REVIEW: Pins And Needles (Re-Release) (Chris Caffery)
Kollege Gerhard war in seinem Review vor ziemlich genau 19 Jahren von der enormen stilistischen Bandbreite, welche CHRIS CAFFERY anbietet, ein wenig erschlagen. Das kann ich auch zwei Dekaden später durchaus nachvollziehen. Dennoch empfinde ich das Album mitnichten als zerfahren, sondern als durchaus stringente Werkschau eines vielseitigen und äußerst kreativen Musikers.
Der partielle Einsatz genrefremder Instrumente lassen Erinnerungen an die Soloalben von ANACRUSIS Mastermind Kenn Nardi aufkommen. Bei beiden geben sie dem Gesamtsound eine bedrohliche und düstere Komponente. Mitunter stößt Chris sogar in jazzige Sphären vor. Die SAVATAGE-Bezüge hingegen muss man mit der Lupe suchen und findet sie am ehesten beim balladesken „Once Upon A Time“. Wie eingangs erwähnt kann ich mit vielem, was Gerhard 2007 schrieb mitgehen, komme aber zu einem deutlich positiveren Gesamtfazit. Als Bonus hält die 2026er Version dieses innovativen und authentischen Albums, andere Versionen von „Pisses Me Off“ und „The Time“ parat. Offene SAVATAGE Fans und Freunde harter, anspruchsvoller Musik sollten Chris eine Chance geben. Der Mann hat viel mehr zu bieten als die reine Chris Oliva Nachlassverwaltung.
PINS AND NEEDLES (RE-RELEASE)
| Band: | Chris Caffery |
| Genre: | Heavy Metal |
| Tracks: | 16 |
| Länge: | 65:00 |
| Medium: | CD |
| Label: | Metalville |
| Vertrieb: | Edel |




