürlich Gatekeeping-Blödsinn vom Feinsten, denn wer ein offenes Ohr in alle Richtungen hat, kann auch bei "Monsters We Made" richtig gute Musik entdecken. Kurioserweise hat das Album seine stärksten Momente gegen Ende, eingeleitet vom grandiosen "Otherside" - ein leicht melancholisches Hook-Monster mit Hit-Qualitäten, gefolgt vom tollen "Fake" mit seiner prägnanten Rhythmik und (natürlich!) packendem Refrain. Erwähnenswert sind auch die wirklich tollen Gitarrensoli, die genau den richtigen Ton zwischen technischer Brillanz und melodischem Gefühl treffen.
Die KRIS BARRAS BAND hat mit dieser Scheibe alle Voraussetzungen, um großen Erfolg einzufahren. Von Songwriting bis zu Produktion und Verpackung des Albums, ist "Monsters We Made" ein stimmiges Paket. Ein perfektes Album, um den Sommer mit rockig-melodischen Klängen ausklingen zu lassen.
MONSTERS WE MADE
| Band: | KRIS BARRAS BAND |
| Genre: | Rock |
| Tracks: | 11 |
| Länge: | 39:13 |
| Medium: | Download |
| Label: | Earache |
| Vertrieb: |






