REVIEW: Four Sides to Every Story

BY Marco Berghammer


„Four Sides to Every Story“ ist, wie der Titel bereits leicht anklingen lässt, das vierte Album der Band FATAL VISION. Die Kanadier existieren schon Jahrzehnte, sind aber erst vor etwa 5 Jahren wieder auf der Bildfläche erschienen. Daran beteiligt war das deutsche Label Pride & Joy Music mit dem Re-Release der ersten beiden Alben. Die Band rund um Sänger Simon Marwood bietet typisch nordamerikanischen Station Rock aus der für diese Musik goldenen Epoche der 80er Jahre. Die Ernsthaftigkeit dieses Unterfangens soll eine illustre Armada bekannter Gäste unterstreichen (u.a. Harry Hess, Paul Laine oder Jeff Scott Soto).

FATAL VISION präsentieren handwerklich versierten, keyboard-durchtränkten melodischen Hard Rock. Sänger Simon Marwood hat eine flexibel agierende Stimme, die sich sowohl bei hohen Tönen als auch im mittleren Bereich wohl fühlt. Die fragilen Momente der Gesangsperformance geben ihr Charme; ob so gewollt, bleibt offen.

Viele Songs gefallen, „Run With Me“ versprüht leichten Sommerduft im charakteristischen 80er Stil, der hier schon recht nahe am Pop ist. „No More Tears To Cry“ erinnert dann, mit leichten Abstrichen im Hinblick auf Gitarre und Gesang, an die wunderbaren WHITE LION. Manches Mal ist das Keyboard zu präsent, und nicht alle Nummern, immerhin 14 Stück mit der beachtlichen Laufzeit von 77 Minuten, können überzeugen. Gerade hinten heraus verliert das Werk an Kraft und wird etwas zu gleichförmig. Aber in Summe ist „Four Sides to Every Story“, gerade für Genre-Liebhaber, ein unterhaltsames und emotionales Rockalbum.




FOUR SIDES TO EVERY STORY

Band:
Genre: Hard Rock
Tracks: 14
Länge: 76:44
Medium: CD
Label: Escape
Vertrieb: