REVIEW: Master Of The Skies (THE QUILL)

BY Marco Berghammer


THE QUILLs „Master Of The Skies“ punktet in jedem Fall schon einmal mit einem fantastischen (ist das nicht einer der Piloten von „Never Say Die“? ) und stimmungsvollen Artwork. Die Vinyl-Version, die dazu mit passendem Grünton gereicht wird, ist dann wohl auch ein „must have“ für Doom- und Platten-Fans.

Aber auch inhaltlich, sprich musikalisch, hält das Werk den visuellen Verheißungen stand. Der Titelsong vereint hymnische Moves mit doomiger Wucht, und das mit abgeklärter Präzision. Die Nummer läuft die Kehle herunter wie Honig, hat Süße und Würze; gerade das bei Abgang platzierte Solo mundet. OZZY und BLACK SABBATH sind (siehe oben) von Beginn an präsent, der SOUNDGARDEN-Einfluss („Dark City“) um einiges geringer. „You Can Not Kill My Soul“ kommt mit 70er Flower Power-Melodie wie ein Hippie über die Wiese getanzt, ehe die Stoner-Keule ihn dann dort auch niederstreckt. Der Schweden-Vierer zeigt sich inspiriert, verspielt und wandlungsfähig. Wer bei „Now You Are Gone“ nicht an das wunderbare „Planet Caravan“ (BLACK SABBATH) denkt, hat in der Old School nicht aufgepasst. Selten hat ein THE QUILL-Album einen so lebhaften und bunten Inhalt gezeigt. Vielleicht ist das Artwork daran schuld, aber ich kann dieses Werk nicht düster und bedrohlich empfinden.

„Master Of The Skies“  ist ein doomiges, leicht verstrahltes,  in den 70ern verwurzeltes Hard Rock-Album geworden. Die Mischung der Zutaten ist rezeptwürdig und viel eher inspiriert als abgeschrieben.



 



MASTER OF THE SKIES

Band: THE QUILL
Genre: Doom Metal
Tracks: 10
Länge: 46:44
Medium: CD
Label: Metalville
Vertrieb: