REVIEW: Homage (Tesla)
Nach dem nicht so typischen Studioalbum „Shock“ (2019) veröffentlichen Sacramentos finest TESLA mit „Homage“ einen neuen Longplayer. Und alles andere als vertraut klingt auch dieses Werk. Es gibt einen eigenen Song, der Rest der 14 Nummern sind Coverversionen. Ich muss vorweg einräumen, dass mich seit „Forever More“ (2008) diese früher so großartig abrockende Truppe nicht mehr wirklich abholen konnte. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass TESLA sich tief in mein Rockgedächtnis eingegraben haben - und das bleibt.
„Never Alone“, der einzig neue TESLA-Song, eröffnet das Album und gibt bereits grob das Erwartbare vor. Elektrisierender, bluesgetränkter, breitbeiniger Hard Rock ist nicht auf „Homage“ zu finden. Dafür viel Akustik, ein wenig Lagerfeuer, Soul, Country und Evergreens. Die Songauswahl ist erstaunlich, SAM COOKEs bluesiges „Bring it on Home“ hat sicher nicht jeder auf dem Zettel, und auch QUEENs „Spread Your Wings“ überzeugt. Einziges Bindeglied zum TESLA-Sound ist Sänger Jeff Keith, der hier einen tollen Job macht. Spätestens bei der müden ELVIS PRESLEY-Nummer „If I Can Dream“ blickt der Hörer zur Skip-Taste. Und die wird im weiteren Verlauf immer verführerischer.
Ja, sicher kann man als Band mal so ein Ding machen, aber als offizielles Album nach 7 Jahren Pause ist das zu wenig. TESLA war einst ein um sich drehender Derwisch, der heuer auf dem Barhocker sitzt. Sie können auf „Homage“ handwerklich immer noch überzeugen, aber die US-Boys sind so viel mehr als eine Akustik- und Coverband; es wird Zeit, dass sie sich wieder daran erinnern.
HOMAGE
| Band: | Tesla |
| Genre: | Rock |
| Tracks: | 14 |
| Länge: | 50:45 |
| Medium: | Download |
| Label: | Frontiers Records |
| Vertrieb: | Open |




