REVIEW: The Wanderer (BOYS FROM HEAVEN)
TOTO, KENNY LOGGINS, MICHAEL BOLTON oder LIONEL RICHIE dürfen als Benchmark herhalten, um deutlich zu machen, was für einer fluffigen Art von Rock sich die Fünf von BOYS FROM HEAVEN verschrieben haben. Das machen sie umwerfend gut, kaum zu erahnen, dass sie Dänemark ihre Heimat nennen. Alles auf ihrem dritten Album „The Wanderer“ klingt nach Cocktails, Sonne, Amerika, weichem Sand unter den Füßen und ganz viel 80er Jahre. Pop, etwas verschwitzter Soul und Rock sind die Hauptingredienzien - das aber in einer wohl dosierten Eleganz und amerikanisch anmutenden Lässigkeit, die überzeugt. Bläser, Saxophon, Keyboard und Chöre weichen den Sound zuweilen bis ins Alltags-Radio auf. Sänger Chris Catton hat eine sanfte, melodiöse Stimme mit viel Soul inside, dessen Gesangline und Stil gerade noch genug Rockappeal ausströmt, dass eine, zugegeben recht dünne, Bindung zum Rock erhalten bleibt. Mads Schaumanns Gitarre ist zwar präsent, darf prägen („I’ll Wait“ und „Say Goodbye“), aber sie ist manchmal auch nur Accessoire wie bei „Street Life“.
Es ist eine Epoche, der gehuldigt wird: ihrem Massen ansprechenden Sound, der ganzen hochtoupierten Überbetonung, der bunten Leichtigkeit. Das alles kommt zu Gehör in „The Wanderer“ und macht unfassbar gute Laune.
THE WANDERER
| Band: | BOYS FROM HEAVEN |
| Genre: | Rock |
| Tracks: | 10 |
| Länge: | 40:59 |
| Medium: | CD |
| Label: | Frontiers Records |
| Vertrieb: | Open |




